Der DAX zeigt sich zum Jahresende zunehmend robust und weckt frische Hoffnungen auf eine mögliche Jahresendrally. Nachdem die Aktienmärkte in der Vorwoche einen holprigen Start verzeichnet hatten, legten sie zum Wochenschluss eine Aufholjagd hin. Der DAX schloss am Freitag 0,6 Prozent höher bei 24.028 Punkten und damit erneut über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Zählern. Anleger setzen nun verstärkt auf geldpolitische „Weihnachtsgeschenke“ der US-Notenbank Fed.
Denn die neue Woche steht ganz im Zeichen der wegweisenden Zinsentscheidung am Mittwoch. Die Märkte haben bereits weiter fallende Zinsen eingepreist und rechnen fest mit einem Zinsschritt. Damit könnte die Fed den Aktienmärkten tatsächlich einen vorgezogenen Impuls für eine Rally geben. Allerdings bleibt ein Unsicherheitsfaktor: Angesichts der weiterhin hartnäckigen Inflation in den USA könnte es sich um eine „hawkishe“ Zinssenkung handeln. Es mehren sich die Hinweise, dass die Fed wegen unklarer Konjunkturdaten anschließend zunächst eine Zinspause einlegen dürfte. Innerhalb der Notenbank herrscht aktuell Uneinigkeit, ob der Fokus eher auf der hohen Inflation oder dem schwachen Arbeitsmarkt liegen soll – ein Balanceakt mit potenziell großer Marktwirkung.
Charttechnisch hat der DAX mit der Rückeroberung der 50-Tage-Linie bei 23.835 Punkten an Stabilität gewonnen. Zu Wochenbeginn dürfte erneut das Ringen um die 24.000-Punkte-Marke in den Mittelpunkt rücken. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, eröffnen sich aus technischer Sicht weitere Chancen bis 24.500 Punkte. Bereits jetzt beträgt das Jahresplus des Leitindex über 20 Prozent – ein stattliches Polster für die letzten Wochen des Börsenjahres.
DAX steht an der nächsten Hürde
Nachdem der DAX den 50-Tage-Durchschnitt per Schlusskurs zurückerobert hat, richtet sich der Fokus nun klar auf die runde 24.000-Punkte-Marke. Eine nachhaltige Etablierung über dieser Zone wäre ein deutlich bullishes Signal, das weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen und der Jahresendrally zusätzlichen Auftrieb verleihen könnte. Kurzfristig ist jedoch noch ein Rücklauf möglich. Am Freitag prallte der Index an der Widerstandszone um 24.130/140 Punkte ab und pendelt nun erneut an der psychologischen Marke. Ein Rutsch darunter könnte den DAX zunächst in den Bereich um 23.930 beziehungsweise 23.875/850 Punkte zurückwerfen.
Die 50-Tage-Linie bei aktuell 23.828 Punkten fungiert dabei als zentraler kurzfristiger Trendindikator. Fällt der DAX in den kommenden Tagen darunter, rücken die Unterstützungen bei 23.700, das offene Gap bei 23.693 sowie das 38,2-%-Retracement bei 23.665 Punkten in den Fokus, bevor ein erneuter Aufwärtsimpuls einsetzen könnte. Auf der Oberseite gilt: Steigt der DAX direkt über 24.140 Punkte an, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht für weitere Gewinne bis 24.250 Punkte frei.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.
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Er ringt nun aber schon etwa 6 Monate.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Edelmetalle haben jahrzehntelang gerungen 😂
Helix 52
In der Zeit von 2000 bis heute hat sich der DAX (einschließlich Dividenden) im Preis etwas mehr als verdreifacht.
Gold hat sich in dieser Zeit fast verdreizehnfacht.
Und der Kapitalertrag bei Gold ist steuerfrei.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
…und Apple hat sich verzweihundertfacht.
@Columbo
Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass smarte Aktieninvestments weit mehr Wertzuwachs bieten können als glänzende Krisenmetalle, erlaube ich mir, deine Aussage zu relativieren/ergänzen:
Die Berechnung der Wertsteigerung beträgt nur lächerliche 😉 22.400 %, weil das Jahr 2000 der denkbar ungünstigste Zeitpunkt für einen Einstieg gewesen wäre. Nur völlig Dilettanten hätten inmitten der Dot-Com-Krise in Tech-Aktien investiert.
Mit Startjahr 1999 wären es immerhin noch 46.800 % gewesen.
Seit 2001 – dem Jahr der Veröffentlichung des ersten iPod – immerhin noch über 35.000 %.
Neben privaten, steuerfreien Rentenversicherungen mit einem Garantiezins von 4 % war mein einziges Investment in die Altersvorsorge anfangs meiner beruflichen Laufbahn und für Jahrzehnte ein Anteil an Apple im Wert von 500 DM. Und das nicht im Geringsten wegen einer Beschäftigung mit den Parallelwelten der Finanz- oder Rohstoffmärkte – was damals, ohne öffentliches und bezahlbares Internet, ohnehin kaum möglich war. Aus beruflicher Erfahrung wusste ich: Apple hatte in Sachen Technik und Betriebssysteme um Lichtjahre die Nase vorn, ganz zu schweigen vom visionären Innovationspotenzial eines Steve Jobs. Im Vergleich dazu entpuppten sich die verstaubt-etablierten Größen wie Bill Gates und IBM schon damals als die trägen, rückständigen Akteure, die sie auch noch heute sind.
Mein Investment hat eine Wertsteigerung von 140.000 % hinter sich 🤗🤩
das Ganze natürlich noch ohne (teilweise) Reinvestition der Dividenden – die in nachhaltige und rentable Projekte wie ein CO2-neutrales Eigenheim, zukunftsfähige Mobilität, persönliche Energieautarkie und Bürgerenergieprojekte flossen…
… die erfolgreiche Blaupause für das Penthouse 30 Meter über Malaga sozusagen, das derzeit noch ohne großen Plan irgendwie zusammengeschustert wird.
@Michael
Naja, die 500 DM in Gold wären heute immerhin auch knapp 2.700 EUR wert. Eine Steigerung von ca. 950 %, das liegt doch nahe an Ihren 140.000 % 👍
Ich befürchte nur, das Investment werden Ihnen der stets skeptische @Wechselbalg oder sein andalusischer Freund im Nachhinein nicht als wahr abkaufen. Das hätten Sie schon spätestens vor 30 Jahren posten müssen 😄
Columbo, hältst du auch Apple Aktien? Habe noch welche von 1995, legal steuerfrei. Schade, dass ich als junger Mann damals nicht mehr gekauft habe. Aber ich kann damit sehr gut leben.
@Helmut
Ich weiß, irgendwer hat das schon mal angedeutet 🤣
Jetzt überlege ich nur noch, was das mit den 6 Monaten zu tun hat…🍌🍌🍌
@Helmut, wir finden Zeiträume in denen das eine vorteilhaft war und dann wieder Zeiträume in denen das andere gut war. Es gibt keine linearen Charts in der Praxis. Schwer für dich zu verstehen, aber wahr. Aber gib dich ganz deinen Träumen hin, wenn es dir gut tut.
Zeitraumpickermut-Fan
Wo ist da der Traum?
Der Traum, dass z.B. Gold den Dax zwischen 2012 und 2020 outperformed hat. Wie sieht in diesem Zeitraum deine Kalkulation aus?
Träumermut-Fan
Meine Kalkulation/Hoffnung war ganz einfach.
Ich habe gehofft, dass der Preis für Gold seit meiner Goldeinlage im Jahre 2000 so weiter stieg wie von 1971 bis 2000, nämlich um etwa 8 % steuerfreien Kapitalertrag pro Jahr.
Die anderen Jahre dazwischen interessieren mich nicht, denn ich ging etwa 2018 in Rente und hatte nur eine Minirente aus Deutschland zu erwarten.
Bis zu meinem Rentenbeginn 2018 hatte sich der Goldpreis etwa vervierfacht.
Bis heute hat sich der Goldpreis (in Euro) etwa verdreizehnfacht.
In Zahlen.
Aus den etwa 300 Tsd. Euro im Jahre 2000 sind etwa 3,5 Millionen geworden.
Und das steuerfrei.
Bei 300 Tsd. Investitionen in den Dax wären es etwa 1,1 Millionen.
Die anderen Zeiträume dazwischen interessieren mich nicht,
Warum auch?
Auch andere Aktien interessieren mich nicht.
Ich vertraue lieber dem, was seit Tausenden Jahren nicht wertlos geworden ist.
Sicher kann man mit einigen Aktien in bestimmten Zeiträumen viel mehr Geld verdienen.
Aber auch verlieren.
Ja, Träumermut-Fan, so war meine persönliche Kalkulation für meine private Altersvorsorge.
Und sie ist besser aufgegangen, als ich gehofft hatte.
Denn auch wegen der verhältnismäßig hohen spanischen Rente, der Vermietung von Ferienwohnungen und weiterer positiver Gegebenheiten haben wir unsere Goldanlagen bis heute nicht verkaufen müssen, um damit unseren Lebensunterhalt zu decken.
Mal sehen, was in den nächsten Jahren so kommt.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Helmut, ist nicht nachvollziehbar und mir egal.
Aus den 3 Millionen können wieder 300.000 werden. Das ist bei Gold nicht anders, als bei einer Aktie.
Aber ist ja dann schön, dass es nicht wertlos geworden ist😂.
@ Columbo, weil man an Advent nicht an Geld und Gold denken sollte haben sie Helmut am 8.Dez. mit der Apple Erfolgsmeldung wie schon oft provoziert ? ?
Columbo
Ich habe leider keine Aktien.
Mich interessiert nur die Kursentwicklung bei Gold und Silber.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut, mich interessieren in Wirklichkeit weder Aktien noch Gold. Ich habe andere Interessen.
Es ist Advent und bald Weihnachten, denk wenigstens in dieser Zeit mal nicht an Geld, tut dir sicher gut. Vielleicht kannst du jemandem helfen, das macht glücklicher als Gold.
„Mich interessiert nur die Kursentwicklung bei Gold und Silber.“
Da oben interessiert dich aber doch ziemlich der DAX, der Deutsche AKTIEN Index.
@ Pinkelmut- Fan, heute nur ein Neidkommentar gegen Helmut, sie haben nachgelassen.
@ Träumermut- Neider. Aus einer jahrhunderlangen Erfolgsserie eine 8 jährige schlechtere Phase herauszusuchen zeigt von einer extremen Intelligenzkontinenz und wurde auf FMW schon mehrmals als sehr dumm bezeichnet, vor allem bei einer Langfristanlage.
@ Helix 52, Daniel Stelter hats gesagt, das nächste Jahrzehnt wird das Jahrzehnt der ANFASSBAREN DINGE, also der meisten Rohstoffe. Für sie und ihre Linksverbogenen wir es das UNFASSBARE Jahzehnt der Wirtschaftszerstörung.
@Toni Wechselbalg
Abgesehen davon, dass mir völlig wurst ist, was irgendwelche Gurken-Ökonomen den lieben langen Tag so von sich geben: Du schreibst das wirklich auffallend oft und schon seit einigen Jahren. Somit kann dieser weise Spruch nicht allzu neu sein.
Ist das nächste Jahrzehnt also das laufende oder das kommende?
Vielleicht meint Stelter ja die omnipräsenten Smartphones, die bei vielen Menschen schon tief in den Handflächen verwurzelt zu sein scheinen. Oder Tastaturen und Mäuse, die gewisse mitteilungsbedürftige Kommentatoren außerhalb ihrer Siestazeiten gar nicht mehr loslassen wollen 😅
Widersprüchlichmut-Fan
Ich interessiere mich nicht für Aktien und ich habe daher auch keine.
Hier habe ich zum DAX geschrieben, weil das die Überschrift im Artikel ist.
@Helmut, Warum liest du den Artikel zum Dax, wenn dich Aktien nicht interessieren?
Widersprüchlichmut-Fan
Ich lese ja auch was Du schreibst obwohl es mich nicht Interessiert.
Über Japan, China, Argentinien usw.
@Helmut, Artikel zu lesen, die einen nicht interessieren, das muss ein echt „erfülltes Leben“ sein. Auf was man so alles kommt, wenn man einsam in der Landschaft rumsitzt.
Columbo
Wann ist das in den letzten tausend Jahren passiert?
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
„…Wann ist das in den letzten tausend Jahren passiert?…“
Es gibt immer ein erstes Mal, gerade in Zeiten wie diesen.
Schau nicht zu lange in den Rückspiegel, du könntest den Baum übersehen, auf den du zufährst🙈.