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Dax nach dem Crash: Unglaublich – Stimmung immer noch optimistisch!

Markus Fugmann

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am

Nachdem der Dax in weniger als vier Wochen von seinem Allzeithoch um 40% abgestürzt ist, könnte man meinen, dass die Stimmung der Investoren absolut im Keller sei. Aber mitnichten! Wie die aktuelle Umfrage der Deutschen Börse zeigt, sind bei den Profi-Investoren trotz des historischen Crash die Bullen mit 41% das stärkste Lager (wenngleich es in der Vorwoche sogar noch 9% mehr waren!).

Aus unserere Sicht bedeutet das: da sitzen viele institutionelle Investoren noch auf Positionen, die nun ziemlich tief unter Wasser sind! Und bislang wurden diese Verluste eben noch nicht realisiert, sodass nach wie vor der Hoffnungs-Modus aktiviert ist. Solange aber der Hoffnungs-Modus dominiert, ist wohl keine echte Wende für den Dax zu erwarten – denn diese Wende kommt meist erst, wenn die Stimmung so tief im Keller ist, dass sie nicht mehr weiter fallen kann! Derzeit sind nur 30% der Profi-Investoren bärisch – angesichst der Lage ein erstaunlich geringer Wert..

Auch die Privatinvestoren sind überwiegend optimistisch: 48% (!) der Befragten erwarten steigende Kurse (+2% zur Vorwoche), 36% sind im Lager der Bären (unverändert zur Vorwoche). Auch das wohl eher kein Indiz dafür, dass wir das Tief im Dax bereits gesehen haben..

Joachim Goldberg, der „Sentiment-Papst“, sieht das etwas anders:

„Immerhin haben allem Anschein nach die mittelfristig orientierten, institutionellen Investoren, die von uns wöchentlich befragt werden, auf den massiven Kursverfall des DAX reagiert. Denn unser Börse Frankfurt Sentiment-Index ist gegenüber der Vorwoche um 12 Punkte auf einen neuen Stand von +11 Punkte gefallen. Dieser Stimmungsrückgang macht deutlich, dass sich ein Teil der Investoren während der vergangenen Tage offenbar von seinen bullishen Engagements getrennt und damit zumindest zu einer Teilkapitulation beigetragen hat. Von diesen ehemaligen Optimisten hat sich übrigens ein Drittel direkt auf die Bärenseite geschlagen, vermutlich im Zuge der teils nicht unbeträchtlichen Zwischenerholungen seit vergangenem Mittwoch. Interessant in diesem Zusammenhang: Bei dem bearish gestimmten Teil der Akteure gab es trotz des massiven Kurseinbruchs praktisch keine Gewinnmitnahmen oder Auflösung von Absicherungen.“

 

Und Goldberg zu den weiteren Aussichten:

„Insgesamt hat sich der Druck auf den DAX damit etwas verringert. Auch was die Engagements der heimischen institutionellen Akteure angeht, notieren wir zwar immer noch Optimismus und dazugehörende entsprechende Schieflagen. Aber ein Börse Sentiment-Index von +11 Punkte ist in der relativen Betrachtung auf Sicht von drei Monaten unter dem Strich sogar nur noch als „neutral“ zu interpretieren. Und selbst auf Sicht von sechs Monaten ist der Optimismus nur noch relativ gering. Damit ist der DAX zwar längst noch nicht aus dem Schneider, aber der ganz große Druck ist zumindest aus heimischer Sicht mittlerweile wohl aus dem Kessel entwichen.“

Sehen Sie dazu hier auch die Einschätzungen von Goldberg im Video..

Die Bullen im Dax haben derzeit einen leicht beschränkt wirkenden Gesichtsausdruck

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    frank

    19. März 2020 12:03 at 12:03

    Stupid German Money, mehr kann man dazu nicht sagen. Es ist immer das gleiche.

  2. Avatar

    Mike

    19. März 2020 12:35 at 12:35

    alles geht den bach runter, aber die stimmung ist immer noch gut?

  3. Avatar

    pigeon

    19. März 2020 12:46 at 12:46

    Nicht alle der Investoren, auch unter den privaten, sind Anfänger. In den letzten 20 Jahren ist dies nun der dritte Absturz. Jedesmal stand das Ende der Welt bevor: 911, Irakkrieg, Finanzkrise und nun Corona: Keiner wird mehr einkaufen gehen. Wir werden nie mehr verreisen. Wir werden ab heute nur noch online sozial unterwegs sein. Die Welt ist nicht mehr die gleiche, die sie vorher war. Alle Unternehmen werden pleite gehen. Wir ziehen demnächst mit Ochsenkarren durch die Städte.

    Und danach ging die Welt irgendwie doch weiter. Der wesentliche Unterschied war, dass die Zentralbanken die Saat für eine noch größßere Blase gelegt hatten, so dass die Aktienmärkte jedesmal wieder durch die Decke schossen.

    Der wesentliche Unterschied der gegenwärtige Krise zu den anderen ist der, dass das Ende absehbar ist und dass die Politik aus der Vergangenheit gelernt hat. D.h. man wird mit allen Mitteln die Masseninsolvenzen vermeiden.

    Auch wenn vielleicht die gegenwärtige Kurse noch keine wirkliche Kaufgelegenheit sind, weil die Panik sich erst noch durchfressen muss und der folgende Bärenmarkt eine Weile dauern wird, so sehen die Investoren die sich mittelfristig anbahnende seltene Kaufgelegenheit und das nährt den Optimismus. Ich könnte mir vorstellen, dass selbst diese Optimisten noch nicht kaufen, sondern etwas abwarten. Dann aber werden sie zugreifen. Ob diese Vermutung stimmt werden wir an der Vehemenz der in Kürze startenden Bärenmarktrally sehen.

  4. Avatar

    börsenkiller

    19. März 2020 15:02 at 15:02

    Diese Umfragen kann man vergessen, alle die Geldverwalter sind doch immer bullisch, der Commerzbank
    Typ war doch gegen aussen auch nicht bärisch als er seine SuperShorts gepostet hat.
    Diese altgedienten Ratschläge , man soll in der Baisse zukaufen kommen doch von diesen Typen , die ihre Kunden in den MARGIN-Call treiben.Das erinnert mich an die letzte Krise wo eine grosse Firma mit den Kundengeldern voll in die Baisse rasselte, während die Manager mit Kredit der Firma schöne Shortgewinne machten. DAS SYSTEM IST SO KRANK, DASS ES NUR NOCH DURCH EINE KRANKHEIT GESTOPPT WERDEN KANN. CORONA lässt grüssen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Rally – es ist genug für alle da! Videoausblick

Heute der Leitindex S&P 500 wieder auf dem Stand vom 09.11 nach der Pfizer-Meldung – aber die Euphorie ist seitdem noch größer geworden!

Markus Fugmann

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Eigentlich ist ja der Montag für die Aktienmärkte der Tag für besonderen Optimismus (normalerweise Impfstoff-Optimismus) – aber der gestrige Montag konnte nicht liefern, vor allem die zuletzt so massiv gestiegenen Energie-Werte waren unter Druck. Nach den gestrigen eher leichtne Kursverlusten verschiebt man offenkundig den Montags-Optimismus einfach auf den Dienstag – Taktgeber heute sind Asiens starke Aktienmärkte nach guten Zahlen aus China. Auffallend ist: das Angstbarometer VIX steht nun genau dort, wo es vor dem Einbruch durch die Coronakrise war. Und der Leitindex S&P 500 steht jetzt da, wo er im Hoch nach der Pfizer/BioNTech-Meldung vom 09.November stand. Seit dem 09.November ist in diesem Sinne eigentlich nichts mehr passiert, aber die Euphorie ist gigantisch..

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DAX daily: Freundliche Asien-Börsen lassen den Dax wieder steigen

Stefan Jäger

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am

Was ein Hin und Her im Dax – gestern drückten die US-Börsen auf die Laune, in der Nacht ziehen die asiatischen Börsen die Kurse wieder hoch. Bereits im gestrigen Handel ging es wild Hin und Her. Zunächst beflügelten wie jeden Montag die Impfstoff-Hoffnungen den Dax, doch anschließend kam Gegenwind auf. Zum Wochenstart sah es gut aus für den deutschen Leitindex, dieser konnte das erste Mal seit September wieder über die Marke von 13.400 Punkten ansteigen. Mit einem Tageshoch bei 13.445 durfte der Dax sogar am September Hoch schnuppern, danach hat sich das Blatt jedoch gewendet. Auslöser für die Dax-Rally war erneut eine Impfstoff-Meldung, diesmal von Moderna. Der US-Pharmakonzern gab bekannt, dass man als erstes Unternehmen seinen Impfstoff in der EU beantragen will. Damit wurde die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung auch hierzulande weiter angetrieben.

Die US-Börsen haben sich diesmal aber nicht von der Impfstoff-Euphorie anstecken lassen. Während die US-Futures am Montagvormittag bereits Schwäche andeuteten, hat der Dax den Anstieg im Alleingang absolviert. Mit der Eröffnung der US-Börsen ist ihm schließlich die Puste ausgegangen. An der Wall Street setzten nämlich zum Ende eines sehr erfolgreichen Börsenmonats November deutliche Gewinnmitnahmen ein. Dem konnte sich der Dax auch nicht entziehen und gab seine Gewinne vollends wieder ab. Zum Handelsschluss musste der deutsche Leitindex letztendlich einen Verlust von 44 Punkten (-0,33%) verbuchen und schloss bei 13.291 Punkten. Unter dem Strich bleibt ein Kursgewinn von historisch einmaligen 15 % für den November. Für einen Schlusskurs über 13.300 hat es allerdings nicht gereicht. Aber starke Wirtschaftsdaten aus China und gut aufgelegte asiatische Börsen machen es für den Dax möglich das September-Hoch anzupeilen.

News und fundamentale Daten

Nachdem gestern bereits der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie (EMI) aus China für eine positive Überraschung sorgte, konnte auch der heute Morgen veröffentlichte HSBC Einkaufsmanagerindex die Erwartungen übertreffen. Dieser ist mit einem Wert von 54,9 um 1,4 Punkte höher als erwartet ausgefallen (Prognose 53,5; Vormonat 53,6). Von den guten Zahlen konnten auch die Börsen in China und Hongkong profitieren, die allesamt Gewinne verzeichnen. Um 9:55 Uhr folgen dann die deutschen EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe. Zudem erscheinen gleichzeitig die Daten zur Veränderung der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote für den November. Danach geht es mit den  Konjunkturdaten aus der Eurozone weiter. Um 10:00 sehen wir zuerst den EMI der Industrie, anschließend folgt um 11:00 Uhr der Verbraucherpreisindex. Die zahlreichen Daten aus Deutschland und der Eurozone könnten folglich Bewegung in den Dax bringen.

Außerdem werden am Nachmittag Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Den Auftakt machen die EMI-Daten um 15:45 Uhr sowie der ISM Einkaufsmanagerindex um 16:00 Uhr. Zeitgleich findet um 16:00 Uhr die Stellungnahme von Fed-Chef Powell vor dem Kongress statt. Sollte der Fed-Vorsitzende Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik geben, dann dürfte es zu Volatilität an den Märkten kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax im gestrigen nachbörslichen Handel Abgaben zu verzeichnen hatte, konnte er diese während der Asien-Rampe wieder zurückgewinnen. Im frühen Handel notiert der Leitindex nahe der 13.400. Darüber erstreckt sich eine breite Widerstandszone. Zuerst kommt das Nachthoch bei 13.423, danach folgt des gestrige Tageshoch bei 13.445 und zuletzt befindet sich das September-Hoch bei 13.460. Dieses Bollwerk muss der Dax überwinden, um den Anstieg fortzusetzen.  Dadurch würden sich weitere Ziele bei 13.530 und 13.600 ergeben. Mit dem Erreichen der 13.600 hätte der Dax die vorherige Seitwärtsrange nach oben abgearbeitet, dann wäre der Index

Ein Scheitern an dem Bollwerk könnte den Dax wieder unter die 13.300er Marke befördern. Zuvor könnte er aber an dem Unterstützungsbereich bei 13.340/320 Halt finden. Durchbricht der Dax auch diese Zone, dann folgen bei 13.256 und 13.235 weitere Unterstützungen. Ein Unterschreiten der Tiefs würde Abwärtspotenzial bis 13.140 freisetzen. Darunter bietet die Unterkante der vorherigen Range bei 13.020/004 weiteren Halt.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 01.12. - H1-Chart - asiatische Märkte unterstützen

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.551 – Pivot Punkt R2

13.434 – Pivot Punkt R1

13.330 – Pivot Punkt

13.213 – Pivot Punk.t S1

13.108 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.330 – vormals WS

13.235 – Tagestief 25.11.

13.137 – Schlusskurs 20.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

Dax Widerstände (WS):

13.423 – Nachthoch

13.460 – September-Hoch

13.530 – 261,8 % Extension

13.600 – Ausbruchsziel Seitwärtsrange

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Trotz Impfstoff-Hoffnung Verluste – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute trotz neuer Impfstoff-Hoffnungen im Minus – und das an einem Montag, dem Wochentag, an dem eigentlich Gewinne fast garantiert waren in den letzten Wochen. Warum also steigen die Aktienmärkte nicht mehr trotz guter Nachrichten? Dafür gibt es wohl zwei Antworten: die erste ist, dass alle schon drin sind – wer soll also noch kaufen? Und die zweite Antwort dürfte sein, dass Profi-Investoren (Pensionsfonds, Investmentfonds etc.) in Aktien übergewichtet und in Anleihen untergewichtet sind und nun ihre Portfolios adjustieren müssen (siehe den heutigen Videoausblick) – sie treten daher bis Jahresende tendentiell als Verkäufer und nicht als Käufer auf. Trotz guter Saisonalität für die Märkte besteht also weiteres Korrektur-Potential..

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