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Dax-Stimmung: Bärischer geht es kaum mehr! Warum das aber vermutlich den Bullen nicht helfen wird..

Vor allem die heimischen Dax-Profis sind aktuell so bärisch für den deutschen Leitindex wie seit März 2015. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber, dass das nicht zwingend ein gutes Omen für die Bullen ist..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Stimmung der heimischen Dax-Investoren ist aktuell so bärisch wie seit dem März 2015 nicht mehr – wie die jüngste Umfrage der Deutschen Börse zeigt. Vor allem die Profis sehen offenkundig die Dax-Welt extrem negativ: das Bullen-Lager verliert dort weitere -5% auf nun nur noch 28%, bei den Privaten fällt dagegen das Bullen-Lager nur um -2% auf nun 34%. Bei den Profis aber wechselten jene 5%, die das Bullen-Lager verlassen haben, direkt an die Seitenlinie, sind also neutral (+5% auf nun 23%). Bärisch sind bei den Profis mit 49% (unverändert zur Vorwoche) also fast die Hälfte!

Bei den Privatanlegern dagegen wechselten die Bullen direkt zu den Bären, allerdings bleibt die Bewegung mit +2% bei den Bären auf nun 45% eher überschaubar. Neutral sind bei den Privaten nun 21% (unverändert zur Vorwoche).

Dabei ergibt sich eine immense Differenz zwischen ausländischen und heimischen Investoren!

Joachim Goldberg, der die Dax-Stimmung bei Profis und Privatanlegern Woche für Woche analysiert, meint dazu (allerdings geschrieben vor dem gestrigen Abverkauf!):

„Die Aktienmärkte der Eurozone scheinen deshalb so beliebt, weil offensichtlich nach der französischen Präsidentschaftswahl zumindest das Extrem-Risiko eines Auseinanderfallens der Eurozone nunmehr von den internationalen Investoren fast völlig ausgeblendet wird. Bedenkt man darüber hinaus, dass 82 Prozent der Befragten die USA für den am stärksten überbewerteten Aktienmarkt halten und auch Währungsrisiken (ein deutlich fallender Euro gegenüber dem US-Dollar) bei Euroland-Engagements von ausländischen Investoren längst nicht mehr so stark abgesichert werden wie noch zu Beginn des Jahres, kann man von einer regelrechten Euro-phorie des Auslands sprechen.

Es bleibt auf jeden Fall bemerkenswert, dass der heimischen Skepsis – vornehmlich gegründet auf noch überschaubaren Schieflagen – ein steter Zufluss langfristigen Kapitals (auch aus dem Ausland) gegenübersteht.“

Die Ausführungen von Joachim Goldberg können Sie als Video hier sehen..

Wenn also vor allem die Profis so skeptisch sind wie seit März 2015, was bedeutet das? Ist das ein Kontraindikator? Vielleicht eher doch nicht, wie der Blick auf den Chart vom Frühjahr 2015 zeigt: der Dax erreichte damals im März sein vorläufiges Top und begann dann zu fallen:

Es ist also alles andere als sicher, dass die bärische Stimmung den Dax vor einem weiteren Abverkauf bewahren kann!

Ähnlich negativ die Stimmung auch bei den amerikanischen Privatanlegern, wie die neueste AAII-Umfrage belegt: so sind nur noch 23,9% bullisch (-8,9% zur Vorwoche). Führend sind die Neutralen mit 41,9% (+4,8%), während 34,3% bärisch sind (+4,0%). Also auch in den USA alles andere als Euphorie – und das schon vor dem gestrigen Abverkauf!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zinsangst

    18. Mai 2017 11:55 at 11:55

    Wie erklären sich dann die auf Rekordhoch befindlichen Wertpapierekredite, wenn in den USA die Bären-Quote so hoch ist? Sind die Läute bärisch und dennoch auf Kredit hoch gehebelt im Markt investiert? Verstehe ich nicht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      18. Mai 2017 12:02 at 12:02

      @Zinsangst, es sind offenkundig vor allem die Profi-Investoren, die sich das noch billige Geld leihen und dann gehebelt agieren; die hier angesprochene AAII-Umfrage erfasst nur amerikanische Privatanleger..

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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