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Dax-Stimmung: Jetzt wird es richtig gefährlich!

Am Montag der Flash-Crash an der Wall Street – herscht jetzt also verbreitet Angst? Nein, das Gegenteil ist der Fall! Es herrscht Euphorie, die bullische Stimmung ist laut Umfrage der Deutschen Börse so stark gewachsen seit der Vorwoche wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr! Ganz nach dem Motto: der Dax ist gefallen, jetzt ist alles doch so schön günstig, also rein da! Die Wahrscheinlichkeit, dass das schief geht, ist hoch!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Am Montag der Flash-Crash an der Wall Street – herscht jetzt also verbreitet Angst? Nein, das Gegenteil ist der Fall! Es herrscht Euphorie, die bullische Stimmung ist laut Umfrage der Deutschen Börse so stark gewachsen seit der Vorwoche wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr! Ganz nach dem Motto: der Dax ist gefallen, jetzt ist alles doch so schön günstig, also rein da!

Sehen wir uns die Werte an: bei den Profi-Anlegern legt das Bullenlager um sage und schreibe +27% auf nun 60% zu! Ähnlich bei den Privatanlegern, hier wechselten +16% ins Lager der Bullen, das nun 59% der Befragten umfaßt. Bärisch dagegen sind bei den Profis nur noch 27%, ein Minus von 13% zur Vorwoche, bei den Privatanlegern 26% mit einem Minus von 12% zur Vorwoche.

Man geht also offenkundig „all in“ – aber was passiert, wenn die Erwartungen der Bullen nicht eintreten? Dann müssten sie in einer Abwärtsbewegung die gekauften Positionen wieder verkaufen und würden damit den Abwärtsdruck noch verstärken. Und genau das ist nach unserer Ansicht nun wahrscheinlich, schon weil die Märkte gerne den Weg des größten Schmerzes gehen!

Ähnliches befürchtet auch Joachim Goldberg:


„Doch dieses Mal ist scheinbar alles anders. Eine große Mehrheit ist mutig und wagt den Einstieg. Und wenn sie Recht hat, wäre das in der Tat ein profitables Geschäft und ein Schnäppchen für alle. Sofern etwaige Gewinne nicht in einem viel zu frühen Stadium bereits wieder mitgenommen werden. Und genau das würde große Kurssprünge des DAX behindern.

Viel gravierender ist indes die Tatsache, dass bei einem neuerlichen Abverkauf deutscher Standardwerte – wenn aus der Korrektur womöglich ein Abwärtstrend würde – ein Großteil heimischer Nachfrage bereits bedient wurde und somit als Käufer ausfällt. Dies wäre insbesondere gefährlich, wenn sich ausländische Investoren, die immer noch in hohem Maße in Aktien der Eurozone investiert sein dürften, von hier verabschiedeten.

So gerne wir es sehen würden, dass möglichst viele Börsianer in kürzester Zeit reich werden, so skeptisch schauen wir auf unsere Daten der heutigen Erhebung. Vor allem wenn sich die erhofften Kursgewinne nicht sofort einstellen. Ein nur vor sich hin dümpelnder Markt auf niedrigem Niveau wäre in diesem Zusammenhang ein Warnzeichen. Angesichts der heutigen Erhebung muss man sich Sorgen darüber machen, dass es nicht bei einer gesunden Korrektur im Aufwärtstrend bleib“.

Bingo! Es sind ja vor allem die Ausländer aus dem Dollar-Raum, die den Dax „machen“ und die nun erleben, dass der Dollar stärker wird, der Euro schwächer. Aber die Erwartung eines weiter steigenden Euros ist für diese Investoren aus dem Dollar-Raum ein wichtiges Kaufargument für den Dax gewesen, ihre Positionen verlieren faktisch an (Dollar-)Wert, wenn der Euro fällt. Mithin könnten also ausländische Investoren, die im derzeitigen Umfeld steigender Renditen an den Anleihemärkten ihre Portfolios umstellen müssen, genau dies tun: ihre Dax-Aktien zu verkaufen!

Hören wir dazu Goldberg auch im Video:

In den USA übrigens haben die Turbulenzen bei den dortigen Privatanlegern deutliche Spuren hinterlassen laut neuester AAII-Umfrage: demnach verlieren die Bullen -7,7% und stellen jetzt nur noch 37,0% der Befragten, während die Bären um 6,3% auf nun 35% zulegen können.


Die Bullen sind außer Rand und Band – und dürften bald etwas auf die Hörner bekommen..
Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    V

    8. Februar 2018 11:15 at 11:15

    Herr Fugmann, schauen sie sich mal den Bull/Bear Index historisch von Jo Goldberg an und dazu den DAX Verlauf.

    Erkennen Sie irgendeine relevante Korrelation oder eine Handlungsempfehlung aufgrund historischer Zusammenhänge?

    • Avatar

      PK

      8. Februar 2018 11:57 at 11:57

      ich find den aktuellen Sentiment erklärbar.
      Die Marktteilnehmer waren sich ja vorher sicher, daß es mal eine Korrektur geben muss. Das war ja vorher fast Konsens. Nun ist sie da und man freut sich, hat man die ja schließlich vorhergesagt. Die Sicherheit ist da, daß man, da man mit Annahme 1 (Korrektur) richtig lag wie auch Annahme 2 zutreffen wird und die lautet, daß es eben nur eine Korrektur ist.
      Ich hab hier schonmal gesagt, daß der Markt selten das macht was Konsens ist und daher denke ich, gehen wir diesmal deutlich weiter runter. Und zwar in USA UND De. Die Leute die jetzt optimistisch den Dip gekauft haben (wie es die letzten 10x ratsam war) müssen erst bluten und das Handtuch werfen. Dann bekommen wir (vielleicht) einen Boden.

      • Avatar

        V

        8. Februar 2018 12:29 at 12:29

        Obgleich ich diese generelle Einschätzung bezüglich Psychologie des Marktes für sehr wahrscheinlich halte ist mein Punkt ein anderer gewesen: ich sehe im konkreten Bull/Bear Index wie von Herrn Goldberg erfasst null Mehrwert, denn daraus ist historisch kein Geld zu machen gewesen. Aus den Stimmungen (egal ob + oder -) ist nicht abzuleiten gewesen, dass der Kurs in der Folgezeit fällt oder steigt.

        Das mag vielleicht daran liegen, dass die Werte, die darin erfasst werden nicht der tatsächlichen Stimmung entsprechen, sondern eine „taktische“ Meinung abgegeben wird. Ich ertappe mich bei Umfragen diesbezüglich auch so vorzugehen….

    • Avatar

      V

      8. Februar 2018 11:58 at 11:58

      Ok, scheinbar möchten Sie mir auf meine rethorische Frage nicht antworten. :D

  2. Avatar

    Columbo

    8. Februar 2018 12:14 at 12:14

    War das Ganze nicht eher nur eine unerwartete Volatilitätskrise, wo sich einige Investoren verzockt haben? Die sind jetzt zwar etwas geschockt, aber Konjunktur, Liquidität, niedrige Inflation werden die Märkte wohl wieder steigen lassen, wenn der erste Schreck verdaut ist.

  3. Avatar

    Beobachter

    8. Februar 2018 14:20 at 14:20

    @Columbo,könnte sein,aber das Verrückte ist, der Volatilitätsindex ist ein Derivat des Aktienindex,u.jetzt sind wir soweit ,dass das Derivat den Aktienindex bewegt.
    Das würde heissen “ DER HUND WEDELT MIT DEM SCHWANZ “
    Betreff Stimmungsindikatoren, Stimmung ist Super u. niemand kauft ? Ist das vielleicht typisch für eine Distributionsphase .Wie schon erwähnt wollen interessierte Kreise die Lage schönreden um ihre Buchgewinne auf hohem Niveau ins Trockene zu bringen.
    Wer glaubt denn dieser dekadenten Elite nur noch ein Wort, hat doch der Chef von Bridgewater am WEF von steigenden Aktien geredet u.seine Firma ist in den letzten Tagen als grösster Leerverkäufer aufgetreten.
    Hat doch auch ein Fondmanager kurz vor der Korrektur 2008 seinen Kunden Papiere angeboten, die er in internen Mails als Scheissdreck bezeichnet hat.
    Gemäss heutiger Presse ist ein bekannter Fondmanager,
    der schon länger vor dieser Kartenhaus -Finanzindustrie
    warnt in grosser Minderheit.

    • Avatar

      Segler

      8. Februar 2018 18:44 at 18:44

      @beobachter Hier muss ich doch korrigieren: “ ..aber das Verrückte ist, der Volatilitätsindex ist ein Derivat des Aktienindex.. “ Das ist leider nicht richtig.
      VIX und dessen Derivate basieren auf den Preisen der OPTIONEN der Aktien im SP 500
      Und hier spielen Prinzipien der Versicherung eine entscheidende Rolle
      Ein linearer Zusammenhang lässt sich nicht herstellen.
      Gruss

      • Avatar

        Segler

        8. Februar 2018 20:41 at 20:41

        Nachtrag:
        Falls jemand die Entwicklung in den Vola-Produkten mitverfolgen will:
        In meinem Vola Konto habe ich seit November wieder erste Positionen eröffnet
        a) VXX Short 365 Stück @49,20
        b) SVXY long 650 Stück @10,70

        Wir erleben derzeit einen Vola Peak.
        Es kann durchaus sein, dass es noch einige kräftige Bewegungen gibt, aber in wenigen Tagen bis Wochen wird sich der Sturm gelegt haben.
        Unabhängig davon, ob die Aktienkurse weiter fallen oder seitwärts tendieren.
        Wie schon geschrieben: Vola Trades sind nicht tot.
        Ganz im Gegenteil. JETZT muss man sie machen.
        Jetzt oder nie !
        Die aktuell exorbitant hohe Vola ist ein Geschenk, das man nicht verschmähen sollte.
        In wenigen Wochen wird der VXX wieder bei 25 und weniger notieren.
        Mit abnehmender Vola UND ansteigendem ADC und ADCRT werde ich schrittweise weiter short VXX einscalen.
        Ich möchte Interesse wecken für eine Welt jenseits der simplen Entweder-Oder-Dialektik vom Denken mit Long oder Short Engagements.
        Zudem eine Welt, mit der man wesentlich mehr verdienen kann als mit Puts und Calls. Volatilität kehrt nach einem Ausbruch immer zurück zum Mittelmass.
        Immer ! Manchmal dauert es Tage, manchmal Wochen.
        Im Moment fühlen sich Vola Trader wie das Mädchen in Grimms Märchen, welches die Sterntaler in ihr Kleidchen regnen lässt.
        :-)
        Es ist sicher nichts für Anfänger, und nur wer diese Produkte wirklich versteht, der darf sie handeln. Also bitte nicht blind nachtraden !
        Dennoch wird es für einige hier im Forum interessant sein.
        Gruss von der Vola Front

        • Avatar

          PK

          8. Februar 2018 21:21 at 21:21

          ja, solange man die Positionsgröße so bemisst, daß man auch die brutalsten Volaspikes überlebt ist alles in Butter. Man stellt halt im Grunde Liquidität zu einem brutalen Zinssatz zur Verfügung.
          Und eben am besten lieber den VXX shorten als den SVXY long gehen. Denn in einem weiteren Vola Spike wird letzterer wahrscheinlich komplett liquidiert wie der ETF von der CS, war ja eh kurz davor. Beim VXX eher unwahrscheinlich.
          Es sind und bleiben keine echten ETF sondern Schuldverschreibungen der Emittenten. Und die können komplett den Bach runter gehen. Bei den Verwerfungen die ich dieses Jahr erwarte sollte man das im Hinterkopf haben.
          LG
          PK

          • Avatar

            PK

            8. Februar 2018 21:25 at 21:25

            übrigens Trade Idee hier AAPL Puts verkaufen.
            AAPL hat sich heut sehr gut gehalten und das ist eine der Aktien, die von steigenden Zinsen profitieren !
            Und sich eventuell auf Übernahmeshopping begeben werden wenn alles weiter fällt. Bins sonst echt kein Apple Fan und die Produkte sind grauenhaft aber wer aktuell 250 Milliarden auf der Kante hat steht besser da als TSLA oder andere hoch verschuldete Unternehmen.
            Nur mal so als Idee…

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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am

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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