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Dax-Stimmung: Als ob nichts passiert wäre! Und die Amerikaner werden wieder optimistisch..

Ist die Stimmung besser als die Lage?

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Es ging beim Dax nach der letzten Veröffentlichung des Sentiments der Dax-Investoren von der Deutschen Börse zunächst stark runter (nach der Fed-Sitzung im Dezember), dann wieder stark rauf (seit Anfang Januar). Was hat sich nun geändert in Sachen Markteinschätzung bei den Befragten?

Nicht so furchtbar viel: bei den Profis sind 45% bullisch – ein Minus von 3% zur letzten Befragung vom 09.Dezember – und die Bären kommen auf 28% (+1% zur letzten Befragung). Es dürften vor allem die Aussagen von Fed-Chef Powell letzten Freitag gewesen sein, die zu dieser doch recht optimistischen Einstellung geführt haben, man geht nun (wohl etwas leichtsinnig) von einem Powell-Put aus, der die Märkte wie ein Auffang-Netz stützen würde, überschätzt dabei aber vermutlich die Distanz dieses Netzes zu den aktuellen Kursständen an der Wall Street (Dow Jones 5000 Punkte über dem Stand bei der Wahl Trumps).

Ohnehin scheint man bei den Dax-Profis auch wenig Gewicht auf die immer schwächeren deutschen Konjunktur-Daten zu legen – der Dax hat diesen Abschwung schon länger „gerochen“ und ist daher seit Juni auf Talfahrt. Der Kursanstieg seit Jahresbeginn aber scheint diese Sorgen erst einmal in den Hintergrund zu rücken – das gilt insbesondere auch für die Privat-Investoren, bei denen mit 49% fast jeder Zweite im Lager der Bullen weilt, während nur 29% pessimistisch sind (-9% zur letzten Befragung).
Dazu meint die jüngsten Daten Joachim Goldberg kommentierend:

„Zu Beginn des Jahres zeigen sich institutionelle und private Investoren also ähnlich bullish eingestellt. Die Angst, dem immer noch vorherrschenden Abwärtstrend ausgeliefert zu sein, scheint einer anderen Angst, nämlich eine mögliche Trendwende zu verpassen, gewichen zu sein. Allerdings ist der hausgemachte Optimismus nicht gerade überbordend zu nennen. Vielmehr bewegen sich die Sentiment-Indizes lediglich geringfügig über den Mittelwerten des zweiten Halbjahres 2018. Damit bestehen gute Chancen, dass die derzeit aufwärtsgerichtete Korrektur im übergeordneten Abwärtstrend noch eine Weile fortgesetzt werden kann. Widerstand aus Gewinnmitnahmen besagter DAX-Positionierungen ist indes auf höherem Niveau bei 11.000/11.100 DAX-Zählern zu erwarten.“

Unklar bleibt, ob und in welchem Umfang hier noch Schieflagen bei den Positionen bestehen, wie auch Goldberg konstatiert:

„Gleichermaßen verrät diese Veränderung allerdings auch nicht, wie sich die Mitglieder unseres Panels während der vergangenen drei Wochen geschlagen haben. Ob sie den Einbruch des DAX ausgesessen oder die Notbremse gezogen haben und später wieder eingestiegen sind? Darüber kann nur spekuliert werden.“

Zu vermuten ist jedoch, dass Anstiege des Dax für den Ausstieg aus zuvor „unter Wasser“ liegenden Long-Positionen genutzt werden könnten..

In den USA ist die Stimmung der in der AAII-Umfrage befragten Privatinvestoren ebenfalls wieder recht bullisch: 38,5% sind bullisch (+5,4% zur letzten Befragung), die zuvor dominanten Bären verlieren -13,4% auf nun nur noch 29,4%. Vielleicht wurden nun viele dieser Privatinvestoren aufgrund der verbessserten Stimmungslage wieder in den Markt gezogen – und könnten nun das Opfer einer erneuten Abwärtsbewegung werden..

Abschließend noch einmal die Einschätzung von Jaochim Goldberg zur Dax-Stimmung im Video:


Foto: Deutsche Börse AG

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