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Handelskrieg kurz vor Eskalation? Dax, Nasdaq: Jetzt kommt es auf Xi Jinping an – Gold traut der Entspannung nicht

Trump provoziert und beleidigt Xi Jinping. Dax und Nasdaq erholen sich vom Freitag Schock. Wie wird man in Peking reagieren?

Trump hat China Freitag und Samstag mit 100 % Zoll gedroht, weil China bei Seltenen Erden nicht so agiert, wie man es sich in Washington vorstellt. Die Aktienmärkte stürzten darauf hin Freitag Abend ab. Dann gestern Abend ein Posting von Donald Trump, der die Märkte entspannen wollte. Man (die Märkte) solle sich keine Sorgen um China machen, alles werde gut, so Trump. Ein klares Signal für Nasdaq, S&P 500 und Dax: Anleger sollen doch bitte wieder kaufen und den Absturz von Freitag schnell wieder ausbügeln.


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Doch Trump schriebt auch, wohl relativ unbedacht: „Xi hatte nur einen schlechten Moment“. Was harmlos klingt, könnte Chinas Staatschef Xi Jinping als arge Beleidigung betrachten. Der Handelskrieg könnte demnächst eskalieren. Oder doch nicht? Heute früh um 9:12 Uhr deutscher Zeit gab es das morgendliche Pressebriefing des chinesischen Außenministeriums. Dort gab es nur die Aussagen, dass die USA mit China in einen Dialog treten sollten, und dass China seine Rechte und Interessen beschützen werde. Mehr gab es nicht zu hören.

Nun schweben Dax, Nasdaq und Co in einer Art Wartestellung. Wird Xi Jinping sich noch äußern? Wenn ja, kann das die Märkte ganz klar bewegen. Wird er auf Trumps Provokationen anspringen und den Handelskrieg eskalieren, dann wird auch Trump voll „draufhauen“. In diesem Fall könnte man annehmen, dass die Tiefstkurse bei Dax, Nasdaq und S&P 500 von Freitag Abend drastisch unterschritten werden. Oder bleibt eine Antwort von Xi aus, und man tritt in Gespräche ein, und die Aufregung verläuft im Sand? Dann könnte der Rest des Aktiensturzes vom Freitag schnell aufgeholt werden, und Anleger könnten sich wieder der KI-Party widmen.

Der obige Chart jedenfalls ist vielsagend: Am Goldmarkt traut man der aktuellen Ruhe nicht, die vor einer möglichen Antwort von Xi Jinping vorherrscht. Die blaue Linie zeigt den US-Tech-Aktienmarkt (US100 CFD). Wir sehen Freitag Abend den kräftigen Absturz. Danach folgte die Erholung, die bis jetzt gut die Hälfte der Verluste aufgeholt hat. Der Goldpreis aber steigt seit Freitag Abend kontinuierlich an von 3.986 Dollar auf aktuell 4.074 Dollar. Dies ist ein Indikator dafür, dass viele Anleger das große Risiko einer Eskalation zwischen den USA und China sehen, ein mögliches Aufflammen im Handelskrieg, weshalb Anleger Sichere Häfen „aufsuchen“.



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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1 Kommentar

  1. Was ist jetzt die Erwartung, dass China wegen eines Posts irgendwas anders machen wird?

    Nach meinen Beobachtungen agieren die kühl strategisch auf lange, sehr lange Sicht.

    Hin und Her gibt es nur auf der anderen Seite.

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