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Dax steigt – EZB-Gerüchte verdichten sich..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax trotzt heute dem starken Yen und übersteigt die 9800er-Marke:

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Was ist der Grund dieser Bewegung? Darüber kann man spekulieren, aber es verdichten sich derzeit die Gerüchte darüber, dass die EZB morgen einen neuen Langfristtender für Banken beschließen wird. Und dieser Langfristtender, der die Refinanzierzung der Banken der Eurozone durch die Notenbank gewährleistet, solle, so das Gerücht, eine Negativrendite von -0,1% oder sogar -0,2% haben. Das würde bedeuten: Banken leihen sich bei der EZB Geld, und bekommen von der EZB Zinsen dafür, dass sie sich bei der Notenbank Geld leihen. Das wäre natürlich ein willkommenes Geschenk an die zuletzt unter Druck geratenen Banken wie etwa die Deutsche Bank!

Dazu kommt vermutlich eine Abstufung der negativen Einlagezinsen – auch das Banken-schonend einerseits, die Fantasie weitere Senkungen des Einlagezinsen aufrechterhaltend andererseits. Genau das wäre ein „game changer“ für die Aktienmärkte, nachdem sie sich so sehnen! Vielleicht erklärt das auch den gestrigen Käufer von 50.000 Eurostoxx-Kontrakten sowie das schnelle Emporschießen von Bank-Aktien im Umfeld diser Aktion! Denn nur eine Senkung des Einlagezinses und eine Erhöhung des QE alleine wäre schlicht zu wenig für die Märkte!

Die Anleihemärkte reagieren bereits auf die sich verdichtenden Hinweise auf einen Langfristtender mit Negativrendite – Deutschland heute mit neuen Allzeittiefs bei der Emission einer 2-jährigen Staatsanleihe (Schatz). Anders dagegen das Bild in Portugal: hier mußte das Land für die Emission einer 10-jährigen Anleihe 3,138% bieten – und damit deutlich mehr als bei der letzen Emission im Januar. Grund ist die Sorge über die beschlossenen Maßnahmen der Links-Regierung Portugals. Am 29.April wird die Ratingagentur DBRS eine neue Einschätzung zu Portugal geben – sollte sie ihre Einschätzung auf „junk“ absenken, dürfte die EZB gemäß ihrer eigenen Statuten keine portugiesischen Anleihen mehr kaufen, da die drei anderen Ratingagenturen Portugals Anleihen bereits als „junk“ einstufen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    9. März 2016 14:31 at 14:31

    Dann mal besser die Shorts verkaufen

    • Avatar

      Mr. Jones

      9. März 2016 19:22 at 19:22

      Behalte die mal besser. Einfach so!

  2. Avatar

    oscar

    9. März 2016 14:38 at 14:38

    warum wird eigentlich in einem verlogenem, hoch gradig kriminellen finazindustrie von schulden gefaselt? die gibt es doch gar nicht. siehe doch nur diese „maßnahmen“ an….ist doch nur beschiß auf kosten anderer. aber schulden? da wird geld gedruckt, zinsen in negativ bereiche manipuliert, lügen verbreitet und sich am lemming schadlos gehalten. schulden sind doch nur ein probates hirngespinst dass zur legitimierung von irgendwelchen exzessiven handlungen dient… verlogenes drecksystem… mehr fällt einem da echt nicht mehr ein ! passend zur ktiminellen politik…guten morgen schlaaaand…brauchts die brutale eu tyrannei wirklich????

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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