Der DAX zeigte sich am Dienstag von seiner schwächeren Seite und fiel erneut auf die wichtige Marke von 24.000 Punkten zurück. Damit stockt die Erholungsphase am deutschen Aktienmarkt. Ausschlaggebend dafür waren vor allem gemischte Signale aus den USA, die die ohnehin vorhandene Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten weiter verstärkten. Die am frühen Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen uneinheitlich aus und lieferten weder klare Kauf- noch Verkaufssignale.
Zudem ist davon auszugehen, dass sich viele institutionelle Investoren bereits aus dem Markt zurückziehen. Große Marktteilnehmer dürften ihre Bücher für das laufende Jahr bereits geschlossen haben oder spätestens im Zuge des großen Verfallstags am Freitag schließen. Entsprechend verhalten fiel die Marktreaktion auf die Arbeitsmarktdaten aus. Trotz der anhaltenden Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed fehlten den Aktienmärkten neue Impulse.
24.000-Punkte-Marke bleibt umkämpft
Der DAX entfernte sich damit weiter von seinem Rekordhoch, konnte jedoch einen deutlicheren Rückschlag zunächst vermeiden. Zum Handelsschluss verbuchte der Leitindex ein moderates Minus von 0,6 Prozent auf 24.076 Punkte. Die psychologisch bedeutende Marke von 24.000 Punkten erwies sich erneut als tragfähige Unterstützung, bleibt jedoch weiterhin hart umkämpft. Solange sich der Index oberhalb dieser Schwelle behauptet, ist eine Stabilisierung möglich. Erst ein Anstieg über 24.340 Punkte würde das charttechnische Bild wieder spürbar aufhellen und neuen Spielraum nach oben eröffnen. Ein nachhaltiger Rutsch unter die 24.000-Punkte-Marke hingegen dürfte weiteres Abwärtspotenzial freisetzen und den Verkaufsdruck erhöhen.
Auch an den US-Börsen ist nach der jüngsten Rally eine Konsolidierung zu beobachten. Neue Impulse dürften nun von den Inflationsdaten am Donnerstag ausgehen, die für den künftigen Zinskurs der Fed entscheidend sein könnten. Zusätzlich hängt der große Verfall wie ein Schatten über den Aktienmärkten und könnte die Volatilität erhöhen. Für etwas Entspannung sorgte hingegen der Bitcoin, der die Marke von 85.000 US-Dollar verteidigen konnte – ein Stabilisierungssignal, das bei anhaltender Erholung auch den Aktienmärkten zugutekommen dürfte.
DAX vor Richtungsentscheidung
Der DAX bemüht sich weiterhin um eine Stabilisierung oberhalb der 24.000-Punkte-Marke. Gelingt es dem Index, diese Zone zu verteidigen, sind zunächst Erholungsbewegungen bis 24.165 und 24.200 Punkte wahrscheinlich. Ein dynamischer Ausbruch über diesen Widerstandsbereich könnte Anschlusskäufe auslösen und den DAX an die nächste relevante Zone bei 24.320 bis 24.338 Punkten heranführen. Oberhalb dieses Bereichs würde sich das kurzfristige Chartbild aufhellen und zusätzliches Aufwärtspotenzial bis 24.430 sowie 24.500 Punkte freisetzen.
Auf der Unterseite bleibt die runde 24.000-Punkte-Marke der zentrale Referenzpunkt. Ein nachhaltiger Bruch dieser Unterstützung dürfte den Index zunächst in Richtung 23.930 Punkte führen und im weiteren Verlauf sogar 23.850 Punkte ins Spiel bringen. In diesem Bereich bestehen jedoch gute Chancen auf eine technische Gegenbewegung. Besonderes Augenmerk liegt zunächst auf der Zone um 23.930 Punkte, wo ein markantes Unterstützungscluster aus horizontaler Unterstützung, 50-Tage-Linie sowie dem 50er-Fibonacci-Retracement zusammenläuft und damit die Wahrscheinlichkeit eines Pullbacks erhöht.
Dax-Chart von TradingView
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Eine Jahresendralley sieht jedenfalls anders aus….
Oberhalb der 24 500 findet der DAX keine Käufer mehr…