Folgen Sie uns

FMW

Dax-Stimmung: Immer locker bleiben!

Während die Dax-Investoren bester Laune sind, werden die Amerikaner deutlich bärischer. Deutsche und Amerikaner, so scheint es, leben in getrennten Welten..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

„Immer locker bleiben“, das scheint das Motto der geneigten Dax-Investoren zu sein, wie die neueste Umfrage der Deutschen Börse zeigt. Das galt und gilt inbesondere für die Privatanleger, die unverändert mit 56% der Befragten bullisch sind. Die Institutionellen hingegen waren in der Vorwoche noch etwas skeptischer gewesen als die Privatanleger, haben die Lücke aber verkleinert mit einem Anstieg von 2% auf nun 50% im Bullen-Lager. Nun ist zwar in der Vorwoche nicht allzu viel passiert beim Dax, aber der heutige Kursrutsch mit Bruch der wichtigen Unterstützung bei 10450 Punkten dürfte aus Sicht der bereits investierten Bullen doch eher als suboptimal wahrgenommen werden. Und wenn die Chose weiter nach unten laufen sollte – zumal die technische Lage des Dax (wie auch der US-Indizes) nun doch recht angegespannt erscheint – dürften Stopps der doch so gut gestimmten Bullen für weitere Verluste beim deutschen Leitindex sorgen.

Bei den „Instis“ reduziert sich der Anteil der Bären um 4% auf nun 31%, bei den Privaten ist das Bären-Lager ohnehin ziemlich leer mit nun 25% (-1%). Neutral sind derzeit jeweils 19% bei Privaten und Institutionellen.

Joachim Goldberg kommentiert den „überraschenden“ Optimismus der Anleger so:

„Überraschend ist vielmehr, dass ein immer wahrscheinlicher werdender radikaler Austritt Großbritanniens aus der EU, ein sogenannter „hard Brexit“, die Börsianer hierzulande kalt zu lassen scheint. Während der zuletzt massive Wertverlust des britischen Pfundes vor allem den Kommentatoren aus dem anglo-amerikanischen Raum ziemlich große Sorgen bereitet, bleibt man hierzulande vergleichsweise gelassen. Vielleicht konzentrieren sich die Akteure lieber auf den möglichen Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA, wo den jüngsten Umfragen zufolge Donald Trump gegenüber der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in deutlichen Rückstand geraten ist – für Börsianer tendenziell ein Unsicherheitsfaktor weniger.

Nach der Marktbereinigung in der Vorwoche baut sich bei den institutionellen Anlegern also langsam wieder eine Vertrauensbasis zum DAX auf. Dabei sind die neuen Optimisten wahrscheinlich nicht aufgrund größerer Positionierungen zu den Bullen übergelaufen; ihr Verhalten dürfte vielmehr als das Resultat kleinerer Adjustierungen bei den Engagements gelten. Gemessen am Halbjahresmittelwert des Börse Frankfurt Sentiment-Index von +14 sind die bullishen Engagements in der relativen Betrachtung als Ausdruck eines moderaten Optimismus zu begreifen. Und auch wenn die Privatanleger deutlich positiver eingestellt sind, bleiben die Chancen für einen ausgeprägten DAX-Trend ohne den Einfluss frischer langfristiger Kapitalströme begrenzt. Viel spricht dafür, dass der DAX seine derzeitige Konsolidierung zwischen etwa 10.200 und 10.800 Zählern auch in den kommenden Tagen fortsetzen wird.“

Wie schon so oft ist das Bild in den USA völlig anders als in Deutschland, wie die neueste AAII-Umfrage unter amerikanischen Privatinvestoren zeigt. Demnach hat sich der Anteil der Bullen jenseits des Atlantiks um 3,3% verringert auf nun nur noch 25,5%. Großer Gewinner ist das Bären-Lager mit einem Zuwachs von 5,5% auf nun 33,7%, während die Neutralen 2,5% auf nun nur noch 40,8% einbüßen. In den USA dominieren also die Neutralen, die Bullen stellen das kleinste Lager. Es scheint doch sehr, dass Deutsche und Amerikaner derzeit in getrennten Welt leben..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Der Dollar ist der Schlüssel! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Für die Aktienmärkte scheint derzeit der beste Indikator der Dollar zu sein: wenn die US-Währung stärker wird, fallen die Aktienmärkte – und umgekehrt. Heute hat der zuletzt stetig steigende Dollar-Index ein wichtiges Widerstands-Level erreicht – von dem er zunächst abgeprallt ist, was wiederum die zunächst schwachen US-Futures (und Gold!) nach oben drehen ließ. Letztendlich ist alles ein einziger großer Trade gegen den Dollar, der gewissermaßen als Pegel für Streß fungiert. Der heutige Handel an der Wall Street sehr nervös – der Dax dagegen recht robust, ohne wirklich Strecke nach oben machen zu können. Nun beginnt das Warten auf die Fernsehdebatte zwischen Trump und Biden., bis dahin bleibt es wohl sehr hektisch..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Warum es abwärts geht! Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktzienmärkte geraten wieder deutlich unter Druck – und der aufwertende Dollar ist das sichtbare Streßsymptom dafür. Warum geht es bergab für die Aktienmärkte? Weil nun endgültig klar ist, dass der Stimulus nicht mehr kommt vor den Wahlen – und die Fed in Gestalt von Jerome Powell klar gemacht hat, dass von ihr vorerst nichts mehr zu erwarten ist. Damit ist das angenommene Sicherheitsnetz für die Märkte deutlich tiefer gehängt, dazu droht das Damoklesschwert einer US-Wahl, die in einem Desaster endet. Bleibt wohl nur die (unbegründete) Impfstoff-Hoffnung als Motiv für eine Rally. Im derzeitigen Umfeld sind solche Rallys aber wohl gute Verkaufs-Gelegenheiten..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Abverkauf bei Gold als Vorbote? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Vergleicht man die Entwicklung der Aktienmärkte (anhand des Leitindex S&P 500) mit Gold, so fällt auf, dass das gelbe Edelmetall seit dem Sommer diesen Jahres eine Art Vorläufer-Funktion hat: es stieg vor den Aktienmärkten dynamisch an und erreicht ein neues Allzeithoch, dann folgte bei Gold ein Abverkauf – bevor schließlich die Aktienmärkte unter Druck kamen. Nun erneut Schwäche bei Gold – folgen nun die Aktienmärkte? Der Schlüssel ist hier der stärker werdende Dollar, das Vehikel für Risiko-Aversion schlechthin. Nach einem starken Start geht es an der Walll Street Richtung Süden – wie so oft steigen vorbörslich die US-Futures, zur Kassa-Zeit wird es dann aber schwieriger..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen