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Dax mit tiefstem Schlußkurs seit November 2016 – und Trump will die Mauer „whatever it takes“

Die US-Indizes gestern +5% (S&P und Dow Jones) bzw. knapp +6% (Nasdaq) – aber der Dax verliert heute -2,4% und schließt auf dem tiefsten Niveau seit dem November 2016..

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Die US-Indizes gestern +5% (S&P und Dow Jones) bzw. knapp +6% (Nasdaq) – aber der Dax verliert heute -2,4% und schließt auf dem tiefsten Niveau seit dem November 2016, alle 30 Dax-Werte im Minus. Unter die Räder kam einmal mehr die Deutsche Bank mit einem Schlukurs deutlich unter der Marke von sieben Euro!


(Dax; Chart durch anklicken vergrößern)

Der Eurostoxx 50 verliert heute -1,2% und ist damit in einem Bärenmarkt.

Und Donald Trump heute mit dem „whatever it takes“-Satz von Mario Draghi, nur diesmal bezogen auf die Mauer zu Mexiko:

„Whatever it takes. I mean, we’re gonna have a wall. We’re gonna have safety. We need safety for our country.“

Das dürfte bedeuten, dass der government shutdown sich noch länger hinziehen wird – ein Vorgeschmack auf das, was ab dem 03.Januar kommen wird, wenn die Demokraten dann die Mehrheit im US-Abgeordnetenhaus haben werden.

Die US-Märkte heute knapp -2% heute nach der gestrigen Rally – wichtige gleitende Durchschnitte bleiben gebrochen, hartnäckig zeigte sich vor allem der 100-Tages-Durchschnitt als unüberwindbarer Widerstand beim Leitindex S&P 500:


(S&P 500, Chart durch anklicken vergrößern)

War die immense Rally an der Wall Street gestern eine Bullenfalle?

Der Aufwärtstrend seit der Finanzkrise ist und bleibt gebrochen beim S&P 500:

Ist das alles wegen der Fed? Ist alles, was die US-Wirtschaft an Aufschwung zeigte, nur durch die Nullzinsen und das QE der Fed ermöglicht worden – und wenn die Party endet, endet dann auch der vermeintliche „Aufschwung“?

Vielleicht ist es so simpel: wenn die Notenbanken Geld drucken, steigen die Märkte, geht es der Wrtschaft vermeintlich gut. Hört die Gelddruckerei auf und entzieht die Fed als wichtgiste Notenbank der Welt Liquidität, ist es vorbei mit der Party!

Nun wird die US-Berichtssaison ab Mitte Januar zeigen, was wirklich Sache ist. Entscheidend sind vor allem die Ausblicke der Unternehmen – und die dürften zeigen, warum die Märkte derzeit trotz heftiger Zwischenrallys so stark unter Druck sind!

 

Das riecht nach 2008:

 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Wolfgang M.

    27. Dezember 2018 20:08 at 20:08

    Nicht nur Markus Koch, auch Marktanalysten an der Wall Street, sehen einen steuerlichen Grund für den aktuellen Abverkauf an den Börsen. Man verkauft Verliereraktien, um die Verluste mit den Gewinnen von 2018 zu verrechnen. Oberhalb des 3000 $-Freibetrags für 2018 können bei fehlenden Gewinnen die Verluste in das Jahr 2019 vorgetragen werden. Bei der jetzigen Kaufzurückhaltung sorgt dies für die Verluste. Zudem kommt noch, dass 150 Hedgefonds bestimmte Positionen bis zum 31. Dezember geschlossen (verkauft) haben müssen. Wird wohl nichts mehr mit der Santa Clause-Rally.

  2. Wolfgang M.

    28. Dezember 2018 07:22 at 07:22

    In der Nachbetrachtung der letzten beiden Handelstage an der Wall Street fällt auf. Wenn der größte Aktienindex der Welt, der S&P 500, deutlich unter 2400 Punkte fällt, kommt es zu einem deutlichen Impuls nach oben. Mein Erklärungsversuch. Unterhalb dieses Niveaus beginnt für das wichtigste Börsensegment der Bärenmarkt mit 20% Verlusten und mit großer Wahrscheinlichkeit ein weiteres deutliches Abrutschen. Ich habe in mehreren kleinen und großen Kommentaren darauf hingewiesen, welche Bedeutung Vermögensverluste in diesen Dimensionen für die vom Konsumenten dominierte US-Wirtschaft haben. Bei -20% vom Hoch sind es schon 8 Billionen $ Einbußen und darunter dürfte es nicht weit sein, bis Verbraucher und Unternehmer den Gürtel enger schnallen müssen, egal wie die aktuellen Wirtschaftszahlen gerade aussehen mögen. Aktienmarktverluste würden sich in einer Art selbst erfüllender Prophezeiung auf die Wirtschaft auswirken und ihrer Frühindikationswirkung gerecht werden, erst recht in einer Nation mit 70% direkten oder indirekten Aktionären. Diese Zusammenhänge kennen auch Finanzminister Mnunchin und Co. Deshalb auch die hektischen und teilweisen hölzernen Aktionen der letzten Tage.
    Stellt sich nur die Frage, ob der Cocktail aus weltweiter Wachstumsabschwächung, Geldverknappung durch die Fed, Handelskrieg USA – China u.s.w. nicht bereits zu giftig geworden ist?

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Der Boom ist zu Ende

Nach Jahren des Booms soll es 2019 einen Rückgang von bis zu 20% im Bereich von Fusionen und Übernahmen in Deutschland geben. Dabei setzte bei der Spitzendisziplin des Investmentbankings (M&A) im ersten Quartal bereits ein Schrumpfen von 67 % bei den Ankündigungen ein, wie der Finanzdatenanbieter Refinitiv ausgerechnet hat. Im ersten Quartal 2018 hatte es noch einen richtigen Rausch auf diesem Gebiet gegeben.

Und wen erschwischt es dabei besonders? Dreimal dürfen Sie raten, richtig, die Deutsche Bank. Den deutschen Branchenprimus traf es im ersten Quartal besonders deutlich. Das Geldhaus erscheint bei Refinitiv nicht mehr unter den ersten zehn Topadressen bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland, in früheren Zeiten eine Unmöglichkeit. Man glaube zwar im Gesamtjahr wieder zulegen zu können, gerade nach einer Fusion mit der Commerzbank. Aber…..?

Auch das Geschäft mit Börsengängen (IPOs) ist im ersten Quartal richtiggehend eingeschlafen. Das Geschäft mit Aktienemissionen brach laut Refinitiv um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zuletzt hatte Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte unter dem Namen Traton abgesagt.

Der Leiter des Bereichs Börsengänge bei EY, Martin Steinbach, fasste es so zusammen: „Eine Mischung aus Konjunktursorgen, Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten wie dem Brexit hat viele Börsenkandidaten dazu veranlasst, zunächst abzuwarten und zu schauen, ob sich in den Folgequartalen wieder IPO-Fenster öffnen“.

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