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Dax-Stimmung: Die Bullen sind zurück – und könnten bald richtige Probleme bekommen!

Lange war die Stimmung vor allem bei den Profiinvestoren überaus mäßig für den Dax – aber das hat sich jetzt geändert, und das obwohl die Performance des Dax ganz im Gegensatz zu den US-Inidzes ebenfalls überaus mäßig ist. Und dem neu gefassten Optimismus der Bullen droht der nächste Rückschlag..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Lange war die Stimmung vor allem bei den Profiinvestoren überaus mäßig für den Dax – aber das hat sich jetzt geändert, und das obwohl die Performance des Dax ganz im Gegensatz zu den US-Inidzes ebenfalls überaus mäßig ist. Das aber ficht die Optimisten nicht an, wie es aussieht – denn das Lager der Bullen ist nun laut neuester Umfrage der Deutschen Börse wieder das Stärkste! Um satte +10% geht es nach oben bei den Bullen, die nun 37% stellen, während die Bären -4% verlieren und mit 36% knapp hinter die Optimisten zurück fallen. Die Neutralen verlieren -6% auf nun 27%.

Etwas weniger bullisch ist die Stimming der Privatinvestoren: zwar verlieren auch hier die Bären, das Minus von 4% aber reicht nicht, um das Bären-Lager mit nun 41% von seiner Spitzenposition zu verdrängen. Die Bullen gewinnen nur mickrige +1% auf nun 35% hinzu, die Neutralen legen 3% zu auf nun 24%.

Joachim Goldberg verweist zunächst auf mögliche Schieflagen aufgrund der Entwicklung des Euro-Kurses:

„Dabei dürfte nicht einmal der absolute Stand des Euro Kopfzerbrechen bereiten, sondern vor allen Dingen die zu Jahresbeginn vielerorts geäußerten Einschätzungen zur Entwicklung der Gemeinschaftswährung. Die große Mehrheit der Analysten prognostizierte seinerzeit, ausgehend von ca. 1,05 US-Dollar, einen noch schwächeren Euro, womit möglicherweise strategisch teure Fehlentscheidungen einher gingen.“

Und viel Potential sieht er nicht für den Dax – Anstiege dürften aus seiner Sicht schon bald wieder abverkauft werden:

„Die Einkaufstour institutioneller Anleger bedeutet für den DAX leider keinen wirklichen Befreiungsschlag. Denn typischerweise sind diese optisch gut aussehenden Käufe oftmals nicht die Basis für ein längerfristiges Engagement im Aktienmarkt. Deswegen ist bereits bei einem Anstieg des Börsenbarometers auf ca. 12.450/500 Zähler mit Gewinnmitnahmen der heutigen Käufer zu rechnen. Auch wenn der Börse Frankfurt Sentiment-Index der institutionellen Marktteilnehmer nur einen Wert von +1 Punkt angenommen hat, liegt er doch recht ordentlich über seinen Halb- bzw. Vierteljahresdurchschnitten von -5 bzw. -9 Punkten, bedeutet daher in der relativen Betrachtung letztlich eine leichte Belastung für das Börsenbarometer.“

Hier Goldberg dazu im Video:

Bei den Amerikanern ist laut neuester AAII-Umfrage ist die Stimmung etwas diffus: die Bullen verlieren leicht mit -1,0% auf nun 34,5%, während die Neutralen dominieren mit 41,2% und einem Plus von 2,5%. Die Bären abgeschlagen auf dem letzten Platz mit nur 24,3% und einem Minus zur Vorwoche von 1,5%.


Stoßen sich die Bullen bald die Hörner ab?
Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – die Wirtschaft entscheidet und nicht die Wahlen

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Trump oder Biden, Rettungspaket JA oder NEIN? Egal was passiert, die Börse läuft weiter?

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Coronakrise: Die unheimliche Hausse der Schusswaffen-Hersteller

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Amerikaner kaufen in der Coronakrise Waffen, Deutsche dagegen Toilettenpapier – wie Analysen aus dem Frühjahr gezeigt haben. Kurz vor den US-Wahlen steigt die Unsicherheit in vielerlei Hinsicht – und die Aktienkurse von Waffenherstellern. Waffenkäufe in den USA sind in Zeiten der Coronakrise schon seit längerer Zeit feststellbar –  jetzt aber gesellen sich noch weitere Ursachen dazu. Die Steigerungen bei den Kursen der Waffenfirmen brauchen sich nicht einmal hinter den Tech-Werten zu verstecken. Und wieder einmal könnte ein Regierungswechsel einen Boom auslösen.

Das Recht des Amerikaners zum Waffenbesitz

Wie oft wurde in den USA schon über eine Verschärfung des Waffenrechts diskutiert, zumeist im Zusammenhang mit Amokläufen! Stets beruft sich die US-Waffenlobby in Gestalt der NRA – National Rifle Association of America, Nationale Schützen-Vereinigung – auf das verfassungsrechtlich garantierte Recht der Amerikaner zum Waffenbesitz.

Im 2. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten, verabschiedet bereits am 15. Dezember 1791 hieß es:

„Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.“ Obwohl es immer wieder Versuche gibt dieses uralte „Grundrecht“ abzuändern, unterstützen insbesondere die Republikaner mit ihrem Präsidenten Donald Trump die Interessen der NRA. Da ein Regierungswechsel zu den Demokraten sehr wahrscheinlich geworden ist, haben die Aktien von Waffenherstellern einen weiteren Aufwind bekommen – man erwartet Hamsterkäufe im Falle eines Wahlsiegs von Joe Biden.

Die Hausse der Revolveraktien im Jahr der Coronakrise – oder Amerikaner kaufen Waffen, Deutsche Toilettenpapier

So lautete eine etwas scherzhaft gemeinte Feststellung zu Zeiten des Lockdowns im April. Betrachtet man sich aber die Entwicklung der Aktien von Pistolen-, Revolver-, und Gewehrherstellern in den letzten neun Monaten, so erkennt man, dass dies kein billiger Kalauer gewesen ist. Im Übrigen waren die Regale mit dem Toillettenutensil eine Zeitlang wirklich Mangelware in Deutschland.

Die Performance:

Konnte der große S&P 500 in diesem Jahr bisher um sieben Prozent zulegen, so ging es mit den Aktien der weltbekannten Waffenfirma Smith&Wesson um 135 Prozent nach oben, die weniger bekannte Firma Sturm Ruger aus Southport (Connecticut) bringt es immerhin auf 51 Prozent. Allein im Monat Oktober ging es bereits um 8 beziehungsweise 9,5 Prozent nach oben.

Waren es im Spätwinter Sorgen der Amerikaner vor Plünderungen infolge der Coronakrise, später die Angst vor Unruhen im Lande wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd, so fürchtet man sich jetzt vor einem möglichen Chaos nach dem 3. November, sollte es keinen eindeutigen Sieger geben. Zusätzlich sorgen sich die Waffennarren vor härteren Regelungen, insbesondere von Schnellfeuerwaffen, die für die Demokraten ein echtes Übel darstellen. In Deutschland würde manche Waffengattung unter die Regelungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KrWaffKontrG ) fallen. Die Chefs der Waffen-Firmen in den USA hingegen freuen sich über die Nachfrage, man komme mit den Auslieferungen kaum hinterher.

Absonderliche Entwicklungen unter den Reps und Dems

Die eindeutige Positionierung von Demokraten und Republikanern haben in der Vergangenheit zu seltsamen Entwicklungen der Aktienkurse von Waffenfirmen geführt. Unter den acht Jahren von Präsident Barrack Obama stiegen die Aktien von Sturm Ruger um etwa 900 Prozent, weil der Demokrat zwar immer für schärfere Waffengesetze eintrat, dieses im Kongress aber nicht durchsetzen konnte. Unter Donald Trump stieg die Aktie dieser Firma nur um mickrige 16 Prozent, weil sich die NRA der Unterstützung des Präsidenten sicher sein konnte. Jetzt könnte Joe Biden aufgrund der Coronakrise ins Weiße Haus zurückkehren, um die Ideen von Barack Obama in die Tat umzusetzen.

Wozu brauchen die Amerikaner so viele Waffen?

Diese Frage kommt einem sofort in den Sinn, wenn man sich die Statistiken über den Waffenbesitz in den USA betrachtet – eine „kleine“ Privatarmee. 43 Prozent aller Amerikaner leben in einem Haushalt mit mindestens einer Schusswaffe. Es gibt in den USA 300 Millionen Waffen, Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre.

Fazit

Es ist für uns Europäer schon eine schauerliche Vorstellung: Dass es in fast jedem zweiten Haushalt Schusswaffen gibt, dass Millionen von Amerikanern selbst im Handschuhfach ihres Wagens eine Waffe mitführen. Gerade in der jetzigen Situation eines gespaltenen Landes, in dem sich bestimmte Gruppierungen im Lande unversöhnlich und fanatisch gegenüberstehen, bei einem Präsidenten, der vieles gewähren lässt, um es höflich auszudrücken. Dazu die Coronakrise mit ihren wirtschaftlichen Folgen: Gestiegene Waffenkäufe und gestiegene Aktienkurse bei Smith&Wesson und Co, ob das nicht der gefährlichste Teil der Aktienhausse in den USA ist?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart an der Wall Street – Autos, Banken, Energie: Dreht der Wind?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Gibt es eine Umschichtung von Tech-Aktien eher zu „langweiligeren“ Aktien wie den Autotiteln? Daimler und andere Firmen melden gute Zahlen.

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