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Devisen

Dax: Neuer Schub durch Etappen-Sieg von Donald Trump

Keine Frage: die knappe Mehrheit für die Budget Resolution im Senat, die die Vorbedingung ist für die dann später auf der Agenda stehende Steuerreform, war ein Sieg für Donald Trump! Die US-Futures (wie auch der Dollar) zogen massiv an, auch wenn es noch ein weiter Weg ist bis zu dieser Steuerreform. Kommt heute schon die Entscheidung, wer neuer Fed-Chef wird?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Keine Frage: die knappe Mehrheit für die Budget Resolution im Senat, die die Vorbedingung ist für die dann später auf der Agenda stehende Steuerreform, war ein Sieg für Donald Trump! Die US-Futures (wie auch der Dollar) zogen massiv an, auch wenn es noch ein weiter Weg ist bis zu dieser Steuerreform: nun muß eine Einigung erfolgen zwischen der Budget Resolution des Senats und des Abgeordnetenhauses – und die Mehrheitsverhältnisse sind zwar im Abgeordnetenhaus deutlicher zugunsten der Republikaner verteilt, aber dort will man ein Budget, das die Schulden der USA nicht erhöht (anders als es der Entwurf des Senats vorsieht). Erst wenn es dann diese Einigung zwischen Senat und Abgeordnetenhaus gegeben hat, beginnt der eigentliche Gesetzgebungs-Prozeß für die Steuerreform!

Da gib es noch eine Menge Fallstricke – heute Nacht hat nur der Republikaner Rand Paul gegen die Budget Resolution gestimmt (und geschlossen alle Demokraten). Andere Wackel-Kandidaten wie John McCain stimmten zu (McCain deshalb, weil dadurch der Weg frei werden kann für höhere Ausgaben für das Militär). Es braucht im Senat aber nur zwei Gegenstimmen der Republikaner bei der dann wohl im Dezember zur Abstimmung kommenden Steuerreform-Gesetzgebung, um Trumps Lieblings-Projekt zu kippen!


Der Sitz des Kongresses in Washington
Von Jim – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1050996

Man bewegt sich also nach wie vor auf ziemlich dünnem Eis – aber das ficht die Märkte vorerst nicht an. Man feiert die Feste wie sie fallen, der X-Dax startet mit einem Aufwärts-Gap:

Nun ist es also nur noch ein Katzen-Sprung bis zum Allzeithoch bei 13096 Punkten! Wird die Euphorie über den US-Senat die Märkte durch den Tag tragen? Gut möglich, und damit wäre den Bullen ein satter Konter gelungen, nachdem sie sich gestern die Hörner blutig gestoßen hatten!

Eine Sache aber gibt es, die die Euphorie schnell wieder in Ernüchterung umschlagen lassen würde: wir stehen wohl unmittelbar vor der Bekanntgabe, wer neuer Fed-Chef werden wird (dass Yellen es bleibt, ist sehr unwahrscheinlich) – vielleicht passiert das schon heute. Nach Insider-Berichten gehen die Märkte davon aus, dass der eher unauffällige Jerome Powell den Job bekommt – aber da gibt es noch ein großes „aber“. Und dieses „aber“ ist die Mentalität Donald Trumps, der bekanntlich eher ein Bauch- und Instinkt-Mensch ist als ein Rationalist! Trump aber hatte sich „beeindruckt“ gezeigt von John Taylor, während ihn der konturlose Jerome Powell eher gelngweilt haben dürfte.

Sollte Trump aber John Taylor wählen, wäre das ein Schock für die Märkte: denn nach der von Taylor entwickelten Taylor Regel müsste der Leitzins in den USA über 4% stehen derzeit – Taylor wäre also eine extrem hawkishe Wahl, die den Dollar explodieren lassen würde. An der Wall Street aber -also bei den Freunden des ultrabilligen Geldes – dürfte eine solche Wahl eher für Entsetzen sorgen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Ex-Bänker

    20. Oktober 2017 09:24 at 09:24

    Jetzt ist der erste Schritt für mehr Schulden der USA gemacht, natürlich ist das positiv für die Börsen,
    bei Argentinein,Griechenland u.s.w. war das ja auch nachhaltig gut.

  2. Avatar

    Gixxer

    20. Oktober 2017 13:14 at 13:14

    Und wenn Trump noch so ein Instinktmensch ist, so wird er sich doch hier sicher nicht für John Taylor entscheiden. Bei 4% Zinsen fliegt ihm nämlich alles um die Ohren und auch das weiß er. So dumm, kann er nicht sein.
    Sollte also die Wahl von Powell bekannt gegeben werden, kann es den nächsten Schub für den Dow geben.

    • Avatar

      PK

      20. Oktober 2017 13:21 at 13:21

      Powell gibt halt einen kurzen Spike nach oben, ist ja schon weitestgehen eingepreist.
      Sell the news würde ich sagen.

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

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Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

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Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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