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Dax: Mißtraut der Propaganda! Oder: Augen auf beim Aktienkauf!

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Man liest ja immer wieder derzeit, dass etwa 80% der Unternehmen, die zu Beginn der US-Berichtssaison ihre Zahlen gemeldet haben, würden die Erwartungen übertroffen haben. Das ist – um es einmal klar zu sagen – Propaganda!

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Warum ist das Propaganda? Weil es etwas vortäuscht, was nicht der Fall ist! Denn erstens wurden die Gewinnerwartungen massiv abgesenkt in der letzten Woche (die Konsensschätzung liegt nun bei -4,6% – also bei einem sehr deutlichen Rückgang), und zweitens ist der Gewinn pro Aktie keine Kategorie mehr, die wirklich relevant ist, weil die Firmen durch Rückkäufe eigener Aktien den Gewinn pro Aktie nach oben manipulieren (von den Steuertricks einmal abgesehen, die den Gewinn nach oben manipulieren). Relevanter ist da schon der Umsatz, weil hier sich eher zeigt, wie das Geschäft läuft! Es ist kein Zufall, dass gestern vor allem Goldman Sachs nach den Zahlen deutlich gefallen ist, obwohl der Gewinn pro Aktie höher lag als die Konsensschätzung. Aber der Umsatz war schwach – und das zeigt, was wirklich läuft: das Business schrumpft!

Das gilt auch für andere Unternehmen, die angeblich die Erwartungen übertroffen haben – und man sollte bedenken: wenn die Gewinne pro Aktie wie prognostiziert um durchschnittlich -4,6% fallen, während die Unternehmen gleichzeitig die Zahl der handelbaren Aktien durch Aktienrückkäufe stark reduziert haben, was sagt uns das? Richtig – das Geschäft ist rückläufig! Und diese Schrumpfung soll schlicht kaschiert werden mit der Aussage, 80% der bisher berichtenden Unternehmen hätten die Erwartungen übertroffen. Das ist schlicht der Versuch der Gehirnwäsche, fast schon nordkoreanische Propaganda vom Feinsten. Also Augen auf beim Aktienkauf!

Heute also dreht sich das Karussell weiter mit Zahlen wichtiger Player (IBM und Netflix, Bank of America, Johnson&Johnson sowie United Health als zweitschwergewichtetste Aktie im Dow Jones), und man achte also auch hier eher auf die Umsätze als das vermeintliche Übertreffen der Konsensschätzung beim Gewinn pro Aktie! Faktisch sind die Rückkäufe eigenr Aktien ja eine Art Ponzi-Schema: da können dann die Kennzahlen wunderbar aussehen, währen das Unternehmen praktisch schon bankrott ist..

Der Dax fing stark an nach der zuletzt üblichen China-Rampe – und ließ dann etwas nach, weil die Chinesen ihre Joystick aus der Hand gelegt haben. Der Dax stagniert derzeit auf hohem Niveau, der nächste wichtigen Widerstand erst bei 12090/100 bleibt vorerst in Sichtweite..


By Ged Carroll – https://www.flickr.com/photos/renaissancechambara/10096339006/in/photolist-gobnQs-cd7euw-gobwZM-5SRvRc-2QrXr-64JcA5-5ttEpr-gobnrw-9Syp44-8mNU4e-6u3SE-gobbng-gobban-sepFGj-ddUu72-ddUu9i-5fTMUS-ddUtV2-aqnm3-oTYeb9-RBdez4-8mfbZf-gobbxr-8mc7iK-7gTnM2-fzyxi8-8mc6ED-5AUJPd-ppG4fi-b8oY5Z-a4Eegk-gobx32-gobmWJ-gobwCV-94EYuX-gob2Eq-8mc74R-dhQqUY-gobwhp-j1MqfT-8mc7CM-5oAs1y-gobbQF-2fA7B-8mc76D-5AUMUj-8mc7Gv-7J4Lee-5AQvDT-6geE6D, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57080974

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Negan

    16. April 2019 09:57 at 09:57

    Man sollte sich auf jeden Fall auch den Gewinn anschauen. Aber nicht pro Aktie sondern absolut. Wenn der Umsatz rückläufig ist und das Management die Kosten im Griff hat, dann kann es auch absolut einen höheren Gewinn geben. Unabhängig davon wer wieviele Aktien bestitzt. Gerade Sie, Herr Fugmann, müssten doch an der Kostenentwicklung interessiert sein, da Sie aufgrund der Zölle von Kostensteigerungen ausgegangen sind und das somit die Magin fällt. Die Citigroup hat 2 Prozent weniger Net Income im Vergleich zum Vorjahr und Goldman Sachs 13 Prozent.

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    Marko

    16. April 2019 13:31 at 13:31

    Ach, liebe Bären,

    Ihr gebt doch sowieso nicht auf. Irgendeiner muss doch Euer Geld einsammeln.. ? ;)

    Kapiert Ihr das immer noch nicht ?

    Die EZB muss die Zinsen erhöhen, damit Ihr, liebe Bären, freudigst irgendwann (später) short gehen könnt, und „short“ sein gehört dazu, natürlich, ist doch klar..

    Dieser ganzer Brexit-EZB-FED -Kuddelmuddel verbreitet Angst, wir „Perma“-Bullen freuen uns… :D

    Die Märkte (Anleihe-wie Aktienmärkte) müssen sich angleichen ? – Nein ? – Denkt Ihr ? Kein Problem… ;)

    Das Geld liegt auf der Straße.

    Und der Dax ist wohl eher nicht auf hohem Niveau, wenn der Dax das wäre, auf welchem Niveau ist der Bufu dann ?
    VG, Ihr „Perma-Bulle“

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    Alzheimi

    16. April 2019 14:38 at 14:38

    @ Marko, ich bin froh ,dass du deine alte Platte oft wiederholst, ich habe Alzheimer u. würde sonst deine guten Tipps vergessen. Aber der heutige Anstieg ist ein typischer Short-Squeeze, weil ein grosser Stillhalter bei DAX 12050 absichern musste. (siehe Verfallstag -Diagramm )Freue dich am Anstieg, ab Donnerstag ( April – Verfall ) könnte es wieder weniger perma-bullisch sein.

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    Marko

    16. April 2019 16:23 at 16:23

    @alzeihimi :
    Schau, mal da :

    Wie war das noch mal : Gold, das muss man haben, ist genauso eine „alte Platte“, geht ruhig Short, wir Bullen brauchen euer Geld… :D

    https://www.onvista.de/news/goldpreis-faellt-auf-tiefsten-stand-seit-drei-monaten-215106165

    Aber, der Goldpreis, wie war das noch mal, keine Zinsen, aber doch von Wert… ? Hmmm…

    „Belastet wird der Goldpreis auch durch etwas höhere Kapitalmarktzinsen. Diese sind seit Jahresbeginn im Trend zwar gefallen, in den vergangenen Wochen aber wieder gestiegen. Gold hat einen gewichtigen Nachteil gegenüber festverzinslichen Wertpapieren, weil das Edelmetall keine Zinsen abwirft.“

    Ja, aber von „durch etwas höheren“ Kapitalmarktzinsen kann doch in Europa keine Rede sein…? Alle sind „entspannt“ ? Also dann muss der doch Aktienmarkt „crashen“.. ?

    Schau mal Alzheimi, ich diversifiziere meine Anlagen, mir doch egal, ob ein Stillhalter irgendwas macht, ich beobachte den Markt und ich steige in gewisse Werten ein, natürlich „LONG“ , ist doch klar. ;)

    Was ich aber sehe, ist eine definitive Marktbewertungsdifferenz zwischen den Amis und Europa,

    Andere sagen, die FED ist der heilige Gral, wenn Ihr das denkt ? Kein Problem… ?

    Wenn Ihr meint, der Dax ist, bei sagen wir mal, 9000-10000 Punkten „fair“ bewertet, dann geht doch short…, dkein Problem, „das ist der Markt“, ist genauso eine „alte Platte“…

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    Roberto

    16. April 2019 16:27 at 16:27

    @Alzheimi…ja ich glaube mit dem absichern haben die irgendwo im Januar angefangen. Ich glaube die sichern jede Woche ab…ich glaube auch das es „nur“ absichern ist warum wir jetzt fast 2000 Punkte höher im dax stehen….ja, ja, ja….diese absicherungen sind doch nicht nachhaltig…hmmmmm…oder ?

    Ironie aus.

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    Alzheimi

    16. April 2019 17:13 at 17:13

    @Roberto, im Herzen ist er halt doch ein Permabulle, obwohl er es nicht hören mag. Hat er auch schon einmal überlegt, wie lange die Notenbanken dieses Spiel noch treiben können.

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    Roberto

    16. April 2019 17:35 at 17:35

    @Alzheimi, ich weiß es nicht, weil ich diese Fragen schon vor 2-3 Jahren auch gestellt habe. Das Problem ist, das ich seither immer noch auf einen Einstieg warten muß.
    Diejenigen die den Mut hatten doch einzusteigen wurden bislang mehr als reichlich belohnt. Ich würde mir eine saftige Korrektur sehr wünschen lieber gestern schon als erst Morgen. Aber anscheinend wünsche sich das so viele, das der Markt das nicht erfüllen will. Wir kennen doch alle diesen berühmten Satz das der Markt länger unrecht haben als wir liquide sind. Denn von recht haben ist an der Börse wohl noch keiner reich geworden. LEIDER.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street immer noch viel zu teuer! Marktgeflüster (Video)

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Die Aktienmärkte nach drei Handelstagen mit Gewinnen heute wieder im Rückwärtsgang – in den USA war schon wieder die Rede von einem neuen Bullenmarkt, nachdem der Dow Jones vom Corona-Tief um 21% gestiegen war (nach einem vorherigen Abverkauf von 37%). Aber gerade die Wall Street-Aktien sind für das, was der shutdown wegen des Coronavirus bedeutet, nach wie vor deutlich zu teuer: so ist derzeit lediglich ein Rückgang des Gewinns pro Aktie im S&P 500 von lediglich 15% eingepreist für das zweite Quartal. Da aber die Folgewirkungen des shutdowns deutlich größer ausfallen dürften, sind die Aktienmärkte der USA nach wie vor zu teuer (der Dax dagegen ist viel günstiger und handelte bereits in der Nähe seines Buchwerts)…

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Achtung vor der zweiten Abwärtswelle am Aktienmarkt!

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Manuel Koch bespricht im folgenden Video die wirtschaftlichen Aussichten in Folge des Coronavirus. Die Regierungen stützen die Volkswirtschaften mit jeder Menge neue Schulden. Was bedeutet das für die Märkte? Im Interview bezieht der Profi Andre´ Stagge klar Position. Die aktuelle Erholung an den Aktienmärkten sei keine Bodenbildung. Die Kurse seien deutlich schneller gefallen als in den vorigen großen Börsenabstürzen. Daher sei es jetzt völlig normal, dass die Kurse erstmal etwas nach oben laufen. Im Sommer gehe da noch was auf der Abwärtsseite. Wer die nächsten Monate in Aktien investiere, werde keine Gewinne erzielen. Den April solle man eher nutzen um Aktienbestände abzubauen. Ab Ende des Jahres könne man überlegen günstiger in den Aktienmarkt einzusteigen.

Der Rentenmarkt wird von Andre´ Stagge sehr kritisch betrachtet. Man müsse die Haftungsfrage stellen bei den gigantischen Aufkäufen der Schulden durch die EZB. Die Anleihemärkte würden signalisieren, dass noch eine zweite Abwärtswelle bei Aktien anstehe! Liquidität sei ein entscheidender Punkt, weswegen die Notenbanken derzeit so aktiv seien. Maredo, Vapiano etc seien aktuell schon pleite. Man stehe am Anfang einer großen Pleitewelle. Und man könne nicht alle Zombieunternehmen retten. In den guten Jahren sei das große Schuldenproblem bei Unternehmen bereits entstanden. Auch im Video gibt es zwei konkrete Handelsempfehlungen der trading-house Börsenakademie. Die Aktie von Alphabet (Google) könne man jetzt zu aktuellen Kursen kaufen. Auch bei den Aktien von Volkswagen könne man aktuell einsteigen.

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Rüdiger Born: Corona-Impressionen aus Japan, und Szenarien für den Dow

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Im folgenden Video möchte ich mal aus eigener Beobachtung vor Ort zeigen, dass jüngst in Japan ganze Regalreihen in Supermärkten komplett leergefegt waren. Aber das ist nur eine Ausnahme. In Vororten sind die Regale gut gefüllt. Einen echten Ausnahmezustand gibt es in Japan nicht. Die japanischen Aktienmärkte waren nicht zu sehr gestört. Direkt am Chart möchte ich Szenarien für den weiteren Verlauf im Dow Jones ansprechen. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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