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Dax: Mini-Krise?

Irgendwas hat sich als geändert seit gestern, ein Schalter ist umgelegt worden. Die bisherige Trump-Rally hatte ja so kongenial zu Trump gepasst: sie basierte auf alternativen Fakten. So etwa die Tatsache, dass der S&P500 10% gestiegen ist seit der Wahl Trumps, während gleichzeitig die Gewinnerwartungen der S&P500-Unternehmen durch Analysten um 1% gesenkt wurden..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Dax erlebt eine „Mini-Krise“ und startet – lange ist´s her – mit einem Abwärtsgap (einem Mini-Abwärtsgap):

Noch ist charttechnisch nicht viel passiert, der Index noch in Reichweite der 12.000er-Marke. Aber es ist gestern eben doch einiges passiert, das aufhorchen lässt: Finanzminister Mnuchin will bis August die ersehnte Steuerreform umgesetzt haben – und die Märkte zweifeln, ob das so schnell möglich ist und verkaufen den Dollar. Das Infratsrukturprogramm Trumps kommt wohl nicht vor 2018 – daraufhin Aktien aus dem Bausektor wie Caterpillar abverkauft. US-Einzehandelsaktien abverkauft nach Aussagen Trumps, „irgendeine“ Importssteuer einführen zu wollen (das ist erst das dritte Mal, dass er dazu seine Meinung ändern – also fast schon Konstanz Trumps in dieser Hinsicht; gestern sagte er: er sei unbedingt dafür, dass die EU bestehen bleiben solle..). Der Tech-Sektor im S&P500 mit dem ersten Tagesverlust im Februar, Tesla abverkauft, weil der Wall Street plötzlich auffällt, dass das Unternehmen elf Millionen Dollar pro Tag verbrennt und nicht ewig so weiter machen kann.

Irgendwas hat sich als geändert seit gestern, ein Schalter ist umgelegt worden. Die bisherige Trump-Rally hatte ja so kongenial zu Trump gepasst: sie basierte auf alternativen Fakten. So etwa die Tatsache, dass der S&P500 10% gestiegen ist seit der Wahl Trumps, während gleichzeitig die Gewinnerwartungen der S&P500-Unternehmen durch Analysten um 1% gesenkt wurden. Dafür steht symbolisch Caterpillar, das Jahr für Jahr rückläufige Umsätze und Gewinne verzeichnet, aber die Aktien von Caterpillar stiegen von 80 Dollar auf fast 100 Dollar in der Trump-Rally. Gestern plötzlich war die Siegesserie gerissen.

Das gilt auch für Rohstoffe wie Kupfer, die aufgrund der Hoffnungen auf das große Infrastruktur-Programm in den USA massiv gestiegen waren – gestern der Abverkauf. Im Grunde ist es doch so: die Märkte sind dem Polit-Neuling Trump auf den Leim gegangen – Trump glaubte, er könne schnell alles umsetzen, was er sich vorgenommen hatte, und muß nun langsam feststellen, dass das wohl nicht so einfach und vor allem nicht so schnell gehen wird. Der neue Ablaufplan der Trump-Administraion lautet nun: erste Baustelle Obamacare, dann die Steuerreform, dann erst das Infrastrukturprogramm. Wahrscheinlich aber wir das erste langwierige Thema die Anhebung der Schuldenobergrenze, womit sich dann alles andere noch weiter nach hinten verschiebt. Langsam wacht also auch die Wall Street aus ihrem Vollrausch auf – fragt sich nur, wie groß der Kater nach dem Rausch sein wird!

In Asien dominieren rote Vorzeichen – vor allem Australiens Leitindex unter Druck, weil Rohstoffe wie Kupfer, Eisenerz etc. fallen und Aktien wie BHP Billiton unter Druck sind:

Shanghai Composite +0,05%
CSI300 +0,02%
ChiNext +0,61%
Nikkei -0,43%

Für den Dax gilt: es besteht nun die reale Gefahr eines Abrutschens in den Bereich 11790 bis 11810. Nur ein Anstieg über das bisherige Jahreshoch bei 12033 Punkten würde diese Annahme obsolet machen..

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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