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Abwartende Stimmung bietet Chancen Dax Sentiment: Freundlicher Start ins Jahr 2023 in Sicht

Dax Senitment: Freundlicher Start ins Jahr 2023 in Sicht

Ohne besondere Richtung ging der DAX durch die letzte Woche des schweren Börsenjahres 2022. Vereinzelte Titel gerieten diese Woche in Bewegung, doch das waren meist Resultate von individuellen Unternehmensmeldungen. Schauen wir uns an, wie sich das Sentiment der Anleger zum Jahresende entwickelt hat.

DAX: Stimmung weiterhin schlecht

Die Stimmung gegenüber dem DAX ist mit einem Wert von -1,6% weiterhin schlecht. Zwar sind wir weit entfernt von Extremwerten unter -4%, doch die neutrale Woche führte nicht zu einer neutralen Stimmung. Es bleibt eine moderate Niedergeschlagenheit trotz des versöhnlichen Jahresabschlusses. Das Jahrestief beim DAX liegt immerhin bereits drei Monate und 13% zurück.

Es bleibt auch eine Verunsicherung zurück. Nach -5,8% in der Vorwoche ist diese zwar auf -3,5% ein wenig zurück gegangen, doch von Selbstzufriedenheit, die durch positive Werte gekennzeichnet ist, sind wir weit entfernt.

Die Zukunftserwartung zeigt mit einem Wert von weiterhin +0,6% nur moderaten Optimismus an. So richtig traut man der Aktienbörse nach dem heftigen Ausverkauf des Jahres 2022 nicht mehr über den Weg.

Auch die Investitionsbereitschaft ist mit einem Wert von +2,2% moderat, aber nicht deutlich. Viel lieber als neue Kaufentscheidungen zu treffen, lehnen Sie Anleger offensichtlich zwischen den Feiertagen ein wenig zurück und warten erst einmal ab, was das neue Jahr wohl bringen wird.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger ist weiter auf +4,5% angestiegen und signalisiert eine zunehmende Risikobereitschaft. Auch institutionelle Anleger, die sich über die Eurex absichern, setzen auf steigende Kurse zum Jahreswechsel. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 0,4% gefallen, was mit das höchste Interesse des laufenden Jahres an Call-Optionen bedeutet.

Auch in den USA steigt der Appetit auf Call-Optionen, das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiter gefallen und notiert aktuell bei 0,9%.

US-Fondsanleger haben ihre Investitionsquote vom Tief der Vorwoche leicht auf 44% angehoben. Doch noch immer halten US-Fondsanleger viel Cash für etwaige Liquiditätsabflüsse zum Jahreswechsel vor.

Die Bulle/Bär-Differenz der US-Privatanleger steht bei -21%. Das Bärenlager ist leicht auf 47,6% geschrumpft, während das Bullenlager auf 26,5% angewachsen ist.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit einem Wert von 37% moderate Angst an. Der wesentlich stärker schwankende Short Range Oscillator des S&P 500 signalisierte zum Ende des Jahres eine überverkaufte Situation. Wir dürfen uns vermutlich auf einen freundlichen Jahresstart freuen.

Interpretation der DAX-Stimmung

Zumindest kurzfristig würde ich die abwartende Haltung der Anleger als positiv interpretieren. Zum Jahresbeginn dürften einige neue Anlageideen auftauchen, mit denen sich der eine oder andere Anleger zum Kaufen bewegen lässt. Auf Basis der getätigten Jahresendverkäufe könnte schon ein geringes Kaufinteresse für steigende Kurse sorgen.



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