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Dax-Prognosen 2019 – wieder einmal eine Art Kontraindikation? Ein paar Gründe, warum Vorhersagen so oft scheitern!

Die Dax-Propheten rechneten vom Dax-Endstand 2017 von 12917 gut 7% drauf, also so etwas wie eine durchschnittliche Jahresperformance des Leitindex..

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Eine Kolumne von Wolfgang Müller

Ich freue mich schon auf die Prognosteritis für 2019, den großen Vorhersagen von Banken und Analysehäusern zum Stand von Indizes, Zinsen und Währungen etc. zum Ende des kommenden Jahres.

Einem jährlichen Ritual, welches schon durch das Prinzip der Reflexivität an der Börse zum Scheitern verurteilt ist. Einem Preisfindungssystem, welches sich durch Rückkopplung ändert. Wie lautete die gemittelte Prognose von Banken und Analysten für den Dax-Endstand 2018? 14008 Punkte – knapp daneben, wie in den meisten Jahren zuvor. Deshalb ist eine größere Einigkeit für mich immer ein guter (Kontra-)Indikator zur Entwicklung an den Märkten.

Die Dax-Propheten rechneten vom Dax-Endstand 2017 von 12917 gut 7% drauf, also so etwas wie eine durchschnittliche Jahresperformance des Leitindex. (Im Übrigen hatte Silvester 2016 die durchschnittliche Bankenprognose für 2017 bei 11629 gelegen.)

Damit war man ein bisschen auf der sicheren Seite. Man orientierte sich an den Kollegen, so dass man sich bei einer Fehlprognose in illustrer Gesellschaft befindet und man lag auch mathematisch in günstigem Territorium – „reversion to the mean “ eben. Damit wird man dem komplexen selbstreferentiellen Gebilde eines Börsenindex auf Sicht eines Jahres natürlich nicht gerecht.

Dazu noch ein anderer Aspekt. Wenn sich die Chefvolkswirte von Großinstituten in der Bewertung von Zinsen und Konjunktur zu nahe sind, kann man davon ausgehen, dass mit ziemlicher Sicherheit ihre Firmen als Kapitalanleger eben in dieser Projektion investiert sind.

Dann bedarf es nur kleiner abweichender Ereignisse, um eine Lawine an Umschichtungen auszulösen. Im Prinzip eine weitere Form der Weisheit: „Die Mehrheit bekommt selten recht.“

Deshalb freue ich mich schon auf die zahlreichen Jahresprognosen für 2019, um daraus meine (oppositionellen) Schlussfolgerungen zu ziehen. Gemäß dem guten, wenngleich schon abgedroschenen Spruch von Karl Valentin oder von Mark Twain: „Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen.“


Foto: Deutsche Börse AG

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