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Indizes

Dax: Meistens Richtungsentscheidung nach dem Verfall

Nicht nur die Charts signalisieren, dass da etwas „in der Luft liegt“..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die Woche des Verfalls war eher ruhig, aber häufig kommt es dann nach dem großen Verfall auch zu einer großen Bewegung, weil der Index dann nicht mehr „gefangen“ ist – und vor allem dann gewissermaßen die Chips neu verteilt werden, also das Spiel neu beginnt.

Schon in der letzten Woche war auffällig, dass der Index keinesfalls nachhaltig unter die 12.000er-Marke fallen dürfte, vermutlich weil viele Player in diesem Fall viel Geld verloren hätten. Aber jetzt kann der Dax wieder atmen, das freie Spiel der Kräfte ist jetzt wieder intakt.

In Sachen Konjunktur steht heute nichts auf der Agenda, also könnte man meinen, wie stünden vor einem trägen Montags-Handel. Aber die Ausgangssituation ist gleichwohl brisant: in dieser Woche dürfte Trump Zölle gegen chinesische Waren verkünden, dazu hatte die Trump-Administration Peking am Wochenende provoziert, indem man nun faktisch die Ein-China-Politik ausser Kraft gesetzt hat mit der Aufhebung des Reiseverbots amerikanischer Diplomaten nach Taiwan.

Dann die Entlassung von des ehemaligen FBI-Vize McCabe, die die Unruhe in Washington noch verstärken wird – die Frage ist, ob und was das FBI gegen Trump in der Hand hat. Und ob Trump die Beherrschung verliert und Sonderermittler Mueller entläßt – per Tweet hat er schon am Wochenende die Legitimität der Untersuchungen angezweifelt.

Und: nach den immensen Mittelzuflüssen vor allem in ETFs, die amerikanische Aktien abbilden, stellt sich erstens die Frage, wo nun die Käufer herkommen sollen, wenn alle schon drin sind. Und zweitens ist auffällig, dass eben diese MIttelzuflüsse nicht gereicht haben, um die US-Indizes positiv enden zu lassen. Die großen Player jedenfalls scheinen nicht auf Seiten der Käufer gestanden zu haben, sondern auf der Seite der Verkäufer, anders ist das Kursgeschehen an der Wall Street in der letzten Woche wohl nicht zu erklären!

Der Dax hat ohnehin sein „eigenes Ding“ gemacht und sich dabei sehr ordentlich gehalten:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Was der Dax jetzt bräuchte, wäre ein Anstieg über die Widerstandszone 12460/80 – solange das nicht passiert, ist das alles Spielerei. Dazu weiter oben die Bereiche 12590/12600, dann das Doppel-Top bei 12650 – das sind die relavanten Marken auf der Oberseite.

Auf der Unterseite dagegen im Fokus die Unterstützung bei 12275 Punkten, dann die Zone bei 12200 Punkten, dann die 12140 und schließlich die 12110er-Marke. In diesen Regionen schalten dann die Ampeln von gelb auf dunkelrot.

So oder so: die zweite März-Hälfte ist saisonal eine schwierige Phase, was vor allem daran liegen dürfte, dass die Aktienrückkäufe aufgrund der blackout period zu versiegen beginnen und damit ein zentraler Positiv-Treiber für die Wall Street entfällt.

Aber lassen wir uns überraschen – nicht nur die Charts signalisieren, dass da etwas „in der Luft liegt“..

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