Der DAX ist am Mittwoch erneut an der psychologisch wie charttechnisch bedeutenden Marke von 25.000 Punkten gescheitert. Wie bereits in den vergangenen Handelstagen prallte der Leitindex an dieser Widerstandszone ab, wobei sich Anleger im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturdaten zunächst zurückhaltend positionierten. Nachdem jedoch die Arbeitsmarktdaten aus den USA besser als erwartet ausgefallen waren, setzten an den Aktienmärkten am Nachmittag Gewinnmitnahmen ein. So fiel der Index zurück und beendete den Tag mit einem Minus von 0,5 % bei 24.856 Punkten.
Insbesondere die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft stieg im Januar überraschend kräftig an. Damit attestierte der Jobbericht der US-Wirtschaft zwar eine robuste Verfassung, allerdings dämpfte er zugleich die Hoffnungen auf eine zeitnahe Zinssenkung durch die Federal Reserve. Infolgedessen verschoben die Märkte ihre Erwartungen für den nächsten Zinsschritt der Fed von Juni auf Juli, was wiederum die Aktienmärkte belastete.
Märkte mit Gegenwind
Darüber hinaus standen auf Einzeltitelebene vor allem Software- und Bankenwerte weiterhin unter Druck. Hintergrund war die Vorstellung eines weiteren KI-Tools namens „HazelAI“ durch Altruist, wodurch erneut Verkaufsdruck entstand. Derzeit scheint nahezu jede Schlagzeile rund um künstliche Intelligenz reflexartig zu Abverkäufen bei den KI-Verlierern zu führen – getreu dem Prinzip „sell first, ask later“.
Zusätzlich sorgten schwächere US-Börsen nach der jüngsten Rekordjagd des Dow Jones für Gegenwind. Parallel dazu geriet zudem der Kryptomarkt erneut unter Druck, wodurch die zuletzt aufgekeimte Hoffnung der Investoren wieder deutlich gedämpft wurde.
Charttechnisch bleibt für den DAX damit die Zone oberhalb von 25.000 Punkten ein massiver Deckel, während auf der Unterseite das Doppeltief bei 24.270 Punkten als zentrale Unterstützung fungiert. Zwischen diesen beiden technisch relevanten Marken pendelte der Index zuletzt in einer Handelsspanne ohne klaren Trendimpuls auf und ab, sodass sich weder ein belastbares Ausbruchsszenario nach oben noch ein bestätigtes Verkaufssignal nach unten ableiten lässt.
DAX ringt um 25.000-Punkte-Marke
Der DAX notiert weiterhin in Reichweite der wegweisenden Marke, die sich als zentrale charttechnische Hürde etabliert hat. Insbesondere die Widerstandszone zwischen 25.020 und 25.100 Punkten rückt auf der Oberseite in den Fokus. In diesem Bereich entscheidet sich, ob ein nachhaltiger Ausbruch gelingt oder ob die Konsolidierung erneut an Dynamik gewinnt. Ein dynamischer und tragfähiger Break über 25.100 Punkte würde kurzfristig frisches Aufwärtspotenzial eröffnen – zunächst bis 25.204 Punkte, anschließend in Richtung der offenen Kurslücke bei 25.279 Punkten sowie der horizontalen Barriere bei 25.355 Punkten.
Bleibt der Ausbruch hingegen aus, dürfte das Rückschlagrisiko erhöht bleiben. Auf der Unterseite stehen die SMA200 bei 24.864 Punkten sowie die horizontale Unterstützung bei 24.800 Punkten im Fokus. Diese Marken definieren die ersten relevanten Supports im kurzfristigen Trading. Ein Bruch dieser Zonen könnte den Verkaufsdruck deutlich verschärfen und Anschlussabgaben in Richtung 24.715 sowie 24.620 Punkte nach sich ziehen.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
24.862 – SMA200
24.856 – Gap 11.02.
24.834 – Tagestief 11.02.
24.800 – Horizontale
24.714 – Tagestief 09.02.
24.620 – Horizontale
24.475 – MOB-Marke
24.393 – Tagestief 06.02.
24.350 – Horizontale
24.272/266 – Doppeltief
DAX Widerstände
25.001 – Tageshoch 11.02.
25.023 – Tageshoch 09.02.
25.075 – Tageshoch 10.02.
25.098 – Verlaufshoch 03.02.
25.204 – Horizontale
25.279 – Gap 16.01.
25.356 – Horizontale
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Gewinnmitnahmen als Momentaufnahme.
Die Märkte sollten sich dringend von der Vorstellung verabschieden …das sich die letzten 17 Jahre.. an der Börse…. eins zu eins ..wiederholen lassen…! Wenn möglich noch spielend…wie von den Bullen suggeriert….!
Plateau…schon mal gehört….? !