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Dax: Mach was draus!

Über Antidepressiva für frustrierte Dax-Bullen..

Markus Fugmann

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am

Die Dax-Bullen dürften inzwischen nach einem Abverkauf von 1100 Punkten in nur zwei Wochen eine gewisse Depression bekommen haben! Und heute besteht zumindest die Chance eine medikamentösen Behandlung durch Verabreichung von Antidepressiva..
Ob die Euphorie über den EU-Gipfel gerechtfertigt ist, kann man durchaus bezweifeln – man „einigt“ sich auf „Schlußfolgerungen“, mehr nicht. Grundsätzliches bleibt ungelöst, aber für die CSU wird es jetzt sehr viel schwerer, Merkel unter Druck zu setzen, mithin steigt also jetzt erst einmal die Wahrscheinlichkeit, dass Merkel Kanzlerin bleibt. Die Märkte sehen das positiv, sie verstehen die Kanzlerin als das Symbol für Stabilität schlechthin.

Daher auch der Euro in Reaktion auf die „Einigung“ höher – aber inzwischen ist schon wieder einiges ausgepreist worden. Die Frage ist, aber diese nun schon einsetzende Ernüchterung beim Euro auch den Dax erfaßt – oder eben nicht. Denn der deutsche Leitindex ist so schwer verprügelt worden zuletzt, dass ein Befreiungsschlag, ein Aufatmen eigentlich einmal überfällig wäre!

Dieses kurze Aufatmen gab es schon am Mittwoch mit der (jedoch nur taktischen) Abschwächung der Anti-China-Haltung durch die Trump-Administration, nachhaltig war das nicht, wie der Chart hinreichend zeigt:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Hoffnung könnte den Bullen die Tatsache machen, dass der Index gestern noch einmal das Verlaufstief vom Mittwoch bei 12120 Punkten unterboten hat – also ein fake nach unten gemacht hat, um dann nach oben zu drehen. Ein logischer Ablauf wäre jetzt, dass der Dax den Abwärtstrendkanal testet mit einem Anstieg bis 12320 Punkte, um von dort vermutlich erst einmal dann wieder abzuürallen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Man sollte also vorerst nicht zu optimistisch werden für den deutschen Leitindex, es ist sehr viel charttechnisches Porzellan zerschlagen inzwischen, daher ist ein positiver Verlauf erst einmal nicht mehr als nur eine technische Reaktion, zumal der Index doch recht stark überverkauft ist. Sollte dem Dax jedoch der Sprung über den Abwärtstrendkanal bei 12320/30 Punkten gelingen, wäre wohl der Weg frei bis zum Hoch vom Mittwoch bei 12440 Punkten, dann wartet als nächster Widerstand die Zone um 12480 Punkte.

Ein wichtiger Faktor vor allem an der Wall Street dürfte das Quartalsende sein – sehen wir heute wieder window dressing? Zuletzt waren es Pensionsfonds (in den USA), die bei fallenden Kursen ihre Gewichtung an Aktien reduzieren mußten. Werden sie heute noch einmal zugreifen und damit für einen versöhnlichen Ausklang des Quartals sorgen? Nächste Woche werden die Karten dann ohnehin neu gemischt – dann kommt die US-Berichtssaison in Fahrt..

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Aktienmärkte: Nach oben ist der Deckel drauf! Marktgeflüster (Video)

Normalerweise starten die Aktienmärkte in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist!

Markus Fugmann

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Normalerweise starten die Aktienmärkte der Wall Street in der Woche vor den US-Wahlen eine impulsive Rally. Aber vieles spricht dafür, dass das in diesem Jahr nicht so ist! Denn nach wie vor hält sich das „große Geld“ zurück, so lange nicht klar ist, ob das Ergebnis der Wahl (von Trump) angefochten wird und dann eine lange Periode der Unsicherheit (mit Kursverlusten) droht. Daher ist mit guter Wahrscheinlichkeit bis mindestens zum US-Wahltermin bei jeder Rally der Aktienmärkte „der Deckel drauf“. Der Dax bleibt nach dem gestrigen Abverkauf schwach und angeschlagen – die Gefahr von Lockdowns bleibt in Europa ein dominierendes Thema..

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