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Dax: Starke Hände, schwache Hände..

Der Dax hat gestern viel nachgeholt, was er zuvor verpasst hatte. Aber im Bereich der 11800er-Marke, dem Abwärts-Gap vom 30.Januar (dem dann ein weiterer Abverkauf folgte), war dann Schluß für den deutschen Leitindex, trotz weiter steigender US-Indizes. Wenn der Dax die 11800/15 überwinden kann, wäre Luft bis 12.000 Punkte

FMW-Redaktion

Der Dax hat gestern viel nachgeholt, was er zuvor verpasst hatte. Aber im Bereich der 11800er-Marke, dem Abwärts-Gap vom 30.Januar (dem dann ein weiterer Abverkauf folgte), war dann Schluß für den deutschen Leitindex, trotz weiter steigender US-Indizes. Und während eben diese US-Indizes weiter von Allzeithoch zu Allzeithoch eilen, ist der Dax davon immer noch ein gutes Stück entfernt.

In Asien auffällig die stark ansteigenden Erzeugerpreise in China mit +6,9% zum Vorjahremonat, der größte Preiszuwachs seit 2011, auch die Verbraucherpreise etwas höher als erwartet. Und in Japan Sorgen um Toshiba, das heute überraschend seine Quartalszahlen verschoben hat, selbst eine Pleite des Unternehmens scheint nicht mehr ausgeschlossen, das hat den Nikkei unter Druck gebracht:

Shanghai Composite +0,02%
CSI300 -0,01%
ChiNext -0,22%
Nikkei -1,11%

Der X-Dax zeigt sich von der Unruhe in Tokio noch weitgehend unbeeindruckt, und man darf gespannt sein, wie die Wall Street heute auf den (mehr oder minder) erzwungenen Rücktritt von Trums Sicherheitsberater Mike Flynn reagieren wird. Damit ist eine zentrale Figur aus dem Trump-Kabinett schon nach so kurzer Zeit weg vom Fenster, so sad! Und sicher wegen „dishonest media“! So oder so: der Rücktritt Flynns ist für Trump eher peinlich, mal sehen, ob er sich dazu heute auf Twitter äussert..

An diesem Bereich 11800 bis 11815 (obere Kante des Abwärts-Gaps vom 30.Januar) hat der Dax nun zu knabbern – aber das heißt auch, dass wenn der Dax diesen Bereich (nachhaltig) überwinden kann, eben weitere Luft bis etwa in den Bereich von 12.000 Punkten wäre:

Und wenn nicht? Droht ein Doppeltop, eben der Bereich 11800-11815. Viel wird natürlich heute auf Janet Yellen ankommen, die Fed ist potentiell die einzige wirkmächtige Opposition zu Trump. Natürlich wird sich Yellen alle Möglichkeiten offen lassen, Fed-Vize Fischer sprach kürzlich von der großen Unsicherheit der Lage, man wisse schlicht noch nicht, wo das Regierungs-Schiff hinsteure. Sehr beachtenswert übrigens der kürzlich erfolgte Rückritt von Daniel Trullo, der bei der Fed für Regulierungsfragen zuständig war und dessen Amtszeit eigentlich bis 2022 gelaufen wäre. Eine entscheidende Frage für die Märkte wird sein, ob noch mehr eher demokratisch gesinnte Fed-Mitglieder bald zurück treten (etwa Lael Brainard, die für Bill Clinton gearbeitet hat und als Gegnerin von Zinsanhebungen gilt).

Wie auch immer: der Anstieg der US-Märkte hat immer weniger „breath“, sprich das Handels-Volumen der steigenden Aktien geht zurück, ein klassisches Kennzeichen dafür, dass Privatkunden jetzt in den Markt gehen, mithin also die schwachen Hände. Und das ist eine Verlockung für die starken Hände..



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1 Kommentar

  1. Bleibt zu hoffen, daß Trump es schafft, auch die FED auszumisten.
    Politisch korrekte/korrupte Zauderer und Versager haben in den USA und in der EU lange genug rumgemerkelt.
    Das Ergebnis ist ein Desaster.

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