Folgen Sie uns

Indizes

Dax: Ohne Aufpasser- und ein fragwürdiger Rückenwind aus Italien

Haben die Finanzmärkte nun eine Sorge weniger, nachdem alles darauf hindeutet, dass die Koalition zwischen Lega und Cinque Stelle in Italien nicht zustande kommt?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Haben die Finanzmärkte nun eine Sorge weniger, nachdem alles darauf hindeutet, dass die Koalition zwischen Lega und Cinque Stelle in Italien nicht zustande kommt? Kurzfristig vielleicht – aber man erkauft sich nur ein bißchen Zeit. Faktisch hat in Italien Präsident Mattarella entgegen des Votums bei den Wahlen eine Regierung verhindert, die für die Eurozone ein großes Problem geworden wäre, nun soll eine Übergangsregierung das Land führen. Ob diese Übergangsregierung überhaupt zustande kommt, ist noch völlig offen – faktisch aber dürften bei den Neuwahlen, falls es dazu kommt, diejenigen Auftrieb bekommen, die man jetzt noch einmal von der Macht abgehalten hat!

Es ist also nur ein Sieg auf Zeit, die große Katastrophe ist erst einmal verhindert worden, sie ist aber nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Italien bleibt die große Gefahr für die Eurozone in ihrer bisherigen Form, weil dort nun jene Kräfte stäkrer werden, die in Brüssel und Berlin die Urheber ihrer Probleme sehen, und man kann davon ausgehen, dass es eben Brüssel und Berlin waren, die Druck ausgeübt haben, dass diese neue Regierung nicht mit radikalen Vertretern wie Paolo Salvini antreten kann.

Die Märkte ragieren dessen ungeachtet mit Erleichterung, wie man am besten im Vergleich zwischen der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe (schwarz) sowie der 10-jährigen italienischen Anleihe (orange) sehen kann: die Renditedifferenz, die in der letzten Woche durch die Decke geschossen war, hat sich deutlich reduziert:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Auch der Euro nun höher als zuvor, weil die Wahrscheinlichkeit gesunken ist, dass die Notenbank ihre ultralaxe Geldpolitik allein schon wegen Italien fortsetzen würde. Die Aktienmärkte hingegen, die das Geschehen in Italien ohnehin weitgehend ignoriert hatten, reagieren zwar mit Erleichterung, aber die Bewegungen sind im Verhältnis deutlich kleiner als an den Anleihemärkten.

Der Dax, heute alleine gelassen, kommt mit einem eher undramatischen Aufwärts-Gap in den Handel:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Das erneute Anlaufen der Zone 13015 Punkte, die in der letzten Woche den weiteren Anstieg des Dax noch verhindert hat und im Gefolge dieses Scheiterns den Index sogar knapp unter die 12800er-Marke geschickt hatte, ist durchaus wahrscheinlich. Reicht es für mehr? Das ist an derart umsatzschwachen Tagen wie heute aufgrund des US-Feiertags schwer zu prognostizieren.

Was man jedoch mit einer guten Wahrscheinlichkeit prognostizieren kann, ist, dass der Dax vielleicht bis ca. 11Uhr oder 12Uhr noch Anzeichen von Bewegung zeigt, bevor er dann angesichts der eher südländischen Temperaturen sich zu einer Siesta begeben und vor morgen früh nicht mehr aufwachen wird..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

weiterlesen

Indizes

Dax noch mit Aufwärtspotenzial bis Jahresende? Tradingideen bei Apple und Euro

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Der Dax hat 15 Prozent zugelegt im November. Ein historisch guter Monat war es auch für den Dow Jones. Darüber und ob noch Platz nach oben ist, spricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. An den bisherigen Kursgewinnen der letzten Zeit solle man sich als Anleger erfreuen. Man könne jetzt die Füße Stil halten, und dann ab Januar ins neue Jahr starten.

Die Experten der trading house Börsenakademie empfehlen die Aktien von Apple zu kaufen. Derzeit könne man per Market-Order direkt in den Markt einsteigen. Bei Euro gegen US-Dollar könne man ebenfalls market kaufen. Die beiden Ideen werden im Video konkret begründet.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage