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Dax: Schlägt das Börsenpendel nach unten aus?

Dax: Schlägt sich das Börsenpendel nach unten aus?

Die Situation im Dax bleibt aufgrund der zahlreichen Belastungsfaktoren angespannt. Das wirkt sich auch auf die Anleger aus, die nicht bereit sind, allzu große Risiken einzugehen. Deshalb kam es im gestrigen Handel erneut zu Gewinnmitnahmen, nachdem der Leitindex die Marke von 14.600 Punkten überwunden hatte. Von seinem Tageshoch bei 14.603 Punkten rutschte der Dax bis auf ein Tagestief bei 14.347 Punkten. Es ist ihm wieder nicht gelungen, die 50-Tage-Linie bei 14.580 Punkten zu überwinden. Am Ende des Handelstages stand schließlich ein Verlust von 93 Punkten (0,65%) bei 14.424 Zählern zu Buche.

Angesichts der vielen Unsicherheiten, die mit dem Krieg in der Ukraine einhergehen, wie hohe Energiepreise, Rezessionsangst und eine steigende Inflation, bleibt die Volatilität hoch. Neben der Aussicht auf neue Sanktionen gegen Russland haben ebenfalls die Hinweise auf eine zügige Straffung der US-Geldpolitik auf die Kurse gedrückt. Die verschärften Sanktionen betreffen erstmals auch den Energiesektor. Dei EU plant demnach ein schrittweises Kohleembargo gegen Russland, bei dem die Importmengen zunächst auf vier Milliarden Euro jährlich begrenzt werden.

Zudem haben neue Aussagen der Fed die Aktienmärkte belastet. Fed-Direktorin Brainard hat auf einer Veranstaltung der US-Notenbank bestätigt, dass die Fed den geplanten Straffungskurs konsequent durchziehe, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Daraufhin kam die Wall Street unter Druck und hat dabei den Deutschen Aktienindex nach unten gezogen. Dieser konnte aber die Unterstützung bei 14.340 Punkten halten. Damit handelt der Dax weiterhin in seiner Seitwärtsrange. Bricht er die Unterstützung, dürfte sich die Abwärtsdynamik erhöhen. Ein Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich bei 14.000/13.900 wäre dann durchaus denkbar.

News und Konjunkturdaten

Vor wenigen Minuten wurden bereits die deutschen Auftragseingänge in der Industrie veröffentlicht. Die Nachfrage nach industriellen Gütern ging im Vergleich zum Vormonat um 2,2% deutlich stärker als erwartet zurück (Prognose -0,2%, vorher 1,8%). Um 16:30 Uhr erscheinen zudem die US-Rohöllagerbestände. Am Abend richtet sich dann der Blick auf das FOMC-Protokoll der US-Notenbank. Den Termin um 20:00 Uhr sollten auch Dax-Händler auf dem Schirm haben, dann kann es zu stärkeren Kursbewegungen kommen.

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Nachbörslich gab der Dax weiter nach und handelt am Morgen tiefer. Es gelang ihm jedoch die Unterstützungszone bei rund 14.340 zu verteidigen. Von dort aus könnte zunächst eine Gegenbewegung starten. Steigt der Dax dabei über 14.385, wäre noch Platz bis 14.429/442. Neben einer horizontalen Barriere verläuft hier ebenfalls die EMA50 und könnte für Widerstand sorgen. Ein Anstieg über den Pivot bei 14.442 könnte weiteres Potenzial bis 14.495 freisetzen. Darüber liegen die nächsten markanten Hürden bei 14.560 und bei 14.603/624.

Fällt der Dax unter das Montagstief bei 14.334, dann dürfte er sich aufmachen, das Gap bei 14.305 zu schließen. Anschließend könnte noch die Unterstützung bei 14.250 angelaufen werden. Darunter trübt sich die Lage weiter ein. Ein nächster Anlaufpunkt wäre der Bereich bei 14.205/185. Die Unterkante der vorherigen Range sollte unterstützend wirken.

Dax Ausblick: Es droht die nächste Abwärtswelle

Dax Unterstützungen (US)

14.334 – Tagestief 04.04.

14.305 – Gap 25.03.

14.279 – Pivot S1

14.247 – Tagestief 25.03.

14.205/185 – zuvor Range-Unterkante

14.109 – Tief 18.03.

14.000 – psychologische Marke

13.970 – 38,2% Retr. (12.438-14.925)

13.917 – Gap 15.03.

Dax Widerstände (WS):

14.429 – EMA50 H1

14.442 – Pivot Punkt

14.495 – mehrfacher WS

14.565 – horizontaler WS

14.603 – Tageshoch 05.04.

14-665 – horizontaler WS

14.732 – Tageshoch 31.03.

14.818 – Ausbruchsmarke / 61,8% Retr.

14.820 – Gap 29.03.

14.925 – Tageshoch 29.03.

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