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Dax-Stimmung: Die Profis deutlich bullischer..

FMW-Redaktion

Die Stimmung vor allem der Profinvestoren beim Dax ist im Vergleich zur Vorwoche deutlich bullischer geworden. Lagen in der Vorwoche die Bären noch vorne, hat sich das nun deutlich geändert: die Bullen legen 9% zu auf nun 45%, während die Bären satte 12% verlieren auf nun nur noch 31% – die Bären sind also weitgehend ins Lager der Optimisten marschiert. Neutral sind nun 24%, ein Anstieg von 3% zur Vorwoche.


Die Bullen sind wieder am Drücker! Statue nahe der Wall Street in New York City.
Foto: Arturo Di Modica; Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Nicht so euphorisch dagegen die Privatanleger: hier stieg der Anteil der Bullen nur um 2% auf nun 41%, die Bären legen 1% zu auf nun 39%, das Lager der Neutralen verliert dementsprechend 3% auf nun 20%. Blickt man auf die Entwicklung des Dax vor allem gestern, scheinen also die Profis diesmal den besseren „Riecher“ gehabt zu haben (das war in der Vergangenheit nicht eben immer der Fall). Mithin waren es also vermutlich die Institutionellen, die den gestrigen Anstieg maßgeblich getragen haben, wie auch Joachim Goldberg meint:

„Beurteilt man die heutige Stimmungserhebung, bleibt festzuhalten, dass der jüngste sprunghafte Aufwärtsimpuls des DAX zu großen Teilen durch die institutionellen Anleger selbst ausgelöst wurde und somit weitgehend hausgemacht ist. Andererseits ist der Börse Frankfurt Sentiment-Index dieses Panels mit einem Wert von +14 im Sechs-Monats-Vergleich nicht als besonders bullish, sondern immer noch eher als neutral einzustufen.

Ob der jüngste Aufwärtsimpuls tatsächlich als Beginn eines neuen Trends oder doch nur als ein Strohfeuer (samt Fehlsignal) einzuschätzen ist, wird sich an der Größenordnung etwaiger Rücksetzer festmachen lassen. Zumindest dürfte der Referenzbereich für etwaige Käufe für Späteinsteiger beim DAX derzeit relativ eng bei 11.550/90 Zählern liegen und sollte nicht unterlaufen werden. Im Ergebnis bedeutet dies, dass heimische Schieflagen für einen großen Aufwärtstrend des DAX derzeit fehlen und das Börsenbarometer somit auf die stützende Hilfe langfristigen Kapitals (aus dem Ausland) angewiesen bleibt.“

Es sind eben nach wie vor die US-Märkte in ihrer Trump-Euphorie, die die Richtung vorgeben. Dabei ist interessant, dass die amerikanischen Privatanleger (im Gegensatz offenkundig zu den US-Profis) deutlich skeptischer geworden sind, wie die neueste AAII-Umfrage zeigt: demnach sind nämlich nun die Bullen das kleinste Lager geworden, sie verloren 5,4% zur Vorwoche auf nun nur noch 31,4%. In Führung liegen nun die Unentschlossenen, die +4,6% auf nun 34,9% gewinnen, die Bären legen mit +0,8% leicht zu auf nun 33,5%. Aber vielleicht wird sich das Bild bei den US-Privatanlegern schon sehr bald ändern, angesichts der medialen Jubel-Berichterstattung über den Anstieg des Dow Jones über die 20.000er-Marke!



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1 Kommentar

  1. Katastrophenhausse voraus?
    Hohe Überschuldung, niedrige Wachstumsraten, Hyperinflation. Letztere fehlt noch, macht sich aber langsam auf den Weg.

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