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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Dax-Stimmung: Haben sie schon gekauft?

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So langsam werden auch die Profi-Investoren wieder optimistischer für den Dax, wie die jüngste Umfrage der Deutcshen Börse zeigt! Mit 42% und einem Zuwachs zur Vorwoche von immerhin +4% sind die Bullen in der Führungsposition, während die Bären -6% zur Vorwoche verlieren und nun nur noch auf 29% kommen.

Die in den Wochen zuvor optimistischeren Privatanleger dagegen weren nun etwas skeptischer: so sinkt der Anteil der Bullen um -1% zur Vorwoche auf nun nur noch 45%, die Bäen gewinnen +6% zur Vorwoche immerhin +4% auf nun 33%.

Von Euphorie kann also, trotz der stark gestiegenen Kurse eher keine Rede sein – und Joachim Goldberg hat eine Erklärung, warum das so ist:

„Wieder ist eine Woche verstrichen und wieder könnte man den Eindruck gewinnen, dass viele Akteure mit dem neuerlichen Anstieg des DAX nicht so recht viel anzufangen wissen. Natürlich gibt es ein immer gleiches Argument für den Anstieg der Aktienkurse, der vor allen Dingen in den USA initiiert wird: die Hoffnung auf eine Einigung im US-chinesischen Handelsstreit. Aber es ist verständlich, dass vor allen Dingen europäische Anleger eine Beilegung dieses Konflikts nicht mit der gleichen Freude wie die Börsianer jenseits des Atlantiks begleiten würden. Denn der nächste Handelsstreit – auch wenn von offizieller Seite immer wieder auf Versprechen der USA, von Strafzöllen gegenüber der EU abzusehen, verwiesen wird – hat sich zumindest als beunruhigendes Element in den Köpfen vieler Akteure festgesetzt. Spätestens als das US-Handelsministerium zum vergangenen Wochenende seinen Bericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe aus der EU an Donald Trump übergeben hatte, war ein längst verdrängt geglaubtes Gespenst bei vielen Börsianern und Kommentatoren wieder präsent.“

Sind die Profis unterinvestiert? Dazu wieder Goldberg:

„Damit liegen institutionelle und Privatanleger stimmungstechnisch fast wieder gleichauf. Allerdings spricht vieles dafür, dass die privaten Investoren in den vergangenen Wochen erfolgreicher als ihre institutionellen Pendants gewesen sind. Deren Optimismus ist immer noch vergleichsweise verhalten. Dies wird insbesondere daran erkennbar, dass sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index mit dem Wert von +13 Punkte ziemlich genau auf dem Niveau der Durchschnittswerte der vergangenen 3 bzw. 6 Monate befindet. Und das, obwohl der DAX gegenüber der Vorwoche im Punktvergleich noch einmal um 1,5 Prozent angestiegen ist. Diese derzeit relativ neutrale Positionierung spiegelt aber auch eine gewisse Unsicherheit der Börsianer wider, ob dem DAX die Trendwende tatsächlich gelungen ist oder ob der mehr als 8-prozentige Anstieg der Kurse seit Jahresbeginn lediglich eine Korrektur in einem übergeordneten Abwärtstrend darstellt. Die heutige Erhebung vermittelt zumindest den Eindruck, dass vor allem die Mehrheit der institutionellen Akteure längst nicht so bullish positioniert ist, wie sie es vermutlich sein möchte. Das allerdings sind keine schlechten Nachrichten für den DAX.“

Und abschließend noch einmal eine Video-Einschätzung des „Sentiment-Papstes“:


Foto: Deutsche Börse AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Marko

    21. Februar 2019 18:21 at 18:21

    HAllo,

    sein wir doch mal ehrlich, die Stimmung ist viel zu negativ, als , dass davon reden könnte, dass der Aktienmarkt signifikant fallen könnte. Hinzu kommt noch die „Bären-Bremse“ EZB. 😉

    Ja, und ich habe gekauft, sogar Hebelprodukte, dies bei „ausgebombten“ Werten. Dies im Downswing,
    d.h. doch „ein paar Punkte“ tiefer als jetzt, da waren die Profi-Investoren etwas zu langsam ?

    Rational betrachtet, ist Europa zu billig. Was aber auch logisch ist, da die EZB „nichts macht“.

    Alleine von der Dividendenrendite her gesehen, gibt es einiges zu holen, dies eher in Europa.

    Na klar, der Brexit, die Handelskriege usw. Auf lange Sicht bringen solche „Abspaltungstendenzen“ sowieso nichts.

    Die Erde, der Markt, wir Menschen werden weiter zusammenwachsen, durch die Globalisierung, die Digitalisierung, durch das Internet.
    „Kleine Währungen“, „Kleine Wirtschaftsgemeinschaften“, werden gegen die „Großen“ keine Chance haben.

    Zölle, mögen fürs erste mal schön und toll sein, nur auf lange Sicht, wird es beispielsweise die USA schädigen. Der Wunsch nach Zöllen, zeigt, das man in der Vergangenheit lebt, seine „eigene Wirtschaft/Staat“ in neuem Glanz aufblühen lassen will.

    Nur, das Problem ist, die Konkurrenz es innovativer. Die Vernetzung zwischen der Realwelt und der Computer- bzw. der Internetwelt wird weiter steigen.

    Übrigens, hier mal was zur EZB-Präsidentenwahl :

    https://www.onvista.de/news/ezb-werden-die-naechsten-geldspritzen-vorbereitet-oesterreich-moechte-weidmann-als-draghi-nachfolger-192783535

    „In der Europäischen Zentralbank (EZB) herrscht laut Nowotny derzeit eine abwartende Stimmung. Ob sich das Fenster für die Normalisierung der Geldpolitik langsam schließe, sei zu früh zu beurteilen. Laut Nowotny sollte zur Jahresmitte über das weitere Vorgehen bei der Zinspolitik diskutiert werden. „Angesichts der Abkühlung wird nun darüber debattiert, ob man diese Normalisierung überhaupt weiterführen soll. Ich persönlich kann momentan keinen Bedarf an zusätzlicher Liquidität erkennen“, sagte Nowotny.“

    Das Fenster zur weiteren „Geldbomben“ sollte sich unbedingt schließen.

    Es wäre sehr wichtig , dass die EZB endlich mal raus kommt aus Ihrem Kokon, und zusammen mit der , zusammen (!) den Anleihemarkt auf „normale Höhen“ bringt.
    Die EZB sollte nicht mehr so (über-)vorsichtig agieren, 0,25 % Zonserhöhungen per Quartal, das wäre endlich mal ein Zeichen der EZB, welches schon längst überfällig ist !

    Wenn man das rational betrachtet, wäre ein Herr Weidmann „dran“ als EZB-Präsident.

    Warum ? Deutschland ist der größte Staat der EU, Deutschland wird sowieso angesprochen, sollte es zu Krisen kommen (und nicht die EZB direkt), siehe Griechenland-Krise usw.

    Die anderen Kandidaten, waren schon mal an der Macht, also die Niederlande und Frankreich.

    VG
    Marko

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