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Dax: Stimmung der Profi-Investoren extrem pessimistisch

Vier Tage in Folge ist der Dax nun gestiegen und hat dabei die 13.000er-Marke überspringen können. Herrscht jetzt eine Art „Hurra-Stimmung“ – oder gar siegestrunkene Euphorie? Mitnichten. Denn es sind scheinbar die starken Kursanstiege seit dem Corona-Crash (Tief am 22.03.2020), die vor allem die Profi-Investoren skeptisch zu machen scheinen.

Laut Umfrage der Deutschen Börse sind unter den Profi-Investoren lediglich 19% bullisch für den Dax – ein extrem niedriger Wert und ein Rückgang von -11% zur Vorwoche. Mit 48% ist fast jeder zweite Profi derzeit im Lager der Bären (+4% zur Vorwoche), während mit 33% ein Drittel sich nicht einem Lager zuordnen lassen will, ergo neutral ist (+7% zur Vorwoche).

Bei den befragten Privatinvestoren ist die Stimmung deutlich optimistischer: hier sind immerhin 33% bullisch und 41% bärisch, neutral 26%.

Übergeordnet ist das alles andere als Euophorie. Mißtraut man den Kursanstiegen beim Dax mit Blick auf die Realwirtschaft?

Joachim Goldberg schätzt die Lage für den Dax angesichts der pessmistischen Stimmung so ein:

„Der Anstieg des DAX, der allein im Wochenvergleich 1,9 Prozent betragen hatte, sorgte vielmehr für ein Wiederaufflammen des altbekannten Pessimismus. Denn unser Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 15 Punkte auf einen neuen Stand von -29 gefallen. Dabei ist das Bullenlager um ein Drittel geschrumpft, wovon sich allerdings zwei Drittel der Befragten mit Gewinnmitnahmen begnügten und sich nicht erneut zu den Pessimisten geschlagen haben. Damit ist – vielleicht auch der Jahreszeit angemessen – die Gruppe der neutral gestimmten Akteure auf den höchsten Stand seit dem 5. Februar angewachsen und ist jetzt so groß wie zwei Wochen vor Beginn des Corona-Crashs.

In jedem Fall bedeutet der wiederaufgeflammte, aber in der relativen Betrachtung nicht überbordende Pessimismus eine Verbesserung des DAX-Umfeldes. Denn im Falle von Rücksetzern wäre nunmehr im Gegensatz zur Vorwoche bereits zwischen 12.400 und 12.500 Zählern mit erster Nachfrage der jüngsten bearishen Investoren zu rechnen. Auch hat sich die Gefahr einer zusätzlichen Short-Squeeze, ausgelöst durch dieselben Akteure, aber frühestens oberhalb von 13.300 DAX-Zählern, deutlich erhöht.“

In den USA zeigt sich dagegen die US-Privatinvestoren in der AAII-Umfrage wieder optimistischer: so sind mit +30% immerhin 6,7% mehr als in der Vorwoche bullisch gestimmt, die Bären kommen auf immer noch im historischen Durchschnitt hohe 42,1%, verlieren dabei aber -5,5% zur Vorwoche.

Derzeit senken vor allem die Profiinvestoren den Daumen über den Dax



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3 Kommentare

  1. Profi Investoren daa ist Old school, die jungen dynamischen Robin Hooder gehen ganz unvoreingenommen an die Sache. Die zeigen es den Loosern so richtig. Bewertung ist etwas aus dem letzten Jahrtausend, das braucht man nicht mehr.

  2. Solche Qutschanalysen. Steht der DAX bald bei 14K, eine Frage der Zeit, sind die Profis weiter pessimistisch. Goldberg und Co. sagen dann wieder: beste Voraussetzung für weiter stark steigende Kurse. Fällt der DAX wirklich mal bis 12500 sagt die gleiche Schar, Investoren sind pessimistisch ob der sich eintrübenden Lage. Ergo: Kaufen, was das Zeug hält. Werden die Investoren optimistisch heißt es plötzlich, die Investoren glauben an eine bärenstarke Zukunft, also rein in die Märkte…:-D das ist so lächerlich. Dann lieber einen Satz von Dave „Warren“ Portnoy, Stocks only Go Up! Damit ist alles gesagt und dieses lächerliche Sentiment-Gedöns obsolet!

    1. Ich glaube auch an eine bärenstarke Zukunft! Habe gerade noch mal den DAX geshortet…

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