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Dax-Stimmung: Bullischer, aber (noch?) nicht euphorisch

In der letzten Woche hat sich der Dax nach dem fulminanten Anstieg nach der ersten Runde der Präsidentschafts-Wahlen kaum bewegt, aber die Stimmung der Dax-Investoren ist bullischer als in der Vorwoche. Das liegt vorwiegend an der Enttäuschung der Bären..

FMW-Redaktion

In der letzten Woche hat sich der Dax nach dem fulminanten Anstieg nach der ersten Runde der Präsidentschafts-Wahlen kaum bewegt, aber die Stimmung der Dax-Investoren ist bullischer als in der Vorwoche. Das liegt vorwiegend an der Enttäuschung der Bären, die sowohl bei Profi-Anlegern (-6% zur Vorwoche auf nun 36%) als auch bei den Privatanlegern (-5% auf nun 38%) verlieren. Die Bullen gewinnen sowohl bei den Profis als auch bei den Privaten +1% hinzu und erreichen jeweils 42%. Die eigentliche Zugewinne aber verbucht das Lager der Neutralen (+5% bei den Profis, nun 22%; +4% bei den Privaten, nun 20%). Wir haben es also eher mit einer Kapitulation der Bären zu tun, die überwiegend an die Seitenlinie gewechselt sind, als mit einer deutlichen Zunahme der bullischen Stimmung!

Joachim Goldberg analysiert die Daten so:

„Damit wird zweierlei deutlich: Die Mehrheit der Marktteilnehmer scheint derzeit noch auf höhere DAX-Stände zu schielen, um – möglicherweise nach einem Sieg Emmanuel Macrons bei der französischen Stichwahl – Engagements gegen den Aufwärtstrend zu einem höheren Stand als heute vorzunehmen. Andererseits ist der derzeitige Optimismus der institutionellen und privaten Anleger sowohl in der absoluten und auch in der relativen Betrachtung seit Jahresbeginn (und schon gar nicht im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Monate) nicht als überbordendend oder gar euphorisch einzustufen.

Damit bleibt unter dem Strich die Erkenntnis übrig, dass sich der DAX zumindest aus heimischer Sicht immer noch in einer stabilen Position befindet und selbst im Falle eines mancherorts prognostizierten deutlichen Rücksetzers von ca. 450 bis 550 Punkte unter dem heutigen Erhebungskurs von 12.500 DAX-Zählern gerechnet wieder gut nachgefragt sein dürfte. Wie in der Vorwoche gilt weiterhin, dass diese Nachfrage auch dann entstehen könnte, wenn der DAX durch zusätzliche langfristige Kapitalzuflüsse deutlich weiter nach oben getrieben würde.“

Etwas ausführlicher Goldberg dazu in diesem Video:

Und in den USA? Dort sind die von der AAII-Umfrage befragten Privatinvestoren nach wie vor überwiegend bullisch mit 38,1% (unverändert zur Vorwoche), auch jenseits des Atlantiks verbuchen die Bären Verluste (-1,8% zur Vorwoche auf nun 29,9%), während die Neutralen auf 32,0% kommen (+1,7%).


Statue nahe der Wall Street in New York City
Foto: Arturo Di Modica; Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)



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