Devisen

Dax: nicht mehr so leicht

FMW-Redaktion

Es dürfte heute nicht mehr so leicht werden für den Dax wie in den beiden Vortagen. Triebfeder der Erholung sind und waren die US-Märkte, während der Dax gestern bereits sichtbar mit angezogeneer Handbremse agierte. In Asien bröckelten die anfänglichen Gewinne mehr und mehr ab:

Shanghai Composite -0,12%
CSI300 +0,06%
ChiNext +0,58%
Nikkei +0,33%

Im Fokus heute der gestern spät Abends veröffentlichte Streßtest der Fed – bei dem die Deutsche Bank durchgefallen ist. Dazu noch die Einschätzung des IWF, wonach die Deutschen Bank das größte Risiko für das derzeitige Finanzsystem darstellt. All das dürdte die Stimmuing wieder eintrüben – allerdings dürften heute die US-Banken gut laufen, die fast durchgängig gestern Abend nach Bestehen des Streßtests Aktienrückkauf-Programme angekündigt hatten (was dann nachbörslich die US-Futures stark nach oben gezogen hatte).

Aber die Euphorie über die US-Banken droht mehr und mehr zu verpuffen. Schon gestern der Dax mit einer relativ geringen Handelsspanne, also scheint die Dynamik nach oben während dieser technischen Gegenreaktion auf den Brexit-Abverkauf nachzulassen. Und damit steigt das Risiko für Rückschläge wieder an.

Dax300616

Heute kein Aufwärtsgap, wir sind nun in einer Range zwischen 9435 auf der Untereseite, und 9720/9750 auf der Oberseite. In diesem Bereich ist der Dax als neutral einzustufen, während ein Bruch nach oben bullisch, nach unten bärisch wäre.

Übergeordnet hat sich nichts geändert: im längeren Zeitfenster ist der Dax angeschlagen, die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Tiefs nach dem Brexit-Abverkauf noch einmal unterbieten werden, ist hoch:

Dax3006162



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1 Kommentar

  1. Vielleicht spielt noch eine Rolle, dass heute auch Quartals- und Halbjahresende ist. Etwas Window-Dressing soll ja da schon mal stattfinden.
    Ich finde auch interessant, dass der S&P 500 nicht mehr weit von den Allzeithochs entfernt ist. Wenn er es auch diesmal nicht packt, nachhaltig auszubrechen, dann hat das auch Folgen für den DAX, der ja in den letzten Wochen ohnehin schon vergleichsweise schlecht performt hat.

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