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Dax: Nützt ja nix..

Die Euphorie, die „complacency“ (Selbsgefälligkeit, Sorglosigkeit) ist derzeit so hoch, dass selbst Kommentatoren des nicht gerade bärisch eingestellten US-Finanzsenders CNBC warnen, dass die Dinge zu heiß laufen derzeit. Viele glauben, man könne eigentlich nichts falsch machen, das Geld liege doch auf der Strasse etc.

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat gestern nicht gerade geglänzt, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Die US-Indizes wieder einmal stark, der S&P500 mit dem 44.Tag mit neuem Allzeithoch, besonders stark der Nasdaq mit der besten Performance der FANG-Aktien seit Juli, der VIX mit neuem Allzeittief beim Schlusskurs. Die ohnehin gute Stimmung wurde durch die Verabschiedung einer Budget-Resolution durch das US-Abgeordnetenhaus befeuert, die die erste von vielen Hürden ist zur Umsetzung der Trumpschen Steuerpläne.

Die Euphorie, die „complacency“ (Selbsgefälligkeit, Sorglosigkeit) ist derzeit so hoch, dass selbst Kommentatoren des nicht gerade bärisch eingestellten US-Finanzsenders CNBC warnen, dass die Dinge zu heiß laufen derzeit. Viele glauben, man könne eigentlich nichts falsch machen, das Geld liege doch auf der Strasse etc.

Die Super-Bullen bemühen immer wieder die Notenbanken als Garanten weiterer Anstiege – dabei zeigt ein Blick auf die Bilanzen der großen Notenbanken, dass deren Bilanzsumme immer langsamer wächst und bald sogar rückläufig werden wird. Das heißt: man argumentiert mit der Entwicklung der Vergangenheit, die praktisch jetzt schon am Ende ist, und schreibt diese Vergangenheit in die Zukunft fort!

Warum aber war der Dax gestern so träge angesichts der Rekordjagd der Wall Street? Ein Argument könnte sein: dem Dax bzw. den deutschen Unternehmen, die in dem Index enthalten sind, nützen mögliche Senkungen der US-Unternehmenssteuern nichts, sie würden vielmehr die Wettbewerbslage der US-Konzerne auf Kosten deutscher Unternehmen verbessern, weil die US-Unternehmen weniger Kosten hätten, also billiger produzieren könnten.

Oder ist es schlicht so, dass auf dem gegenwärtigen Niveau und nach einem Kursanstieg von über 1100 Punkten beim Dax in nicht einmal eineinhalb Monaten irgendwann die Käufer ausgehen?

Wie auch immer: der X-Dax bleibt auch heute zum Handelsstart eher in Deckung und bewegt sich kaum im Vergleich zum Vortagesschluss:

Auf der Oberseite naturgemäß keine Widerstände mehr in bisher unbekannten Chart-Gefilden, unten als erste Unterstützung das Gap im Bereich 12845 Punkten.

Heute die US-Arbeitsmarktdaten als die große Unbekannte, die Prognosen liegen so weit auseinander wie noch nie (zwischen -49.000 und über +200.000), wegen des kaum zu kalkulierenden Einflusses von Harvey und Irma. Man darf gespannt sein, wie die Märkte auf die Daten reagieren..

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