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Indizes

Dax Pullback nach oben – eine doppelte Falle für die Bullen?

Claudio Kummerfeld

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am

Der Dax ist heute früh von 12.700 Punkten zügig um mehr als 300 Punkte in den Keller gerauscht. Dann folgte ab 10 Uhr der tolle Anstieg um gut 400 Punkte. Aktuell notiert der Dax bei 12.827 Punkten, und kann somit seine sensationelle Intraday-Erholung halten und sogar noch leicht ausbauen. Derzeit zumindest! Offiziell ist die Dax-Kasse heute inzwischen sogar mit 36 Punkte im Plus gegenüber dem Vortag. Wie gesagt – intraday haben wir eine richtig kräftige Erholung gesehen! War es das schon mit dem großen Absturz, der Montag früh begann aufgrund der Coronavirus-Panik, die über das Wochenende die Börsen erfasste?

Technische Reaktion im Dax

Nun, zum einen sollten wir uns den folgenden Chart anschauen. Er zeigt den Dax auf CFD-Basis seit dem 13. Februar. Die Erholung ganz am Ende des Charts sieht in diesem etwas größeren Bild schon gar nicht mehr so groß aus. Man darf annehmen, dass der Dax nach einem brutalen Absturz von insgesamt 1.180 Punkten in etwas mehr als zwei Handelstagen einfach überverkauft war. Eine technische Reaktion nach oben war überfällig. Ein Beweis für einen richtigen Dreh nach oben ist dieser aktuelle Anstieg noch nicht. Auch wir wissen nicht wie der Dax nun weiter läuft. Aber blinder Optimismus wäre wohl unangebracht.

Olaf Scholz und der Stimulus

Und als zweiten Grund für den kräftigen Anstieg in Aktien und einem kleinen Anstieg bei den Renditen von Staatsanleihen seit heute Mittag sehen einige Portale (siehe hier und hier), dass vorhin bekannt wurde, dass Olaf Scholz in einigen Tagen wohl einen Plan offiziell bekanntgeben will, dass die Schwarze Null vorübergehend ausgesetzt werden soll. Das haben sicherlich einige Marktteilnehmer und ALGOS (Computerprogramme) als Kaufsignal interpretiert nach dem Motto „die Deutschen stimulieren im Kampf gegen das Coronavirus“. Dabei geht es Olaf Scholz gar nicht darum. Seit einiger Zeit schwebt seine Idee schon durch Berlin, völlig überschuldete Kommunen mit Geldern aus dem Bundeshaushalt einmalig zu entschulden, damit diese wieder in die Lage versetzt werden in Schulen, Straßen etc zu investieren.

Wäre diese Idee von Olaf Scholz eine Maßnahme für einen kurzfristigen Konjunktur-Stimulus gegen das Coronavirus, dann hätte der Bund selbst per sofort Investitionen auf Pump angekündigt. Aber Kommunen Schulden erlassen zu wollen, damit die wiederum Schulen sanieren… der konjunkturelle Effekt wäre wohl in zwei, drei, vier Jahren spürbar gewesen, und dann auch nur minimal? Also, es kann durchaus sein, dass einige Trader am Markt seit 13 Uhr positiv überreagiert haben, weil sie glauben, dass die sparsamen Deutschen nun erkannt hätten, dass auch sie mit Geld auf Pump gegen das Coronavirus ankämpfen müssen. Aber Pustekuchen. Auch der heute veröffentlichte Helikoptergeld-Stimulus in Hongkong ist nur eine kleine einmalige Geld-Schenkung an die Bürger. Ob das den großen Stimulus gegen den drohenden wirtschaftlichen Einbruch bringt? Na ja… aber den Börsen scheint es zumindest in diesem Augenblick als Begründung für eine Erholung zu genügen.

Also, kann es sein, dass Indizes wie Dax und Dow nach der technischen Erholung der letzten Stunden demnächst wieder gen Süden schwenken? Gut möglich, aber natürlich nicht sicher! Finden Sie zu dem Thema auch einen interessanten Artikel vom „Bullennörgler“ von heute Vormittag.

Dax-Verlauf seit dem 13. Februar

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Skeptiker

    26. Februar 2020 16:18 at 16:18

    Soll das eine Erklärung für einen technischen „bounce back“ sein? Ein ziemlicher Käse und der ständige Hinweis auf die Algos. Das stecken Menschen dahinter, die diese Programme erst implementieren müssen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Montags-Rally – und Karl Kraus! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute zunächst stark. Warum? Vermutlich weil heute Montag ist: der Nasdaq hat knapp zwei Drittel seiner Gewinne seit Jahresbeginn am Montag erzielt, die Montage waren in 76% der Fälle positiv. Im Vorergrund standen wieder einmal – in Ermangelung von Impfstoff-Nachrichten – die Stimulus-Hoffnungen, die jedoch ziemlich vage sind. Wohl bis morgen muß ein Deal zwischen den US-Republikanern und den US-Demokraten zustande kommen. Passiert das doch nicht, droht ein zumindest temporärer Rücksetzer für die Aktienmärkte. Der österreichische Schrifsteller und Satiriker Karl Kraus hat einmal formuliert: „Der Sex hält nie das, was die Onanie verspricht“. Das gilt wohl auch für die Stimulus-Hoffnungen der Märkte, daher nach einem starken Beginn schnell Ernüchterung..

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Indizes

Wall Street vor US-Wahlen: Was machen die Aktienmärkte?

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Durch den Anstieg bis über den Widerstand bei 3.494 Punkten (0.76-Retracement) konnte der marktbreiteste Index der Wall Street, der S&P 500, die jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Die an den letzten Tagen angelaufene Korrektur verfügt noch nicht über die in Erwartung gestellte Ausdehnung. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenngleich eine Dramatisierung der Ausgangslage nicht zu erwarten ist. Die jüngsten Bewegungen stellen die erste Phase einer größeren Bodenbildungsphase dar. Im Chart habe ich diese Option lediglich angedeutet.

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Ausblick für den S&P 500, den Leitindex S&P 500:

Hervorgerufen durch das mehrfache Überschreiten des 0.76-Retracements (3.494 Punkte) konnte der S&P 500 die erste Unterwelle (i) der übergeordneten Welle (C; nicht dargestellt) ausbilden. Der regelkonforme Abschluss dieser Welle ist noch ausstehend, denn erst durch eine Korrektur (ii), wie diese im Chart dargestellt ist, würde dieser Schritt begangen. Resultierend daraus ist für die sich anschließenden Tage von einem schwächelnden Chartverlauf der Wall Street insgesamt auszugehen. Mit dem Anlauf an das 0.76-Retracement (3.286 Punkte) habe ich im Chart das maximale Ausmaß dieser Korrektur dargestellt.

Der Leitindex der Wall Street, der S&P 500

Aller Voraussicht nach wird sich der Trendverlauf bei Weitem nicht so massiv einstellen. Im Umkehrschluss sollte ein Bruch dieser Supportline vermieden werden, um das beschriebene Szenario nicht in Erklärungsnöte zu versetzen. Das endgültige Aus, für den seit Monaten laufenden Aufwärtstrend, würde indes erste ein eventueller Bruch des 1.62-Retracements (3.178 Punkte) in die Wege leiten.

Fazit:

Die momentane Verfassung präsentiert sich vielleicht etwas schlechter, als es gerechtfertigt wäre. Ein erneutes Signal ist noch nicht in Sichtweite..

Dow Jones, der älteste Index der Wall Street:

Der dienstälteste Aktienindex der Wall Street, ja sogar der Welt konnte mit der Performance, welche sich an den zurückliegenden beiden Wochen eingestellt hat, die jüngste Prognose hinreichend genau nachvollziehen. Dadurch bestärkt, habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen und lediglich der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, Anpassungen vorgenommen. Dennoch sollte der Index mit Argusaugen betrachtet werden, denn die aktuelle Konstellation deutet nicht darauf hin, dass eine neue weittragende Rallye unmittelbar bevorsteht. Die Charts zeigen das.

Ausblick für den Dow Jones:

Der Schlusskurs des Dow Jones über 28.547 Punkte (0.76-Retracement) verleiht dem aktuellen Geschehen einen positiven Ausblick, sodass die Titulierung mit Welle (1) durchaus zu rechtfertigen ist. Die aktuell laufende Korrektur dient demzufolge der Ausbildung der ultimativen Welle (2). Mit dem 0.76-Retracement (27.089 Punkte) liegt die maximale Grenzlinie für Welle (2) in überbrückbarer Entfernung, wenngleich eine „2“ diese Linie nur relativ selten anläuft. Die Performance der folgenden Tage wird sich daher im Zeichen der Korrektur darstellen.

Der Dow Jones, der älteste Index der Wall Street

Eine stärkere Ausbildung der Korrektur, hin zu einer regelverletzenden Bewegung, ist dennoch nicht zu erwarten. Nach Abschluss von Welle (2) wird sich der Dow Jones wie auch die anderen Indizes der Wall Street wieder emporschrauben können und aller Voraussicht nach zu einem neuen Allzeithoch führen. Der Startschuss für diese Rally fällt mit einem erneuten Überschreiten der 0.76-Linie (28.547 Punkte) und kann eine hohe Dynamik zur Folge haben. Größere Gefahren würde sich erst unterhalb der 0.76-Linie (27.089 Pkt.) einstellen.

Fazit:

Die aktuelle Verfassung lässt auf eine Fortsetzung des seit März laufenden Aufwärtstrends der Wall Street schließen. Dennoch bleiben Unsicherheiten, welche auch eine seitliche Performance begünstigen..

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Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Lage bei Indizes und Silber

Rüdiger Born

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