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Dax: Schlechte Stimmung bei steigenden Kursen

Der Dax steigt immer weiter, aber die Euphorie hält darüber hält sich schwer in Grenzen! Nur 29% der Profis sind bullisch..

Redaktion

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Der Dax steigt immer weiter, aber die Euphorie hält darüber hält sich schwer in Grenzen! Nur 29% der Profis sind bullisch (-15% zur Vorwoche), bei den Privaten sind es immerhin 38% (unverändert zur Vorwoche). Aber fast jeder Zweite Profis ist bärisch (46%, +10% zur Vorwoche) – hat man da an die alte Regel gedacht „Sell in May and go away“?

Joachim Goldberg sieht die Lage so:

„Da gerade bei den institutionellen Anlegern nicht nur Angst und Skepsis vorherrscht, sondern eine nicht unbeträchtliche Gruppe von Akteuren mit den erwarteten Korrekturen eine Extra-Rendite einfahren möchte, dürften etwaige Abwärtsreaktionen beim DAX überschaubar bleiben. Zumindest ist auf tieferem Niveau (möglicherweise bei 12.600/12.650 Zählern) somit mit ordentlicher Nachfrage aus Rückkäufen zu rechnen. Ganz zu schweigen davon, dass die heutigen Pessimisten bei einem weiteren Anstieg des Börsenbarometers in Argumentationsnöte, verbunden mit einer veritablen Short-Squeeze, gerieten. Mit anderen Worten: Dem Börsenbarometer geht es gar nicht so schlecht.“

Und im Video Goldberg ausführlicher:


Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marko

    10. Mai 2018 16:57 at 16:57

    „Der Dax steigt immer weiter, aber die Euphorie hält darüber hält sich schwer in Grenzen! Nur 29% der Profis sind bullisch (-15% zur Vorwoche), bei den Privaten sind es immerhin 38% (unverändert zur Vorwoche). Aber fast jeder Zweite Profis ist bärisch (46%, +10% zur Vorwoche) – hat man da an die alte Regel gedacht „Sell in May and go away“?“

    Das mit dem „sell in May and go away“ war sowieoso ein Schuss ins Klo ?

    Das habe ich Euch doch gesagt, die 13500 beim DAX kommen schneller, als Ihr „Bärenmärkt“ sagen könnt !

    Der „solide Aktienmarkt-Boden!, Ihr müsst nur mal Eure „Bärenaugen“ öffnen, vielleicht hilft das denn ? :D

    Welchen solididen (!) Boden hat der Anleihenmarkt denn ? Bären, bitte aufwachen… :D

  2. Avatar

    Marko

    10. Mai 2018 17:02 at 17:02

    Zumindest ist auf tieferem Niveau (möglicherweise bei 12.600/12.650 Zählern) somit mit ordentlicher Nachfrage aus Rückkäufen zu rechnen. Ganz zu schweigen davon, dass die heutigen Pessimisten bei einem weiteren Anstieg des Börsenbarometers in Argumentationsnöte, verbunden mit einer veritablen Short-Squeeze, gerieten. Mit anderen Worten: Dem Börsenbarometer geht es gar nicht so schlecht.“

    Ihr seid ziemlich verzweizelt, bitte immer weiter shorten, genauso wollen wir das !

    Und warumgehts den Bullen nicht so schlecht, an Sie die Frage ?! :D

  3. Avatar

    Beobachter

    10. Mai 2018 18:17 at 18:17

    Nach meinem Kalender ist der Mai erst 10 Tage alt, aber bei gewissen Leuten tickt nicht nur die Uhr falsch.
    BITTE GOOGELN SELL IN MAY STATISTIK.
    Seit 2001 hat die Börse JEDES JAHR vom Mai – Hoch bis November zwischen 50 % u.minimal 7% korrigiert.Übrigens der Spruch „ SELL in May“ würde auch noch gelten, wenn die Korrektur im Juni oder Juli erfolgen würde. Oder gibts jemand der eine Korrektur auf einige Tage genau erwischt.
    Warum die Profis eher vorsichtig sind: Wenn einer ein grosses Vermögen für sich oder andere verwaltet, ist er immerhin einem grossen Verlustrisiko ausgesetzt u.hat seit Februar schon einige kritische Stunden erlebt.
    Diese Tagestradler sollten doch endlich verstehen ,dass Traden u.Anlegen komplett verschiedene Sachen sind.

  4. Avatar

    Marko

    10. Mai 2018 22:45 at 22:45

    Nach meiner Meinung bringen solche Sprüche , „wie Sell in May“ überhaupt nix, , na ja eigentlich schon, weil alle denken, jetzt handeln wir danach, so einfach ist das…

    Und dass zwischen den Amis und den Europäern ein ziemliches „Bewertungs-Gap“ besteht, das sollte man schon sehen können ? ;)

    Mir geht es nicht darum, Euch zu ärgern, was Ihr aber immer noch (vergessen wollt ?) ist die EZB.

    Ich muss den Markt als „großes Ganzes“ bewerten, dazu gehört der Aktienmarkt wie der Anleihemarkt mit dazu, da kann ich die EZB nicht einfach mal so „ausblenden“, und sagen, ist doch alles super bei denen mit einem BUFU bei 159 ?!? :D

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Fed: US-Bürger ignorieren die mächtigste Notenbank der Welt

Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland

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Für die Finanzmärkte ist die US-Notenbank Fed das Maß aller Dinge – aber auch für die US-Bürger, also die „normalen Leute“, die Main Street?

Wer sich die Mühe macht, die Statements der US-Notenbank Fed nach ihren Sitzungen zu lesen und die Pressekonferenzen zu verfolgen, die Jerome Powell jedes Mal „zelebriert“, so könnte man auf zwei Schlussfolgerungen kommen: Erstens, dass er sich mit seiner unglaublich gehäuften Darlegung des gesetzlichen Auftrags der Fed „Prize Stability and Maximum Employment“ eine kleine Entschuldigung für seine Geldpolitik sucht, die dem Open Market Committee keine andere Wahl lasse. Dass dies – zweitens – aber einen Versuch darstellt, die Öffentlichkeit zu informieren und den Bürger zu einem gewünschten Verhalten innerhalb der finanziellen Repression zu veranlassen. Dass Letzteres nicht gelingt, beweist eine Umfrage aus dem Wissenschaftsumfeld der Fed unter US-Bürgern.

Fed: Das flexible Inflationsziel

Ende August hatte Fed-Chef Powell in einer Rede ausgesprochen, was man schon längere Zeit vermutet hatte. Man würde zinspolitisch die „Füße stillhalten“, auch wenn die Inflationszahl für längere Zeit über der bisherigen Zielmarke (Inflation target) von zwei Prozent liegt. Klingt erst einmal unsinnig, denn schließlich sollte sich die Teuerung in den nächsten Jahren nicht einmal richtig der Zielzone nähern. Eindeutig dürfte dahinter sich die Absicht der Notenbank verbergen, dass man die finanzielle Repression dauerhaft fortsetzen wird: Zinsen für längere Zeit unterhalb der Teuerungsmarke, bei gleichzeitigem BIP-Wachstum, ergibt eine prozentuale Absenkung des Verschuldungsniveaus. Das ist ein Verfahren, welches die USA und Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg für viele Jahre praktiziert hatten. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt: die Fed könnte durch eine höhere Inflationserwartung Konsumenten und Unternehmen zu höheren Ausgaben veranlassen. Dass die Kommunikation der Fed mit den US-Bürgern kaum Auswirkungen hat, zeigt jedoch eine Studie von vier Ökonomen der Notenbankstelle in Cleveland.

US-Bürger haben wenig Ahnung von der Fed-Politik

Targeting and Household Expectations heißt die Arbeit der Ökonomen, die sich mittels Befragung unter Bürgern mit der Frage beschäftigt haben, wie der kleine Mann den Wechsel in der Notenbankpolitik aufnimmt. Das Ergebnis dürfte recht erschütternd sein für den Chef der US-Notenbank: Nur eine kleine Minderheit gab an, überhaupt von einer neuen Strategie der Fed gehört zu haben. Und die, die davon gehört hatten, gaben auch noch falsche Ziele wieder. Man glaubt allgemein, dass das Ziel der Notenbank ein starker Dollar sei und niedrige Zinsen, damit sich der Staat seine Verschuldung leisten kann.

 

Fazit

Auch wenn das zigfache Wiederholen des gesetzlichen Auftrags der Fed (Maximum Employment und Prize Stability) durch Jerome Powell in den Pressekonferenzen schon fast nervig wird: beim Bürger kommt anscheinend nicht viel davon an, was die Damen und Herren im Elfenbeinturm des Geldes in Washington D.C. vorhaben.

So könnte seine letzte Strategie mit der Aufforderung beim Bürger mehr zu investieren auf taube oder gar keine Ohren gestoßen sein. Höhere Inflationserwartungen sollten zum Vorziehen von Konsumausgaben führen. Wobei man sich schon fragen muss, wie es sein kann, dass man das Volk mit den vielen (überzogenen) Kreditkarten überhaupt zum Geldausgeben animieren muss..

Die Fed dringt mit ihren Aussagen nicht wirklich zu den Bürgern durch

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Battery Day und Tesla: Live-Kommentar zum Event

Markus Fugmann

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Elon Musk hatte den „Battery Day“ im Vorfeld als „einer der aufregendsten Tage der Tesla-Geschichte“ bezeichnet, gestern jedoch die Erwartungen in einem Tweet deutlich gedämpft – die Tesla-Aktie daher heute mit 5% im Minus.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, kommentiert den Battery Day live ab 22.15Uhr

:

Live-Kommentar zum lange erwarteten Battery Day von Tesla

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Gabor Steingart: „Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt“

Claudio Kummerfeld

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Gabor Steingart redet Klartext im folgenden aktuellen Video-Interview mit Mission Money. Er spricht von der Ausbeutung einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt, von einer Zinsknechtschaft von noch Ungeborenen. Die heutige Politik erkaufe sich mit der Druckerpresse Ruhe in der Bevölkerung, so lautet eine der Hauptthesen von Gabor Steingart (hier geht es zu Steingarts Morning Briefing).

Gemeint ist damit, dass (so wollen wir es formulieren) Notenbanken und Regierungen derzeit ohne Ende neues Geld drucken und die Staatsverschuldung hochschrauben. Damit werden Rettungspakete bezahlt, die zukünftige Generationen als Schuldenlast erben, und dann abbezahlen müssen. Mit diesem jetzt frisch erschaffenen Geld würden alte Industrien gerettet. Und das nun zwei Jahre laufende Kurzarbeitergeld sei de facto ein Bedingungsloses Grundeinkommen, so drückt es Gabor Steingart aus.

Gabor Steingart plädiert für Abkehr von alten Industrien, und für Aufbruch in die Zukunft

Im geht es im Interview hauptsächlich darum, dass es einen Art Aufbruch in Politik und Gesellschaft geben müsse. Denn derzeit rette Deutschland seine Industrie aus dem letzten Jahrhundert. Man müsse aber in Zukunftstechnologien investieren. So plädiert Gabor Steingart unter anderem dafür die Bildungsausgaben zu verfielfachen. Anfangen könne man zum Beispiel bei deutlich mehr Ausgaben für die Digitalisierung der Schulden. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Lufthansa vom Staat gerade 2 1/2 Mal so viel Rettungsgeld bekommen habe als die Schulen in Deutschland für die Digitalisierung.

Die Aussagen von Gabor Steingart sind hochinteressant! Sie sollten sich die 30 Minuten Zeit nehmen. Auch werden im späteren Verlauf des Interviews andere interessante Themen angesprochen, und auch der „Wandel von Journalisten hin zu Aktivisten“. Aber hauptsächlich widmet man sich der bislang verspielten Chance, jetzt massiv in die Zukunft zu investieren. Dabei gibt er sich betont optimistisch, dass Deutschland diese Herausforderung bewältigen könne – man müsse nur endlich mal losgehen, jemand müsse den Startschuss geben.

Gabor Steingart
Gabor Steingart, Ausschnitt aus Originalfoto. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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