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Dax: Sicherheitsgefahr deutsche Autos! Der Weißwurst-Virus..

Warum in München hergestellte BMWs viel gefährlicher sind als die in South Carolina produzierten..

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Trotz einer immer offensichtlicher werdenden Abchwächung der Weltwirtschaft kennt die Euphorie der Aktienmärkte derzeit scheinbar keine Grenzen! Man geht – voreiligerweise – von der friedlichen Beilegung des Handelskriegs aus und feiert das Erschrecken der Notenbanken über die immer größer werdenden konjunkturellen Abwärts-Risiken. Mit anderen Worten: man tanzt derzeit auf dünnem Eis, und je länger man auf diesem Eis tanzt, umso größer die Einbruch-Gefahr!

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Und wie dünn das Eis derzeit ist, zeigt, dass das US-Handelsministerium offenkundig den Import deutscher Autos in die USA als “Sicherheitsgefahr” deklariert – und damit den Weg frei macht für Strafzölle. Und es ist ja klar: BMW etwa unterhält sein größtes Werk nicht in München, sondern in South Carolina, und während die von BMW in den USA produzierten Fahrzeuge offenkundig keine Sicherheitsgefahr darstellen, sind die in München produzierten und dann in die USA importierten BMWs natürlich sehr gefährlich – vermutlich weil sie den Weißwurts-Virus enthalten und damit die USA kulinarisch in andere Sphären hieven könnten!

Damit wird schon klar, wie absurd dieses Theater ist – es geht um reinen Protektionismus, um den Handelskrieg, der laut Auffassung der Märkte ja nicht stattfinden wird, nicht wahr? Aber Logik sucht man an den Finanzmärkten derzeit eher vergeblich, es wird alles ausgeblendet, was die eigene rosarote Wahrnehmung irgendwie stören könnte. Das kann eine Zeit lang gut gehen, fällt aber dann eher früher als später den Gutgläubigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die Füße!

Jedenfalls sind die deutschen Auto-Aktien vorbörslich im Minus, und es ist die Frage, ob dieser Erkenntnis-Virus, der von der Schwäche der Autowerte ausgeht, auch den Dax insgesamt belasten wird. Der deutsche Leitindex ist bekanntlich heute auf sich alleine gestellt und profitiert nach wie vor von der Panik, die die EZB offenkundig befallen hat in Sachen Konjunktur in der Eurozone. Die Einführung von Liquiditätsspendern für Banken (TLTRO) ist wohl nur eine Frage der Zeit (wenn man schon seitens der EZB sagt, dass man darüber diskutiere, dann ist das wohl faktisch schon beschlossen!).

Reicht die Panik der EZB und der wohlig-duselige Optimismus in Sachen Handelskrieg aus, um die Aktienmärkte dauerhaft in luftigen Höhen zu halten? Wohl nicht, denn die Realität ist härter, als die Finanzmärkte derzeit wahrnehmen wollen. Daher sollte man dieser – ohnehin umsatzschwachen – Rally weiterhin skeptisch gegenüber stehen!


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

 


Von Rainer Z … – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3905895

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leftutti

    18. Februar 2019 11:36 at 11:36

    @Markus Fugmann, vermutlich weil sie den Weißwurt-Virus enthalten und damit die USA kulinarisch in andere Sphären hieven könnten!

    :) :) :)

    Herrlich, danke, ich liebe Ihren Humor, vor allem, weil Sie damit in medias res gehen, ohne immer den ganzen Tag bierernst sein zu müssen. Apropos Bier, München, kulinarisch, USA: Vielleicht steckt auch der Bier-Bazillus im BMW…

  2. Avatar

    Prognostiker

    18. Februar 2019 16:45 at 16:45

    Was man nicht vergessen sollte, die Amis könnten die Autozölle als Erpressung der EU in der Iranfrage missbrauchen. Auch die Gaslieferung der Russen bringt der EU keine Sympathien.Er wird der EU noch sein Taktik- Spiel aufzwingen. Darum ist die DAX -Stärke erstaunlich.Ob der EZB- Adrenalin -Schub ausreicht um das zu halten wird man sehen.
    Ein guter Bericht von Steen Jacobsenvon der Saxo Bank: „DAS EXPERIMENT NULLZINS IST GESCHEITERT“

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Aktienmärkte: Trotz Rally fließt das Geld woanders hin!

Trotz der gestiegenen Kurse der Aktienmärkte haben Anleger ihre Cashreserven erhöht. Einer Erhebung der Privatbank Berenbank zufolge sind von Januar bis Mitte Mai weltweit 1,2 Billionen Dollar in Geldmarktfonds geflossen

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Aktienbären – also jene, die Rallys der Aktienmärkte gerne zum shorten nutzen –  hassen dieses Wort: TINA. Zumal es aberwitzig erscheint, wenn zu Zeiten des größten Wirtschaftseinbruchs aller Zeiten, die Aktienmärkte immer weiter steigen. „Spinnen die Aktienmärkte“, lautet eine noch zahme Umschreibung der Situation. Allerdings gibt es einfach dieses „blöde“ Akronym (TINA) – und die Lage wird nicht besser, wenn man neue Meldungen berücksichtigt.

Die Flucht in Sicherheit – trotz Rally der Aktienmärkte

Die Coronakrise hat die Volkswirtschaften der Länder in die tiefste Rezession (zumindest kurzfristig geführt), die man in Geschichtsbüchern nachlesen kann. Die Schrumpfung von -2,2 Prozent (Deutschland) und –4,8 Prozent (USA) sind erst ein müder Abklatsch des Kommenden, da der Höhepunkt des Lockdowns in den westlichen Staaten der Monat April und damit das zweite Quartal sein wird. Quartalseinbrüche von minus 15 bis minus 35 Prozent machen die Runde – und der Monat April dürfte in die statistischen Tabellen als der schlimmste Monat eingehen, den es je in Zeiten der globalisierten Wirtschaftswelt gegeben hat.

Demzufolge sind trotz hoher Kurse der Aktienmärkte sehr viele Anleger in die Warteposition der Geldmarktfonds gegangen. Warum die Kurse dennoch so hoch stehen, ist das Thema der Gegenwart (siehe gestriger Artikel) durch eine Geldflut biblischen Ausmaßes, die den Anlagemärkten stark zugute kommt. Weil die Notenbanken den Anlagezins zerstören und selbst die konservativste Stiftung zur Generierung von Ausschüttungen auf die so gefürchteten, unberechenbaren Aktienmärkte schielt.

Bei der gestrigen Emission einer 2-jährigen deutschen Anleihe mit Nullkupon und einer Rendite von minus 0,66 Prozent können nur Anlagerichtlinien befolgt werden, aber kein Ertrag erzielt werden. Außer man hofft auf einen weiteren Rückgang der Zinsen in den Minusbereich und Kurzzeitgewinne durch Duration. Aber dies ist nichts für Stiftungen, eher für spekulierende Banken. Den Versicherungen wird wohl oder übel nicht anderes übrig bleiben, als ihren Aktienanteil zu erhöhen, wenn am Anleihemarkt nichts mehr zu holen sein wird. Im Jahr 2000 vor dem Platzen der Dotcom-Blase hatte der Aktienanteil der deutschen Versicherer schon einmal 26,4 Prozent betragen – und liegt seither stets unter 10 Prozent. Hat Börsen-Urgestein Gottfried Heller recht, als er bereits letztes Jahr behauptet hat, die Niedrigzinsphase werde die Versicherer zwingen, ihre Anlagenrichtlinien zu ändern? Der größte Staatsfonds der Welt – der norwegische Statens Pensjonsfond – , hatte dies bereits im letzten Jahr getan und die Aktienquote von 60 auf 70 Prozent erhöht.

Die gestiegenen Cashquoten

Trotz der gestiegenen Kurse der Aktienmärkte haben Anleger ihre Cashreserven erhöht. Einer Erhebung der Privatbank Berenbank zufolge sind von Januar bis Mitte Mai weltweit 1,2 Billionen Dollar in Geldmarktfonds geflossen. Das bedeutet insgesamt die unglaubliche Summe von 4,8 Billionen Dollar in real negativ verzinsten Papieren. Dies ist, wie die Bank bemerkt, mehr als die gesamte Marktkapitalisierung der Aktien der Euro-Zone von etwa 3,7 Billionen Dollar – oder fast so viel wie die gesamte Marktkapitalisierung der Schwellenländer in Höhe von 5,1 Billionen (ex China). Noch gibt es ein bisschen Zinsen auf das Tagesgeld, aber was passiert, wenn die Zinsen auch in den USA ins Negative gleiten, wie es von vielen Volkswirten schon erwartet wird? Das Geld wird nicht allzu lange bei Negativverzinsung parken. Die Frage ist nur, wohin damit? In die Aktienmärkte?

Fazit

Auch wenn man immer wieder hört, dass viele US-Kleinanleger am Markt zocken, überinvestiert sind, so stehen immer noch große Summen an der Seitenlinie, die investiert werden können. Ob dies derzeit eine so gute Idee ist, steht auf einem anderen Blatt. Jede Hausse der Aktienmärkte, so absonderlich sie auch sein mag, wird immer wieder durch Gewinnmitnahmen unterbrochen. Auch wenn die Sell im May-Regel in dieser ungewöhnlichen Situation eines Lockdowns und einer V-förmigen Erholung nicht ertragreich sein sollte, so ist das berüchtigte Sommerloch bis in den Herbst doch überaus häufig.

Insgesamt betrachtet liegt noch viel Geld auf den Konten, trotz Corona. Erst recht bei den Deutschen. Wie hoch waren laut Bundesbank die Einlagen auf Girokonten und Tagesgeldkonten noch vor wenigen Monaten? 2,4 Billionen Euro, allein über eine Billion auf dem Girokonto. Allein davon könnte man den Dax zwei Mal erwerben. Aber Deutsche und die Aktienmärkte, das ist eine besondere Beziehung..

Trotz Rally fließt Geld eher nicht in die Aktienmärkte, sondern in die Geldmärkte

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Aktienmärkte: Trump gegen China – und Twitter! Videoausblick

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Für die Aktienmärkte werden heute zwei Themen wichtig: die Reaktion von Donald Trump und seiner Administration auf das heute verabschiedete Hongkong-Gesetz durch Chinas Führung – und seine Ankündigung, heute Maßnahmen gegen Twitter zu ergreifen (das betrifft dann wohl auch Facebook und Google). Mit anderen Worten: die Themen weredn nun politischer, ob aussenpolitisch in dem sich zuspitzenden Machtkampf mit China, oder innenpolitisch mit Trumps Kampf um die Deutungshoheit als Auftakt zum US-Wahlkampf. Asiens Aktienmärkte zeigen unterschiedliche Reaktionen – schwach vor allem der Hang Seng in Hongkong. Die US-Futures zum Handedlsende wieder mit der “Asien-Rampe” – inzwischen fragen sich auch andere Medien, wer da wohl an der Schraube dreht..

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Coronakrise und Aktienmärkte: Mythos “free lunch”! Marktgeflüster (Video)

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In der Coronakrise glauben die Aktienmärkte offensichtlich, dass es eine Art “free lunch” durch die Notenbanken gebe, weswegen man sich auch nicht um die Folgeschäden der Markt-Manipulationen kümmern müsse. Aber das Gegenteil ist der Fall: nicht nur haben freie Finanz-Märkte mit realem Angebot und Nachfrage aufgehört zu existieren, sondern man verschiebt in der Coronakrise das Problem erneut weiter in die Zukunft, um in der Gegenwart möglichst wenig Schmerz in Kauf nehmen zu müssen. Die Kosten und Folgeschäden dieser Verdrängung werden erheblich sein – und es sind unsere Kinder, die das zu schultern haben. Insofern kann man jedem seine Gewinne an den Aktienmärkten gönnen – aber es sind eben nur die Brotkrumen, die vom Tisch fallen – die Rechnung kommt dann nach dem vermeintlichen free lunch..

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