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Dax: Make or break

FMW-Redaktion

Make or break heißt es jetzt für den Dax: der Index muß die Widerstandszone 12490 bis 12535 durchbrechen und dann seinen bislang moderaten Erholungsversuch fortsetzen. Gelingt das nicht, droht schlicht die Fortsetzung der Korrektur.

In Asien die Vorgaben moderat freundlich – allerdings sind die US-Futures nicht wirklich höher als gestern zu Kassa-Handelsschluß an der Wall Street. Dennoch eröffnet der X-Dax mit einem Aufwärtsgap:

Gelänge dem Dax der Sprung über die Widerstandszone 12490 bis 12535, wäre noch einmal Platz bis maximal 12740 Punkte im kurzen Zeitfenster – das wäre der „best case“ für den deutschen Leitindex. Klar: der Dax hängt den US-Indizes etwas hinter her, wahrscheinlich deshalb, weil das Ende des QE der EZB droht und damit die unbegrenzt erscheinende Liquiditätsparty enden würde. Auf der Unterseite bleibt der bei 12310 gebildete Doppelboden das Maß aller Dinge.

Aber dennoch wird der Markt gerade in den nächsten Tagen in den USA „gemacht“. Morgen die Anhörung Janet Yellens vor dem US-Kongress – und die Märkte hoffen auf dovishe Aussagen der Notenbank-Chefin. Aber heute Morgen hat Fed-Mitglied Williams in einer Rede noch einmal klar gemacht, dass die Fed beabsichtigt, noch einmal in diesem Jahr die Zinsen anzuheben. Mitentscheidend dürften auch die Aussagen Yellens zur geplanten Reduzierung der Bilanzsumme sein – Williams wiederum sagte heute, dass das in den nächste Monaten beginnen werde. Zudem erwartet er, dass die Inflation bald wieder anziehen werde.

Und eines sollte man bedenken: die Amtszeit Yellens endet im Februar nächsten Jahres, und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Trump sie noch einmal nominieren wird. Also besteht wohl die Neigung – nicht nur bei Yellen, sondern auch bei Fed-Vize Fischer (dessen Amtszeit ebenfalls Anfang 2018 endet) – noch einmal Fakten zu schaffen.

Am Freitag dann die wichtigen US-Einzelhandelsumsätze und die US-Verbraucherpreise, aber ebenso wichtig dürften die Zahlen der US-Großbanken JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup werden. Zwar waren US-Bank-Aktien zuletzt angesichts der Aussicht auf weitere Zinsanhebungen durchaus gefragt, gleichwohl besteht das Risiko, dass die Zahlen enttäuschen aufgrund der geringeren Aktvität der Kunden der Banken wegen zu geringer Volatilität an den Märkten. Der Siegeszug der ETFs ist zudem ein Faktor, der die Vernögensverwaltungen dieser Geldhäuser belastet und die Margen drückt. Mit anderen Worten: wir sehen hier das Potential, dass die US-Berichtssaison einen holprigen Start erleben wird.

Es ist, Sie haben es gemerkt, viel von zukünftigen Ereignissen die Rede. Aber genau das ist der derzeitige Ist-Zustand: die wichtigen Dinge kommen noch, also dürfte heute die Neigung, sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen, eher begrenzt sein..



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6 Kommentare

  1. Es droht ein ABVERKAUF bis in den Bereich von 12000 diese Woche!

    1. Oh Herr das den Walter seine Worte wahr werden *lol*

      1. @Berti,
        Walter ist mein bevorzugter Kontraindikator?.

        1. …aber Sie nicht meiner,lol
          U.a…Ist anscheinend der Mehrheit noch nicht bewusst,was mit Macron&Merkel,auf DE zukommen wird!
          Das Europa der zwei Geschwindigkeiten!
          Auch an der Boerse werden die „Geschwindigkeiten“extrem auffallend sein…

          1. Man sollte sich oefters mal auf Tillerson konzentrieren….

        2. das ist aber sch….

          :-)

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