Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Zinsentscheids der US-Notenbank Fed zeigte sich der DAX deutlich volatiler und schloss letztlich leicht schwächer bei 24.130 Punkten. Damit setzte der Leitindex seine jüngste Erholungsbewegung vorerst nicht fort, nachdem er in der Vorwoche noch knapp fünf Prozent zugelegt hatte und im November kurzzeitig unter die Marke von 23.000 Punkten gefallen war. Für stärkere Kursschwankungen sorgten am Abend dann die Fed und Oracle.
Im Zuge der Zinsentscheidung sowie der anschließenden Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell kehrte an den Aktienmärkten zunächst etwas Zuversicht zurück. Der DAX stieg zwischenzeitlich bis auf 24.230 Punkte, bevor neue Unternehmenszahlen die Stimmung abrupt dämpften. Der KI-Profiteur Oracle präsentierte zwar höhere Ausgaben im Bereich Künstliche Intelligenz, enttäuschte jedoch beim Cloud-Umsatz, der hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb. In der Folge kühlte die positive Marktstimmung rasch wieder ab.
Fed beflügelt nur kurz
Zwar senkte die Notenbank wie erwartet den Leitzins auf die Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, doch fiel die Entscheidung nicht einstimmig aus: Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses votierten gegen die Zinssenkung. Zudem vermied Fed-Chef Jerome Powell klare Aussagen zum weiteren Zinskurs. In ihren aktualisierten Projektionen signalisierten die Fed-Vertreter lediglich eine einzige weitere Zinssenkung im kommenden Jahr – ein Schritt, der nicht so dovish ist, wie von den Märkten erhofft. Für Auftrieb sorgte hingegen die überraschende Ankündigung neuer Anleihekäufe, mit denen die Fed die Bankreserven gezielt stärken will.
Nach dem erneuten Stimmungsdämpfer durch die enttäuschenden Oracle-Zahlen wird für den heutigen Handel allerdings ein Abwärts-Gap im DAX erwartet. Damit rückt erneut die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten in den Fokus der Anleger.
DAX vor neuen Impulsen
Der DAX bleibt volatil, hält sich jedoch weiterhin über der Marke von 24.000 Punkten. Solange dieser Bereich verteidigt wird, bestehen kurzfristig Chancen auf eine erneute Aufwärtsbewegung. In diesem Szenario könnte der Index das mögliche Gap bei 24.130 Punkten ins Visier nehmen. Allerdings wartet in diesem Bereich bereits eine erste Widerstandszone, die den Anstieg vorerst ausbremsen könnte. Darüber liegen weitere Hürden bei 24.180 und 24.230 Punkten. Wahrscheinlich ist daher ein Seitwärtshandel zwischen 24.000 und 24.200 Punkten, bevor in den kommenden Sitzungen eine klare Richtungsentscheidung fällt.
Auf der Oberseite wäre ein Ausbruch über 24.180 Punkte ein positives Signal; der DAX könnte anschließend die Zone um 24.230/24.250 Punkte ansteuern.
Dreht der Markt dagegen unter die runde Marke von 24.000 Punkte ab, wären Rücksetzer in Richtung 23.930 und 23.850 Punkte denkbar. Erst dort könnte sich erneut ein Anstiegsimpuls bilden. Sollte es noch eine Etage tiefer gehen, dürfte der Bereich 23.700 bis 23.680 Punkte als nächste tragfähige Unterstützung fungieren.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.
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Nur eine Zinssenkung nächstes Jahr „dovisher“ als vom Markt erhofft? Da passt irgendwas nicht…
@Thomas, das war eines der wenigen hawkishen Elemente in einem insgesamt dovishen Kontext!
…ich denke da war eher der Zeitraum bis Ende Amtszeit Powell gemeint…danach kalibriert sich ja alles nochmal neu…und im Endeffekt…wer schaut am Ende 2026 auf Ende 2025 zurück und klagt an, dass damals ja nur eine Zinssenkung avisiert war, wenn es am Ende dann 4-6 geworden sind…da beschwert sich ja niemand so richtig…von daher ist das mal der Plan…mehr aber auch nicht…muss man nicht ganz so ernst nehmen…
Wahnsinn… am All Time High die Zinsen senken und zusätzlich ein neues QE verkünden…
Jetzt nähert sich der Buffet Indikator wieder seinen Höchsständen vom Oktober 25…
Zwar ließ Powell.. über seinen Speaker verkünden…beim neuen QE handele es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme…wir kennen dieses Wort schon aus Corona…transitory…aber so richtig glaubt ihm niemand…
Folglich kommt die Rendite der Zehnjährigen immer weiter zurück…liegt jetzt mit 4,15 Prozent schon wieder im negativen Bereich der Realverzinsung…( offizielle Inflation 3,1 Prozent..inoffizielle das Doppelte)…
Es ist einfach Wahnsinn und ungesund…das geht nicht gut aus…das kann nicht gutausgehen…
Trump und Powell geben den neuen Tomi Simpsons…am 67er Ventoux…
(Melodie)…Thhheeeee Simpsons…döp döp döp döp döp döp döpdöpdöpdidöp…(Kameraschwenk auf Bart an der Tafel…was schreibt er da)…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…Ich soll nicht Dr. Sebastian Schaarschmidt antworten…im übrigen ist der Vergleich mit einem toten Radprofi irgendwie nicht passend…aber wenigstens haben Sie das six seven meme mit eingebaut…Jugendsprache rules…
Schön hier. Ich warte auf die Fortsetzung der Artikel zum Geldsystem. Die Secured Overnights sind stabil, Herr Powell hat seit 2019 dazugelernt.
@ Herr Dr. Schaarschmidt (dem man nie antworten sollte): Die Welt braucht immer mehr Geld. Es geht gar nicht anders. Die Frage ist immer nur, ob man am Ende des Systems noch da ist. Von den großen Währungen der Welt haben das bisher nur das Pfund und der Rubel geschafft. Jetzt müssen die großen Brüder zeigen, was sie drauf haben.
Für Deutschland steht da eine stabile NULL. Wir versenken unsere Währungen regelmäßig.
„Auf der Oberseite wäre ein Ausbruch über 24.180 Punkte ein positives Signal; der DAX könnte anschließend die Zone um 24.230/24.250 Punkte ansteuern.“…starker Call…ging sogar noch weiter nach oben…immer schön, wenn der Dax mal so richtig anzieht…da macht die Jahresendrally von bisher 6 % doch nochmal mehr Freude…