Der gute Börsenstart in den Monat Oktober hat am Freitag einen herben Rückschlag erlitten. Der deutsche Leitindex Dax konnte nach einen technischen Ausbruch über 24.500 Punkte zwar zwischenzeitlich auf neue Rekordhöhen ansteigen, gab zum Ende der Woche aber deutlich nach, nachdem US-Präsident Donald Trump den Handelskrieg mit China neu entfachte und damit die Aktienmärkte unter Druck setzte.
Nach einem kurzzeitigen Anstieg auf ein neues Rekordhoch von 24.771 Punkten am Donnerstag rutschte der Index bis zum Handelsschluss am Freitag auf 24.241 Punkte ab, wo er auch den Handel beendet. Damit stand ein dickes ein Minus von 1,5 Prozent zu Buche. Auslöser der plötzlichen Talfahrt waren neue Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem US-Präsident Donald Trump per Post auf Truth Social überraschend scharfe Töne anschlug und ein geplantes Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping infrage stellte. Zudem drohte er zusätzliche Zölle von 100 Prozent auf chinesische Waren zu erheben und zugleich Exportkontrollen auf „jegliche kritische Software“ einzuführen.
Trump lässt Aktienmärkte einbrechen
Trump kritisierte die jüngsten Exportbeschränkungen Pekings bei seltenen Erden und drohte mit einem „massiven Anstieg“ von Zöllen auf chinesische Waren. Diese Aussagen lösten umgehend eine Welle der Verunsicherung an den globalen Aktienmärkten aus und sorgten dafür, dass auch die US-Börsen deutlich absackten. Die US-Indizes fielen so stark wie seit dem Ausverkauf im April nicht mehr. Der Rücksetzer trübt das zuletzt positive Chartbild wieder ein. Der Rückfall unter die wichtige Marke von 24.500 Punkten gilt als technisches Schwächesignal und nährt Spekulationen, dass der jüngste Ausbruch ein Fehlausbruch gewesen sein könnte. Im Sog schwacher US-Börsen gab auch der DAX nachbörslich weiter nach und dürfte am Montag tiefer in den Handel starten.
Neben dem Handelsstreit sorgt auch die politische Lage in den USA für Unruhe. Der anhaltende Shutdown führt zu einem Mangel an Wirtschaftsdaten und erschwert somit die Einschätzung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Eine Bewährungsprobe für die jüngste Rally ist auch die anstehende Berichtssaison, die zeigen muss, dass die hohen Bewertungen gerechtfertigt sind. Trotz des jüngsten Dämpfers bleibt die Stimmung am Markt mittelfristig verhalten optimistisch – doch die Bullen stehen nun unter Zugzwang, um weitere Rückschläge zu verhindern.
DAX: Erholung nach Rückschlag
Nach den von Trump ausgelösten Turbulenzen zeigt sich der DAX vorbörslich deutlich erholt. Nichtsdestotrotz dürften die Aktienmärkte weiterhin nervös bleiben. Anleger müssen sich wahrscheinlich auf einen volatilen Wochenstart einstellen. Der DAX könnte sich zunächst bis in den Bereich von 24.400 bis 24.430 erholen, bevor es zu einem Rücklauf kommt. Erst ein Ausbruch darüber würde weiteres Potenzial bis 24.500 bzw. 24.550 Punkte eröffnen.
Fällt er hingegen unter 24.345 Punkte, rücken die nächsten Marken bei 24.290 und 24.250 Punkte ins Visier. An dieser Stelle sollten die Bullen eine Reaktion zeigen, andernfalls sind Abgaben bis zur Horizontalen bei 24.185 wahrscheinlich. Ein Rutsch unter das außerbörsliche Tief von 24.176 Punkten würde zusätzliches Abwärtspotenzial bis 24.078, 24.000 und 23.975 Punkte eröffnen.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützungen:
24.269 – Tagestief 06.10.
24.241 – Tagestief 10.10.
24.185 – Horizontale
24,176 – außerbörsliches Tief 10.10.
24.078 – 50%-Retracement
23.975 – MOB-Marke
23.915 – 61,8%-Retracement
DAX Widerstände:
24.431 – außerbörliches Hoch 13.10.
24.500 – Horizontale
24.690 – Tageshoch 10.10.
24.715 – Fibo-Extension
24.771 – Tageshoch 09.10.
24.833 – 127,2% Extension
24.963 – 138,2% Extension
Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.
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Trump spielt wieder mit den Märkten…
Hüh und Hott…rein und raus….hoch und runter….
Trump weiß genau was seine Tweets bedeuten….
Trump weiß genau was seine Äußerungen bewirken…
Trump weiß genau was eine Blase ist….
Trump weiß genau wie empfindlich Börsen in Blasen reagieren….
…nicht die Nachrichten machen die Kurse, sondern die Kurse machen die Nachrichten…brauch halt ab und an einen Kommentar vom Donald, damit die Großkopfernden mal auf den Verkaufsbutton drücken können…brauch halt immer mal einen Grund, um oben abzuladen und unten wieder aufzuladen…diesmal laden die Großen oben ab und erzählen den Kleinen unten, dass wieder aufgeladen werden darf…buy the dip und so…bloß ob die Großen auch jetzt noch aufladen ist zu bezweilfeln…