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Dax: Nur noch mit rosaroter Brille?

Ist nach der Yellen-Rede nun alles bullisch beim Dax? Kann sein, muß aber nicht sein – der heutige Handelsverlauf wird Auskunft geben, wie es wirklich um die innere Verfassung des Dax bestellt ist..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ist nach der Yellen-Rede nun alles bullisch beim Dax? Kann sein, muß aber nicht sein – der heutige Handelsverlauf wird Auskunft geben, wie es wirklich um die innere Verfassung des Dax bestellt ist, sagt „die Stimme“:

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Jochen Stanzl mit einer Analyse der Yellen-Aussagen und den charttechnischen Konsequenzen für den Dax:

Die Wall Street – in Gestalt von Peter Tuchman – euphorisch und meint: „keiner will verkaufen“, weil „free Money“ nach wie vor die Märkte flute:

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    walter

    13. Juli 2017 10:55 at 10:55

    Super…5% Leitzinserhoehung??
    Shoenen Gruss,vom Herrn Herbert Hoover!
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil(fuer viele hier, ist H.Hoover nicht bekannt..)
    http://www.goldseiten.de/artikel/338591–START-noch-diesen-Sommer~-Wie-Sie-dem-finanziellen-Hurrikan-entkommen.html
    Komm Yelen,noch bis ende 2018 auf 5%.

  2. Avatar

    walter

    13. Juli 2017 11:03 at 11:03

    Hier ein Auszug:
    Im Dezember 2015 startete die Fed mit der Rückabwicklung ihrer beispiellosen Manipulation von Dollar, Aktien, Anleihen und einem breiten Spektrum von Asset-Klassen. Zuletzt erhöhte die Fed im Juni 2017 zum vierten Mal die Zinsen um 0,25 Prozent.

    Öffentlich vertritt die Fed die Ansicht, dass die US-Wirtschaft stark genug wäre, um eine Anhebung der Zinsen in kleinen Schritten gut zu verkraften. Doch genau das dachte die Fed auch in 1937 – dem letzten Mal, als die Zinsen für einen längeren Zeitraum nahe Null gehalten wurden, ehe die abrupte Anhebung folgte. Wie sich damals zeigte, waren die Nachwirkungen alles andere als harmlos. Höhere Zinsen mobilisierten die Hinterkante des Hurrikans und die Große Depression lebte für vier weitere Jahre auf.

    Werde mich mal um ein „Baggage-Invest“umsehen,denn die Koffertraeger werden sich mehren!

    • Avatar

      walter

      13. Juli 2017 11:35 at 11:35

      Ohhh @Walter Schmid,
      hatte gerade bemerkt,dass ich die Quelle nicht benannt habe,,aber ich habe sie leider wieder vergessen..,schlimm fuer ihre Augen?
      Ich werde mich bessern,aber NUR,wenn das „Zauberwort“aus ihrer Feder kommt!
      Danke

  3. Avatar

    Altbär

    13. Juli 2017 13:02 at 13:02

    @Walter, Super Info von 10″55 , ALLE DIE MEINEN ES KÖNNE MIT GELDDRUCKEN WEITERGEHEN U.ES HÄTTE KEINE KONSEQUNZEN SOLLTEN DEN ARTIKEL VON GOLDSEITEN DE MAL ÜBERDENKEN !

    • Avatar

      walter

      13. Juli 2017 13:11 at 13:11

      @Altbaer,
      Danke!
      Aber leider sind die ALTEN nicht mehr am Leben,die das Szenario durchmachen mussten!
      Aber meine Oma(1911),hat mir in den 70er Jahren diese Geschichte erzaehlt und seit Jahren gibts nur Gold in meinen Tresor.
      Ich werde den Niedergang der EU bestimmt erleben…

  4. Avatar

    Altbär

    13. Juli 2017 14:10 at 14:10

    @Walter,man muss die Zeit nicht unbedingt erlebt haben um daraus zu lernen, es gibt 3 Varianten um etwas zu lernen
    1.Mit Lesen, überliefern.
    2.Aus Erfahrung von andern.
    3.Eigene Erfahrung,die ist meistens teuer weil man Geld verliert,anderseits bleibt die meistens imGedächtnis haften.Im Moment habe ich allerdings das Gefühl dass sich sehr viele Naive auf den Kasino-Finanzmärkten herumtollen die alle früheren Regeln ausser Betrieb sehen , die kann man dann später in die Kategorie 3 einteilen.In dieser Beziehung ist der Mensch das dümmste Geschöpf weil er nie etwas lernt.In der Tierwelt gibt es x Beispiele wo Tiere wegen gewissen Umständen ihr Verhalten anpassen.Mein Hund hat einmal an der Tür den Kopf angeschlagen, seither weicht er immer zurück beim öffnen der Türe. Daraus schliesse ich ,wenn die Notenbänker “ Hunde “ wären, dann hätten sie das QE schon lange aufgegeben.

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Ich melde mich im folgenden Video mit einem kurzen Überblick zur aktuellen Marktlage. Denken Sie an den heute verkürzten Handelstag in den USA!

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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