Nach den Kursgewinnen am Mittwoch tendieren die Aktienmärkte am Donnerstagmorgen im Zuge der nachbörslich vorgelegten Nvidia-Zahlen etwas schwächer. Damit zeichnet sich nach der jüngsten Erholung eine Phase der Konsolidierung ab, zumal die hohen Erwartungen an den KI-Chipkonzern bereits im Vorfeld eingepreist worden waren.
Zur Wochenmitte hatte der DAX trotz eines weiterhin gedämpften Konsumklimas zugelegt und damit ein Signal relativer Stabilität gesendet. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia konnte sich der deutsche Leitindex wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten etablieren. Unterstützung kam dabei vor allem von freundlichen Vorgaben der US-Aktienmärkte, wo sich die jüngste Erholung der zuvor verprügelten Tech-Aktien fortsetzte.
Aktienmärkte ordnen Nvidia-Zahlen ein
Insbesondere die Hoffnung auf positive Impulse vom KI-Marktführer Nvidia trieb die technologielastigen Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 an. Vor dem Hintergrund milliardenschwerer Investitionsprogramme großer Technologiekonzerne war die Erwartungshaltung am Markt groß, zumal zuletzt verstärkt über mögliche Disruptionsrisiken durch Künstliche Intelligenz diskutiert und entsprechende Investitionen kritisch hinterfragt worden waren.
Entsprechend standen die Ergebnisse des KI-Chipriesen im Zentrum der Aufmerksamkeit und dienen als möglicher Taktgeber für die globale Risikobereitschaft. Insgesamt übertrafen sowohl die Quartalszahlen als auch der Ausblick die Erwartungen, dennoch gab die Aktie nach, da Investoren weiterhin Vorbehalte gegenüber den massiven KI-Investitionen hegen.
Gleichwohl bleibt die übergeordnete Seitwärtsphase an den Aktienmärkten intakt, auch wenn neue Zölle von US-Präsident Donald Trump die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks nur kurzfristig belasteten. Am Ende des Tages notierte der DAX 0,8 Prozent höher bei 25.175 Punkten. Allerdings ist ein nachhaltiges Ende der Pendelbörse noch nicht in Sicht, denn dafür müsste der Index nachhaltig über 25.350 Zähler steigen.
DAX weiter richtungslos
Der DAX notiert vorbörslich etwas tiefer. Die charttechnische Lage bleibt auch nach der gestrigen Erholung undurchsichtig. Ein nachhaltiger Ausbruch des Börsenbarometers über die Marke von 25.000 Punkten ist bislang nicht gelungen. Kann sich der Index jedoch auch heute darüber behaupten, dürfte sich der jüngste Rangehandel zwischen 25.000 und 25.300 Punkten fortsetzen. Im Fokus bleibt der Widerstand bei 25.200 Punkten. Oberhalb davon rücken die Marken bei 25.265 sowie 25.300 Punkten als weitere Hürden in den Blick. Mit deutlichen Anstiegen darüber ist heute allerdings nicht zu rechnen.
Eine erste wegweisende Unterstützungszone für den heutigen Intraday-Handel liegt bei 25.095 bis 25.075 Punkten. Diese sollte halten, um die Aufwärtsambitionen zu wahren. Fällt der DAX hingegen darunter, sind Abschläge bis 25.000 beziehungsweise 24.900 Punkte wahrscheinlich, wo er zuletzt mehrfach Halt fand. Gibt auch diese Marke nach, dürfte der Index die Zone zwischen 24.800 und 24.750 Punkten ansteuern.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
25.085 – Horizontale
24.988 – Tagestief 25.02.
24.900 – Horizontale
24.878 – Tagestief 24.02.
24.871 – SMA200
24.800 – Horizontale
24.734 – Tagestief 17.02.
24.714 – Tagestief 09.02.
24.620 – Horizontale
24.500 – MOB-Marke
DAX Widerstände
25.194 – Tageshoch 23.02.
25.202 – Tageshoch 25.02.
25.315 – Tageshoch 18.02.
25.331 – Tageshoch 20.02.
25.356 – Horizontale
25.507 – Rekordhoch
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Vorbehalte gegenüber KI-Investitionen können auch im Rahmen einer Momentaufnahme bestehen.
Trotzdem notiert die Dividendenrendite bei unter 2 Prozent im DAX und liegt damit unter der deutschen Umlaufrendite für festverzinsliche Wertpapiere.
Das ist der Fluch der hohen Kurse.