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Indizes

Dax: Müsste eigentlich bei 11350 Punkten stehen..

Startet der Dax nun eine Aufholjagd und verkleinert die Lücke zu den US-Märkten?

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am

Es gab Zeiten, da waren die Aktienmärkte irgendwie aufregender! An der Wall Street findet der Handel derzeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, die Handelsvolumina sind extrem dünn. Warum nur? Warten alle ab, ob es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt? Oder hat der massive Abverkauf im Oktober und vor allem Dezembern bei institutionellen Anlegern (vor allem Hedgefonds) zu starken Verlusten geführt (und dazu noch Geldabzüge durch die Kunden), dass nun schlicht das Pulver fehlt?

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Wir wissen es noch nicht, aber die Beantwortung der Frage, warum das Volumen derzeit so minimal ist, wird vielleicht rückblickend dann eine sehr gute Erklärung für das derzeitige Geschehen geben (die Volumina sind besonders seit der zweiten Januar-Woche so gering). Anzunehmen aber ist, dass sich da etwas aufstaut, was sich dann impulsiv entladen kann.

Gestern war wieder so ein Tag, der schwaches Volumen mit uninspiriertem Handel kombiniert: der Dax rauf und runter, die US-Indizes entweder leicht im Plus (Nasdaq) oder leicht im Minus (Dow Jones).

Blickt man auf den Dax und vergleicht ihn mit dem Leitindex S&P 500, dann müßte der Dax bei gleicher Performance eigentlich knapp unter der 11350er-Marke stehen:


(Dax schwarz, S&P orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Aber der Dax blibe zuletzt doch deutlich zurück, könnte aber nun eine Aufholjagd starten und die Lücke zu den US-Märkten zumindest verkleinern!

Wohin aber dürfte die Reise für den deutschen Leitindex gehen? Ein Anlaufen des Widerstands bei 11220 Punkten ist jederzeit möglich, ohne dass der Dax damit schon aus dem Schneider wäre:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Erst über der 11220er-Marke könne sich die Bullen wieder berechtigte Hoffnungen machen, ein Überwinden des Verlaufshochs bei 11390 Punkten würde den Horizont dann noch weiter weiter aufhellen. Aber dafür muß schon viel klappen: der Deal zwischen den USA und China muß kommen (und nicht nur verbale Hoffnungs-Äusserungen), der government shutdown müsste wirklich vermieden werden (auf den die US-Märkte diesmal verschnupft reagieren würden, wenn er denn käme) etc. etc. Vielleicht wissen wir schon heute, ob Trump wirklich den ausgehandelten Deal zwischen den US-Demokraten und US-Republikanern akzeptiert (wenn nicht, wäre die Rally im asiatischen Handel eigentlich gegenstandslos..)!

Unter der Unterstützung bei 11050 Punkten würde sich die derzeit als neutral einzustufende charttechnische Lage jedenfalls wieder eintrüben..


Foto: Deutsche Börse AG

2 Kommentare

2 Comments

  1. Marko

    12. Februar 2019 11:59 at 11:59

    Markus,

    eines sollte doch spätestens jetzt klar sein :

    Der Markt an sich, muss sich angleichen (nach über 10 Jahren, nach „Lehman“ !), dies ist bei einem Bufu von 166 Punkten im Gegensatz zum Dax so nicht der Fall ? Das sind Extrema !

    Dagegen ist der „Brexit-Hühnerhaufen“ gar nix ! Aber, die EZB kann vorher gar nichts machen, so ist das nun mal…

    Ja , natürlich ist Europa zu billig, das sagst sogar Du ? Bravo ! Wie gesagt, die Amis sind zu weit „vorgeprescht“ bei den Aktien, wie bei den Anleihen… 😉

    Warten wir mal ab, ob die Briten GB wissentlich GB mit „Vollgas-an-die-Wand-fahren“ wollen , oder eben nicht…

    „Neue Handelsbeziehungen“, durch eine „Unabhängigkeit“ von Brüssel, Frankfurt und Berlin, na dann…
    Klingt irgendwie „romantisch“, die Zeiten des Great British Empires sind längst vorbei. Wer nicht lernen kann, muss offen fühlen ? 😀

  2. Marko

    12. Februar 2019 12:12 at 12:12

    Und der „Druck“ dürfte sich dann erst entladen, sollte die EZB die „Raketen starten“, dies würde besonders die Finanzwerte in Europa betreffen.

    Davon ist aber irgendwann in 09/2019 auszugehen…

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Aktien

Marktbericht: Fed, Trump, Microsoft – Amis laufen besser als der Dax

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am

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Donald Trump feuert mal wieder volle Kanne gegen die Fed. Die solle gefälligst endlich die Zinsen senken, so quasi seine Anweisung an die Fed (hier nachzulesen). Unglaublich, aber inzwischen hat man sich an diesen Ton ja fast schon gewöhnt, obwohl die Fed unabhängig agiert! Aber das war heute für den Markt gar nicht wichtig. Wir wollten es vorab nur nochmal erwähnen, was da vor sich geht. Trump macht den Mini-Erdogan! Aber kommen wir jetzt mal zum konkreten Marktgeschehen.

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Fed-Aussagen

Einzelne Funktionäre der Fed haben mit Aussagen gestern und heute die Kurse durcheinander gewirbelt. Da wäre zunächst der in Notenbankkreisen wichtige Chef der New York Fed John Williams. Er hielt gestern Abend eine am Markt viel beachtete Rede, deren Aussagen (Zinsen senken, sobald Wirtschaft schwächelt) dem Markt suggerierte, dass die Zinsen noch stärker gesenkt werden, als bislang erhofft. Heute wurden diese Äußerungen relativiert als grundsätzliche ökonomische Aussagen, aber im Nachhinein kann man Börsenkurse ja auch nicht mehr ändern… und so fiel der US-Dollar gestern Abend sprunghaft, und fast alles, was gegen den Dollar gehandelt wird, stieg sprunghaft an (gut sichtbar im folgenden EURUSD-Chart seit Mittwoch früh).

Dann wurden heute Äußerungen des St. Louis Fed-Chefs Bullard bekannt, der sich klar für nur 25 Basispunkte Zinssenkung am 31. Juli aussprach. Das müsse reichen. Diese Äußerung brachte den Dollar wieder nach oben, und den Euro wieder nach unten.

Und die Indizes?

Im folgenden Chart sieht man den Dax (blau) gegen den Dow seit Mittwoch früh. Seit gestern Abend laufen die Amerikaner besser als der Dax. Sie scheinen die Fed-Story unterm Strich besser wegzustecken. Und außerdem konzentriert man sich aktuell eher auf die heimischen Quartalszahlen. Vor allem berauschen sich die Amerikaner aktuell an den Quartalszahlen von Microsoft, die gestern nach Börsenschluss positiv überraschten. Und Deutschland? Hierzulande hat Angela Merkel sich heute in letzten Aussagen vor ihrem Sommerurlaub auch zur Wirtschaftslage geäußert. Dabei ging es auch um die Konjunktur. Die laufe nicht sonderlich gut usw. Den heutigen Absturz im Dax ab 11 Uhr ab 12.323 Punkten kann man zeitlich gut in Zusammenhang bringen mit Merkels Aussagen. Thema Sommerloch? Wenn solch ein paar allgemeine Worte schon für -80 Punkte gut sind? Denn so stark fiel der Dax. Hätte sich der Dax heute an die Amerikaner gekoppelt (was ja eigentlich der Standard ist), dann könnte man jetzt vielleicht bei 12.350 Punkten stehen? (reine Vermutung) Aktuell notiert der Dax jedenfalls mit 12.229 Punkten, und geht relativ schlaff ins Wochenende.

Dax vs Dow

Öl und sonstige Ereignisse

Der Ölmarkt wurde diese Woche (vor allem heute und gestern) überflutet mit Gründen für steigende und fallende Kurse. Zuletzt war vor allem der Iran ein Thema (bitte hier genauer nachlesen). Für Bullen wie auch Bären lassen sich Argumente finden. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Montag. Schubweise ging es immer weiter bergab. Man kann eindeutig das Gefühl haben, dass der Markt diese Woche einfach fallen wollte. Trotz einem angeblichen US-Abschuss einer iranischen Drohne zeigt sich der Markt eher fallend. Ein Wahnsinnsmarkt war Öl diese Woche! Wie gesagt, bitte im obigen Link die Details nachlesen.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan kam vorhin fast genau rein wie erwartet. Diese Daten brachten also keine Impulse. Vorausschauend kann man sagen: Die Amerikaner scheinen mit guter Grundstimmung in die kommende MEGA-Woche zu starten. Es hagelt jede Menge extrem wichtiger Daten von deutschen und US-Konzernen. Der Dax scheint mit seiner müden Sommerloch-Stimmung hinterher zu hinken. Man muss auch bedenken: Die negativen Industrie-Daten in Deutschland liegen wie ein Brett im Magen der Börsianer in Frankfurt, während die Konsumgesellschaft auf der anderen Seite des Atlantik weiter ihre Party auf dem brodelnden Vulkan feiert. Übrigens: Bis jetzt haben 15% aller im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften ihre Quartalszahlen gemeldet. Laut FactSet haben 79% davon die (zuvor oftmals gesenkten) Erwartungen übertroffen. Also, kann die Party in den USA nächste Woche weitergehen?

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Short-Einstiege im Dax

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Die aktuelle Lage im Dax und Dow bespreche ich im Video. Die jüngsten Chartverläufe der beiden Indizes sind nicht identisch. Im Dax würde ich heute eher nach Short-Einstiegen suchen. Werfen Sie mit mir auch noch einen Blick auf Gold. Mein heutiger „Trade des Tages“ folgt gleich noch. Wollen Sie ihn und alle folgenden Text-Analysen völlig kostenfrei lesen? Dann melden Sie sich bitte einfach hier an.

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Devisen

Aktuell: Dax und Euro im Fegefeuer von Fed und Merkel

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Da hatten wir doch gerade erst von einem kleinen charttechnischen Durchbruch im Dax berichtet. Und dann das. Nach jetziger Lesart war es nur ein Fake-Ausbruch im Dax von ingesamt nur 23 Punkten auf bis zu 12.338 Punkten. Jetzt tendiert der Dax abwärts. Er fällt auf 12.236 Punkte, und die heutige Stimmung der Aktienhändler ist im Eimer.

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Mal wieder funkt die Fed dazwischen. Erst gestern sorgten Aussagen von NY Fed-Chef Williams (Zinsen senken bei Anzeichen für Konjunktur-Schwäche) dafür, dass der Dollar fiel, und dass fast alles stieg, was gegen den Dollar gehandelt wird. Und jetzt? Vor wenigen Minuten erscheint im WSJ ein Artikel mit einem Interview des St. Louis Fed-Chef Bullard. Er hält für die Fed-Sitzung am 31. Juli eine Zinssenkung von 25 Basispunkten für völlig ausreichend. Mehr sei nicht nötig. Zack. Das bringt den Dollar wieder nach oben, damit den Euro nach unten auf sein Tagestief bei 1,1239.

Aber warum verdammt nochmal fällt dann jetzt der Dax? Der schwache Euro müsste ihn eigentlich eher nach oben pushen? Einerseits soll man im Sommerloch nicht jede Kursschwankung überinterpretieren (wenig Liquidität im Markt vorhanden). Andererseits begann der Dax vorhin genau dann zu fallen, als Aussagen von Angela Merkel bekannt wurden, dass die deutsche Wirtschaft sich gerade in einer schwierigen Phase mit schwachem Wachstum befinde!

Und so kann es doch tatsächlich sein, dass Dax und Euro im Augenblick im Tandem fallen (Chart seit heute Nacht).

Dax und Euro am Fallen

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