Devisen

Dax: Relativ stark

Dafür, dass die US-Indizes nicht so richtig aus dem "Quark" kommen, der Dow Jones 200 Punkte von der berüchtigten Marke von 20.000 Punkten weit entfernt ist, US-Banken ihren Höhenflug hinter sich zu haben scheinen - ja dafür hält sich der Dax doch recht wacker!

FMW-Redaktion

Dafür, dass die US-Indizes nicht so richtig aus dem „Quark“ kommen, der Dow Jones 200 Punkte von der berüchtigten Marke von 20.000 Punkten weit entfernt ist, US-Banken ihren Höhenflug hinter sich zu haben scheinen – ja dafür hält sich der Dax doch recht wacker! Gestern Abend schon zeigt der deutsche Leitindex im Vergleich zu den US-Indizes relative Stärke, aber die Frage ist: kommt da jetzt der nächste Schub nach oben?

Die asiatischen Vorgaben gemixt: Chinas Märkte im Minus, der Nikkei gibt einen Teil seiner Gewinne zum Handelsende hin ab:

Shanghai Composite -0,36%
CSI300 -0,30%
ChiNext -0,30%
Nikkei +0,39%

Der X-Dax startet wenig verändert zum Vortagesschluss über der 11600er-Marke:

Noch ist also alles beim Alten: nach oben fehlt (noch?) die Kraft, nach unten bislang (noch?) der Wille. Widerstände und Unterstützungen wie gehabt: oben das Jahreshoch bei 11694, dann die Zone zwischen 11635 und 11660. Auf der Unterseite die Zone 11520/40 und das Verlaufstief bei 11425 Punkten.

Es fehlen derzeit die Impulse, wahrscheinlich werden daran auch die Aussagen von Mario Draghi heute auf der Pressekonferenz nichts ändern – es ist eher eine langweilige PK zu erwarten, weil die EZB das, was sie zu sagen und entscheiden hatte, auf der letzten Sitzung gesagt und entschieden hat.

Seit der gestrigen Rede Janet Yellens aber ist der Dollar wieder das Thema: Yellen verhalf dem Greenback mit ihren hawkishen Aussaegn zu einer deutlichen Erholung von den Verlusten seit Jahresbeginn, und für die Aktienmärkte, die im Trump-Trade-Modus agieren (Stimulus durch Trump führt zu Wirtschaftswachstum und steigender Inflation, weshalb die Fed dann öfter die Zinsen anheben muß) ist das eher eine gute Nachricht.

Aber reicht das für mehr? Vermutlich wird es auch heute beim Dax nicht den großen Ausbruch in die eine oder andere Richtung geben – wie gestern schon gesagt, fehlt schlicht der „Trigger“, das auslösende Moment für eine größere Bewegung. Nachdem die Euphorie um Trump voll eingepreist ist, warten die Märkte nun wie das Kaninchen vor der Schlange auf das, was ab morgen von Trump kommt – und solange das nicht absehbar ist, bleibt der Seitwärts-Modus intakt. Aussagen von Trump deuten aber daraufhin, dass er sich in den ersten Tagen seiner Amtszeit vor allem um zwei Dinge kümmern wird: die Abschaffung oder Ersetzung von Obamacare einerseits, die Aufkündigung bzw. Neuverhandlung von NAFTA, des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada, andererseits.

Was die Märkte aber eigentlich wollen sind aber Aussagen zu Steuersenkungen und Innvestitionen in die US-Infrastruktur. Je länger davon nichts kommt von Trump, desto negativer für die Aktienmärkte..



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