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Dax – Start in die neue Woche

Von Christoph Lange

Die vergangene Woche hat dem deutschen Leitindex zum Teil kräftige Verluste beschert.
Die Ukraine-Krise stand wiederholt im Mittelpunkt – die Gefahr eines Krieges zwischen Russland und Ukraine ist viel konkreter als in den vergangenen Tagen und Wochen. Telefongespräche zwischen Putin und westlichen Politikern (Merkel) haben die Lage nicht entspannen können. Es werden nun von den USA und der EU neue und härtere Sanktionen gegen Russland geplant. Die russischen Streitkräfte positionieren sich indes an der ukrainischen Grenze, gleichzeitig verstärkt die NATO ihre militärische Präsenz in den Baltikumstaaten und in Polen.
Fundamental ist die Situation viel entspannter, die Konjunkturdaten lassen sich zeigen, die krisengeplagte EU-Wirschaft kommt langsam wieder auf die Beine.
In dieser Woche werden sich die Märkte interessieren vor allem für:
Europa: GfK-Konsumklima, EU-Wirtschafts- und Konjunkturstimmung, Arbeitslosenzahlen und Einkausmanagerindex (D und EU)
USA: Hausverkäufe, Verbrauchervertrauen, Einkaufsmanagerindizes, Arbeitslosenzahlen und Fed-Sitzung mit Zinsentscheid (USA).
In dieser Woche könnte auch die Entwicklung in China ein Faktor werden: die Wirtschaft des Landes hat massive Probleme, der Yuan wertet weiter ab und bringt so viele Firmen unter Druck, die Fremdwährungskredite aufgenommen oder auf eine Aufwertung des Yuan gewettet haben.

Der DAX konnte den kurzfristigen Aufwärtstrend nicht fortsetzten (langfristig ist alles im grünen Bereich) und fiel deutlich. Alle Gewinne der vergangenen Woche sind wieder abgegeben worden.
Der Kurs scheiterte erneut an der Abwärtstrendlinie (blauer Kreis) vom Anfang des Jahres.
Die mehrmals getestete Preiszone von 9330-75 (rot) ist auch diesmal angelaufen worden (roter Kreis). Dieses Level bekommt nun eine besondere Bedeutung, weil es sich mit dem 50%- Fibonacci-Retracement deckt.
Abhängig davon, wie sich der Kurs jetzt verhält, sind zwei Szenarios möglich:
1. Wenn das rote Level nicht unterschritten wird, kann der Dax steigen bis mindestens zur Abwärtstrendlinie (9620).
2. Sollte er doch nach unten rutschen (durch Sorgen um die Ukraine), kann man mit Notierungen bis 9230, 9161 und sogar darunter rechnen.

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