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30%-Zölle gegen die EU DAX: Ein Rückschlag droht – Belastungsprobe durch US-Zölle

Grafik: ChatGPT
Grafik: ChatGPT

Die anhaltende Rally des DAX gerät zunehmend unter Druck. Während einige Anleger auf weitere Kursgewinne hoffen, sorgen neue Zölle aus den USA für Verunsicherung. Am Samstag verkündete US-Präsident Trump Zölle in Höhe von 30% gegen die EU und Mexiko. Drohende Handelshemmnisse und schwankende Wirtschaftsdaten könnten daher die Dynamik der Rally dämpfen und eine Korrektur auslösen. Die Aktienmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks stehen in der neuen Handelswoche vor einer Bewährungsprobe.

DAX-Rally vor Belastungsprobe

Nach einer Phase beeindruckender Rekorde steht der DAX vor einer entscheidenden Woche. Die jüngste Rally des deutschen Leitindex könnte ins Wanken geraten – nicht zuletzt durch neue Spannungen im transatlantischen Handel und bevorstehende US-Konjunkturdaten. Vor allem die anhaltenden US-Zölle werfen Fragen auf. US-Präsident Donald Trump drohte am Wochenende mit Strafzöllen von 30 Prozent auf EU-Importe, was die Gespräche mit Brüssel massiv belasten könnte. Bis zum in Kraft treten am 1. August bleibt den Verhandlungspartnern demnach nicht mehr viel Zeit, um doch noch eine Einigung zu erzielen.

Diese drohenden Zölle sorgen nicht nur für politische Unsicherheit, sondern entfalten laut DZ Bank auch realwirtschaftlich negative Wirkungen. So könnten neue Importzölle auf Kupfer und andere Produkte zu erhöhtem Preisdruck führen. Das wiederum erhöht den Druck auf die US-Notenbank Fed: Sollten die am Dienstag erwarteten Verbraucherpreisdaten einen inflationsgetriebenen Effekt durch Zölle zeigen, könnte eine Zinssenkung ausbleiben – zum Missfallen der Börsen.

Die Folge: Steigende US-Anleiherenditen machen Aktien im Vergleich unattraktiver. Auch für den DAX wäre dies ein Risiko, denn die Unsicherheit um die Fed-Politik und mögliche weitere Zölle schüren die Volatilität. Gleichzeitig starten die US-Unternehmen in die Berichtssaison. Erste Impulse liefern die Großbanken, doch angesichts bereits hoher Erwartungen dürfte es für positive Überraschungen schwer werden.

Fazit: Der DAX steht in der neuen Woche vor einer echten Belastungsprobe. Zölle, Zinssorgen und schwankende Preisdaten könnten die Rekordrally empfindlich dämpfen – und der Handlungsspielraum bleibt begrenzt.

DAX vor weiterem Rückschlag

Long: Der DAX steht am Montagmorgen unter Druck. Er bewegt sich in Richtung der runden Marke von 24.000 Punkten. Eine Stabilisierung blieb bislang aus. Doch sollte die Unterstützung um 24.000 Punkten verteidigt werden, könnte es zunächst zu einer Gegenbewegung kommen. Erste wichtige Hürden befinden sich bei 24.163/178 und 24.236 Punkten. Hier könnte der DAX wieder nach unten abdrehen. Erst ein Anstieg über das Zwischenhoch bei 24.294 Punkten würde das Bild im Stundenchart wieder aufhellen.

Short: Vorbörslich fiel der DAX unter die potenzielle Unterstützung um 24.063/046. Sollte er darunter bleiben, drohen weitere Abgaben bis 23.960 und 23.931, wo es zu einem ersten Erholungsversuch kommen könnte. Rutscht der Index hingegen darunter, rücken die Marken bei 23.875 und die 50-Tage-Linie bei 23.813 in den Fokus. Ein Tagesschlusskurs unter der Durchschnittslinie würde das Chartbild eintrüben und weitere Kursverluste wahrscheinlich machen.

DAX unter Druck: Trump-Zölle gegen die EU belasten die Börsen

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

24.063 – Tagestief 08.07.

24.046 – außerbörsliches Tief

24.000 – vorher WS

23.960 – Horizontale

23.875 – Horizontale

23.813 – SMA50 (daily)

DAX Widerstände:

24.178 – Zwischentief

24.236 – EMA50/Horizontale

24.255 – Gap 11.07.

24.294 – Zwischenhoch

24.369 – Tageshoch 11.07.

24.421 – Zwischenhoch

24.456 – Gap 10.07.

24.479 – ex Rekordhoch

24.575 – Zwischenhoch

24.639 – Rekordhoch 10.07.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Jetzt tobt der Kampf um die 24 000 Punkte Linie…schon dreimal prallte von dort der Index nach unten ab…Wird es einen vierten Angriff geben…?

    Auf gleichen Linie und nicht weniger umkämpft sind die 9000 Punkte im DAX Kursindex…

    Hinter uns liegt ein fast 16,5 jähriger Aufwärtstrend…ein Trend – der seinerzeit im März 2009 begann…DAX Performance Index damals : 3566 Punkte !

    Ob und wann diesmal die Blase platzt müssen die kommenden Ereignisse zeigen….

    Nur…soviel ist sicher, das Gros des Anstiegs liegt hinter uns…

    Fundamental betrachtet können die nachfolgenden Generationen nur verlieren… selbst wenn sich der Index ,in den nächsten 25 Jahren wohlgemerkt ,nochmals , auf dann 48 000 Punkte verdoppeln sollte..
    Das sind in der Performance 4 Prozent pro Jahr …soviel und weit mehr- bringen jetzt schon festverzinsliche Wertpapiere mit sehr gutem Rating…
    „Der Crash ist die Lösung „…nur mit einem Crash hätten die jüngeren Jahrgänge genug Spielraum nach oben…
    Das konnte man immer wieder sehen…zum Beispiel 2003 : DAX 2166 Punkte…
    Aber noch ist es nicht soweit..noch halten die Bullen dagegen..noch…
    Das es zu Aktien aber keine Alternative mehr gibt ist Quatsch…wir sind nicht mehr zu Corona Zeiten…wo’s für Staatsanleihen kein Geld mehr gab, im Gegenteil, man musste welches mitbringen…0 Prozent Kupon und trotzdem war jede Auktion mehrfach überzeichnet…Vorne dran bei den Auktionen die Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank…immer ganz vorne mit dabei…die haben Unmengen dieser Schrottanleihen im Depot liegen…im Vertrauen darauf, das die Niedrigzinspolitik ewig gehen möge…
    Jetzt schlummern die…und hoffen auf Besserung..unverkäuflich auf den freien Märkten..oder wenn verkäuflich dann nur mit hohen Verlusten…
    Die Ruhe vor dem Sturm….

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