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Dax-Stimmung: Die Bären sterben aus

Bei den deutschen Investoren gibt es eine Spezies, die akut vom Aussterben bedroht ist: die Bären. Anders das Bilde in den USA..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Bei den deutschen Investoren gibt es eine Spezies, die akut vom Aussterben bedroht ist: die Bären. So zeigt die neueste Umfrage der Deutschen Börse, dass sich das Lager der Bären sowohl bei den Institutionellen als auch bei den Privatanlegern stark gelichtet hat!

Demnach verlieren die Bären unter den Profis deutliche 10% auf nun nur noch 34%, während bei den Privaten der Rückgag ebenfalls 10% auf nun nur noch 30% beträgt. Die Abgänge der Bären kommen dabei etwa gleichermaßen den Bullen und den Neutralen zugute: so steigt der Anteil der Bullen bei den Profis um 5% auf nun 41%, bei den Privaten um 4% auf nun 48%. Neutral sind bei den Profis nun 25% – ein Anstieg von 5%. Bei den Privaten geht es für das Lager der Unentschlossenen um 6% auf nun 22% nach oben.

Dazu kommentiert Joachim Goldberg:

Es „ist davon auszugehen, dass der während der vergangenen Wochen besonders aktive Teil der institutionellen Investoren den vergleichsweise geringen Rücksetzer des DAX während des Berichtszeitraums in Höhe von gut 2 Prozent erwartungsgemäß zu Gewinnmitnahmen genutzt hat.
Bei den Privatanlegern mehren sich die Zeichen für einen stetig wachsenden Optimismus. So lässt sich für den Börse Frankfurt Sentiment-Index dieser Gruppe ein kräftiger Anstieg von +4 Punkten auf nunmehr +18 Punkte verzeichnen. Dabei ist diese Verbesserung weniger auf einen starken Anstieg des Bullenlagers zurückzuführen. Tatsächlich beruht die jüngste Befestigung des Stimmungs-Index in erster Linie auf eine Glattstellung von Absicherungspositionen, also auf den Rückzug ehemaliger Pessimisten.
Am Ende ist also das Stimmungspendel wieder in die positive Richtung zurück geschwungen, ohne dass sich jedoch ein ausgeprägter Optimismus bei institutionellen und privaten Anlegern feststellen ließe“.

Nunja: die Werte erscheinen uns doch etwas hoch, zumal bei einer Umfrage über Facebook und Twitter der Anteil der Bullen bei satten 58% liegt, die Bären bei 25%, die Neutralen bei 17%..

Und wie sieht es bei den amerikanischen Privatinvestoren aus? Laut der neuesten Umfrage der AAII verliert dort das Bullenlager 6,1% auf nun nur noch 29,4%, während die Bären 3,3% zulegen und damit knapp an den Bullen vorbeiziehen (29,6%). Die Neutralen bleiben das stärkste Lager mit eine Zuwachs von 2,9% auf nun 40,9%.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    25. August 2016 12:59 at 12:59

    Ist doch logisch. Pessimismus ist fehl am Platze. D.h, wenn schon überhaupt Pessimismus, dann aber richtig. Also wirkliche Katastrophenstimmung.

    Ich verweise diesbezüglich auf meinen Kommentar unter eurem Bericht zum IFO-Index. „Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf“

  2. Avatar

    leser

    25. August 2016 15:01 at 15:01

    Für den amerikanischen Markt gibt es bei CNN eine schöne Seite zu der Marktstimmung, http://money.cnn.com/data/fear-and-greed/

    Etwas vergleichbares für den deutschen Markt kenne ich nicht. Vielleicht ein Projekt für Euch?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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