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Dax – Profis extrem pessimistisch!

Redaktion

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Der Dax hat nach vorherigem Anstieg bis knapp unter die 12500er-Marke in den letzten Tagen Federn lassen müssen! Noch ist nicht viel nach unten passiert, aber die Verunsicherung gerade im Umfeld der innenpolitischen Ereignisse in den USA ist greifbar. Gestern konnte der Dax zwar wieder zulegen nach Veröffentlichung des Transskripts des Telefonats von Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Selensky – aber die „Kuh ist noch nicht vom Eis“ in Sachen Impeachment-Verfahren gegen den US-Präsidenten.

Risikofaktoren für den Dax, für die Aktienmärkte insgesamt gibt es ja derzeit reichlich: neben den Ereignissen um Trump die völlig unklare Lage in Sachen Brexit, die schlechten Konjunkturdaten vor allem aus Deutschland (und China!), die unklare Lage im Nahen Osten etc. All das scheint vor allem den Profi-Investoren im Dax schwer auf das Gemüt geschlagen zu haben – sichtbar in der Umfrage der Deutschen Börse zum Dax-Sentiment. Demnach sind nur noch 26% der befragten Profi-Investoren bullisch für den Dax (-12% zur Vorwoche), während die Bären mit 54% (+15% zur Vorwoche) die absolute Mehrheit stellen.

Dazu kommentiert Joachim Goldberg:

„Die Reaktion der von uns allwöchentlich befragten mittelfristig orientierten Investoren war auf jeden Fall eindeutig. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist richtiggehend in den Keller gerutscht und hat um 27 Punkte auf einen Stand von -28 nachgegeben – einen derartigen Pessimismus hat es seit fast zehn Jahren, seit dem 28. April 2010, nicht mehr gegeben. Nun dürften zu diesem drastischen Stimmungswechsel nicht nur fundamentale und politische Umstände beigetragen haben. Vielmehr könnten durch den Aufschwung des DAX bis auf rund 12.490 Zähler in der vergangenen Woche unter den neuen Pessimisten auch Teilnehmer zu finden sein, für deren Verkäufe markttechnische Faktoren (etwa ein sogenanntes Doppeltop in den USA) ausschlaggebend waren. Dafür spricht auch, dass sich fast alle der gut 30 Prozent ausmachenden, ehemaligen Optimisten direkt auf die Bärenseite geschlagen haben.“

Postiver eingestellt für die zukünftige Entwicklung des Dax sind dagegen die befragten Privatinvestoren: 37% sind bullisch (-3% zur Vorwoche), 40% (+1% zur Vorwoche) weilen im Lager der Bären.

Was bedeutet das nun für den Dax? Joachim Goldberg sieht die negative Stimmung der Profi-Investoren eher als Kontraindikator:

„Die heutige Stimmungserhebung lässt jedenfalls vermuten, dass in erster Linie die institutionellen Investoren den vor allem in der Vorwoche noch stabilen DAX zu einem größeren Ausverkauf genutzt haben könnten, wie man ihn in dieser dramatischen Ausprägung und zu so großen Teilen hausgemacht normalerweise eher selten vorfindet. Zumindest fand ein solcher Stimmungsumschwung vom Positiven ins Negative in höherer Größenordnung zuletzt Anfang Mai 2018 statt. Langjährige Leser unserer Stimmungserhebungen dürften es jedoch bereits erahnen: Die Stimmung beim DAX ist wieder einmal schlechter als dessen Lage. Zumindest ist auf niedrigerem Niveau (vermutlich vor allem zwischen 11.900 und 11.950 Zählern) mit Nachfrage der heute ermittelten Pessimisten zu rechnen, die in diesem Fall recht ordentliche Gewinne einfahren dürften. Interessant wird es aber nunmehr auch, falls das Börsenbarometer schnell und unvermittelt wieder über 12.400 ziehen sollte: Denn spätestens dann wäre deutlich, dass auch das technische Szenario einer Doppelspitze (vgl. oben) wie so häufig in der Vergangenheit wahrscheinlich erneut nicht aufgehen würde. Zumindest würden die damit einhergehenden Stopp-Loss-Käufe heutiger Bären für eine veritable Short-squeeze sorgen.“

 

Bei den Profi-Investoren dominieren derzeit die Bären in Sachen Dax

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    susiklatt

    26. September 2019 14:57 at 14:57

    ..und wer kauft den DAX dann hoch?
    Sind doch angeblich die Profis die den Markt bewegen.
    die kleinen Retailer haben doch nicht die Finanzen um solch
    markt bewegende Einflüsse durchführen zu können.

    Wer also sind die Player?

  2. Avatar

    Marko

    26. September 2019 15:46 at 15:46

    Die aktuelle Lage ist seit dem April 2015 unverändert, Donald Doof hin oder her, Brexit ebenso.. ?

    welchen Grund gäbe es für die „großen Player“ den Dax zu verkaufen, die 2 „Witzfiguren“ da ? :D

  3. Avatar

    Marko

    26. September 2019 15:50 at 15:50

    Und ixh nenne bewußt den DAX, wegen den Amis, die übertzrieben haben, siehe Zinssenkungen durch die FED.

    Und wenn mir einer erzählen will, dass der DAX „total europäisch“ sei… :D

    na, dem kann ich auch nicht helfen… Mein Beileid… ;)

  4. Avatar

    Marko

    26. September 2019 15:56 at 15:56

    Und was doch Sonnenklar sein sollte, ein ultimativer, harter Brexit…
    Wer´s glaubt… Dazu schon wieder „mein Beileid“, das ist ein Desaster für die Briten, die ganze Brexit-Wahl… Der ganze Klim-Bim um 2015 herum, da hat man ich durch die Merckelsche Politik in die Irre leiten lassen, bzw. man hatte wohl folgendes : Angst.

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Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

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Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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