Folgen Sie uns
  • Börsenseminar
  • Gawooni Anleihe
  • Brokervergleich

Indizes

Dax-Stimmung: Kalte Dusche – oder die Laune der Profis hat sich schwer abgekühlt..

Manche Partys sind besonders kurz – das gilt insbesondere für die alles-wird-wieder-gut-Party am Montag..

Veröffentlicht

am

Manche Partys sind besonders kurz – das gilt insbesondere für die alles-wird-wieder-gut-Party am Montag nach dem so ungemein geselligen Beisammensein der Delegationen der USA und Chinas in Buenos Aires. Blickt man auf die aktuelle Umfrage der Deutschen Börse, so liegt die Vermutung nahe, dass gerade die Profis den Anstieg zum Ausstieg genutzt hatten. Und wenn das so war, dann haben diese Profis ein gutes Timing bewiesen, denn aktuell handelt der Dax unter der 11.000er-Marke..

Stimmungstechnisch ist das eine Art kalte Dusche: waren in der Vorwoche bei den Profis noch sagenhafte 65% und damit annähernd zwei Drittel der Befragten bullisch, so sind es nun nur noch 41% – ein Minus von satten 24%, so einen Umschwung sieht man in der Dimension ganz selten! Die abgewanderten Bullen sind dabei direkt ins Bärenlager gewandert, das sogar +25% zur Vorwoche hinzu gewinnen konnte auf nun 40%.

Bei den Privatanlegern dagagen herrscht Stoik: kaum Veränderungen zur Vorwoche, die Bullen liegen bei 48% (-2% zur Vorwoche), die Bären bei gewinnen +1% auf nun 33%.

 

Was ist da los? Hören wir dazu Joachom Goldberg:

„Mit dem deutlichen Einbruch des Börsenbarometers hat sich auch die Stimmung unter den von uns befragten mittelfristig orientierten institutionellen Investoren nach dem fast schon extrem anmutenden Optimismus der Vorwoche dramatisch verschlechtert. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 49 Punkte auf einen Stand von +1 Punkt gefallen. Gut möglich, dass ein Teil dieser ehemaligen Optimisten tatsächlich noch von der zwischenzeitlichen Erholung des DAX profitieren konnte, obwohl wir selbst eigentlich erst mit einsetzenden Gewinnmitnahmen ab 11.600 Punkten gerechnet hatten. Genauso wahrscheinlich kann es aber auch sein, dass einige Akteure spätestens heute die Notbremse gezogen haben. Per Saldo ist immerhin fast ein Viertel unseres kompletten Panels vom Bullen- ins Bärenlager umgezogen.“

Und wie erklärt sich die starke Differenz zwischen Profis und Privatanlegern? Und was heißt das nun für die weitere Entwicklung des Dax? Dazu wieder Goldberg:

„Per Saldo hat sich damit ein deutlicher Meinungsunterschied zwischen den privaten und den institutionellen Investoren manifestiert. Während Erstere versuchen werden, im Falle eines nicht gerade wahrscheinlichen Aufschwungs ihre weitgehend schal gewordenen bullishen Engagements zu reduzieren, gestaltet sich die Lage für die institutionellen Marktteilnehmer etwas günstiger. Denn es handelte sich zuletzt nicht nur um eine reine Kapitulationsbewegung, sondern teilweise auch um den Versuch, auf niedrigerem Niveau wieder einzusteigen. Denn mit einem Sentiment-Index knapp an der neutralen Nulllinie – in der relativen sechs Monatsbetrachtung können wir sogar von Pessimismus sprechen – ist der Markt unter dem Strich als weitgehend „sauber“ zu bezeichnen. Und für den DAX sind dies insofern keine allzu schlechten Nachrichten, als die Absicherungspositionen und Short-Engagements wieder eingedeckt werden müssen – natürlich auf niedrigerem Niveau als heute. Dabei werden sich nicht wenige an den bisherigen Jahrestiefs vom Oktober (rund 11.050) und November (etwas über 11.000) orientieren.“

Hier Ausführlicheres von Goldberg auch im Video:


Von turydddu @ Flickr, retouched by JovanCormac – [2], CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7443222

5 Kommentare

5 Comments

  1. Vogel

    6. Dezember 2018 16:59 at 16:59

    Ein wahres Fest: DAX gerade bei 10829
    Kann mir jemand von den Profis hier ein UBS-Produkt auf einen steigenden DAX empfehlen (rechne kurzfristig mit Rebound) mit maximalem Hebel, Laufzeit bis Ende 2018.

    Vielen Dank!

    • Hinterfrager

      6. Dezember 2018 18:25 at 18:25

      Also genau passend für eine inverse Jahresendrallye…;-)

    • Lausi

      6. Dezember 2018 19:10 at 19:10

      Sie wollen wohl den Vogel abschiessen 😉

      Godmode Trader hat eine gute Suchfunktion für k.o.-Zertifikate und Optionsscheine. Da werden Sie Ihre UBS-Rakete (oder Ihren Rohrkrepierer) sicherlich finden:

      https://www.godmode-trader.de/indizes/dax-performance-index-kurs,133962

      Dort dann bei „Produkte auf DAX“ suchen.

      • Vogel

        6. Dezember 2018 23:07 at 23:07

        @ Lausi
        DANKE Sehr! 😉

        • Gixxer

          7. Dezember 2018 13:28 at 13:28

          Nichts für ungut, aber wer noch nicht mal einen Schein findet bzw. weiß, wo er ihn suchen muss/kann, sollte erst recht nicht mit ihnen handeln.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Schock für die Wall Street! Marktgeflüster (Video)

Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: die Aktienmärkte hängen vor allem am Tropf der Notenbanken, Realwirtschaft spielt keine Rolle

Veröffentlicht

am

Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: ganz schwache US-Konjunkturdaten werden völlig ignoriert (Einkaufsmanagerindex Gewerbe fällt erstmals seit 119 unter die 50er-Marke, sprich die US-Industrie schrumpft). Dann aber der Auftritt des Fed-Chefs von Philadelphia, Patrick Harker, in einem CNBC-Interview mit hawkishen Aussagen (keine Zinssenkung notwendig, Fed sollte erst einmal abwarten, weil US-Wirtschaft stark und Inflation langsam anzieht) – und schon reagierte die Wall Street mit einem Abverkauf. Das zeigt einmal mehr, dass die Aktienmärkte vor allem am Tropf der Notenbanken hängen und die Realwirtschaft praktisch keine Rolle spielt. Die Aussagen von Fed-Gouverneur Harker unmittelbar vor der Rede von Jerome Powell in Jackson Hole dürften kein Zufall sein – sie sind eine Botschaft an die Märkte..

Hinweis: Das heutige Webinar muß leider entfallen – die Technik spielt uns immer neue Streiche! Sorry – und die Bitte um Verständnis, aber wir wollen es nicht riskieren, Sie wieder umsonst warten zu lassen.
Wenn wir sicher sind, dass es technisch klappt, wird das nächste Webinar zeitnah anberaumt und angekündigt!

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Chance in US-Indizes?

Veröffentlicht

am

Bei den US-Indizes hatten wir ein schönes charttechnisches Bild. Hier könnte ein Trade möglich sein. Mein „Trade des Tages“ entfiel heute auf ein sehr exotisches Währungspaar. Wollen Sie täglich kostenfrei meine Anylsen lesen, dann melden Sie sich bitte an dieser Stelle an.

Werbung

Hier finden Sie die exklusive Facebook Sonderanalyse zum sofortigen Abruf. Absolut gratis! Klicken Sie dazu bitte einfach an dieser Stelle.

weiterlesen

Indizes

Hongkong – Proteste eine Gefahr für Zukunft des Finanzzentrums?

Nicht nur wegen der Proteste in Hongkong scheint China Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben

Veröffentlicht

am

Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China und hat eigentlich noch bis 2047 als so genannte Sonderverwaltungszone garantierte Sonderrechte. Diese sind durch die schon lange währenden Demonstrationen in Gefahr. China braucht Hongkong wirtschaftlich und umgekehrt. Aber jetzt bahnt sich eine neue Entwicklung an.

 

Hongkong – Bedeutung für Chinas Wirtschaft

Hongkong ist auf China angewiesen und vice versa. Wie amtliche Statistiken ausweisen, steht das Reich der Mitte allein schon durch seine geografische Nähe für die Hälfte von Hongkongs Handel. Zugleich stammen gut ein Viertel aller Auslandsinvestitionen in Hongkong aus China plus das Kapital aus diversen Steueroasen. Auch logistisch ist Hongkong vom Festland abhängig, denn ein Viertel des elektrischen Stroms bezieht man von dort sowie den größten Teil des benötigten Trinkwassers. Etwa 20 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet Hongkong mit Tourismus und Einzelhandel. Dabei kommen 80 Prozent der Touristen aus China, die in Hongkong Luxusgüter einkaufen.

Für chinesische Unternehmen hat Hongkong auch eine enorme Bedeutung. Die riesige Metropole ist ein Brückenkopf zu den globalen Finanzmärkten und Drehscheibe für viele Auslandsinvestitionen, die über die ehemalige britische Kronkolonie getätigt werden. Unbestritten auch die Dominanz der dort ansässigen Börse. Globale Investoren haben über die Börse in Hongkong 2,6 Billionen US-Dollar in chinesische Unternehmensaktien investiert. Chinesische Unternehmen nutzen die Stadt, um ausländisches Kapital einzusammeln. Dies ist aber nicht in Stein gemeißelt, wie wir gleich sehen werden.

 

Hongkong kämpft gegen die Rezession

 

Tourismus und Finanzindustrie sind wichtige Größen für das Bruttoinlandsprodukt Hongkongs. Die andauernden Proteste hinterlassen aber mehr und mehr Spuren in der Konjunktur. Allein die Schließung des Hongkonger Flughafens dürfte zu einem Ausfall von fast 14 Tausend Tonnen Fracht im Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar geführt haben, wie ortsansässige Fondsmanager verlautbarten. Damit verbunden auch zurückgehende Besucherzahlen, schwächere Einzelhandelsumsätze und geringere Hotelbuchungen.

Hongkongs Regierung hat deshalb ein Konjunkturpaket im Wert von rund 19 Milliarden Hongkong-Dollar (circa 2,3 Milliarden Euro) angekündigt, was aber nicht besonders groß erscheint, wenn man Hongkongs BIP in Höhe von 330 Milliarden Euro in Relation dazu stellt.

Dessen Wirtschaft schwächelt bereits seit Monaten. Im zweiten Quartal des Jahres musste schon ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent vermeldet werden. Im laufenden Quartal dürfte es nicht besser laufen, sodass eine technische Rezession zu erwarten ist. 2018 war das Bruttoinlandsprodukt noch um drei Prozent gewachsen.

 

Chinas Zukunftspläne – Shenzen, die neue Finanzmetropole?

Auch wenn sich die Regierung in Peking dem Druck der Demonstrationen in Hongkong nicht beugen wird, so scheint man bereits Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben.

Hongkongs Rolle als Finanzplatz könnte an Bedeutung verlieren.

Darauf deutet ein am Sonntag veröffentlichter Plan Pekings hin, in dem eine weitere Öffnung der Wirtschaft von Shenzhen bekanntgegeben wurde – eine riesige Stadt unweit zur Grenze von Hongkong. Die Stadt solle bis 2025 „eine der führenden Städte der Welt im Hinblick auf wirtschaftliche Stärke und die Qualität der Entwicklung“ werden und bis zur Mitte des Jahrhunderts eine der Top-Metropolen der Welt.

Chinesische Medien sprachen davon, dass Shenzhen besser werden solle als Hongkong und es die einzige Chance für das abtrünnige Hongkong sei, sich vollständig in China zu integrieren. Auch wenn dieses als Drohkulisse zu verstehen ist, als Warnung an die einstige britische Kolonie, den erworbenen Wohlstand nicht zu riskieren, scheint sich hier eine weitere Entwicklung in Gang zu setzen.

 

Fazit

Es wird aus vielen Aktionen deutlich. China möchte sich als Weltmacht etablieren, praktisch in einer neuen bipolaren Welt in Konkurrenz zum Westen auf technologischen und militärischen Gebieten. Gewissermaßen der „Nukleus“ für den laufenden und noch lange währenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Seien es die Entwicklungen um Huawei und Co oder jetzt in Hongkong, man scheint auf eine Art Ost-West-Aufteilung neuer Prägung zuzusteuern. Mittendrin Deutschland, welches als Exportnation große Wirtschaftsbeziehungen sowohl mit den USA als auch mit China unterhält. Ob dies in Zukunft ohne Friktionen weiter möglich sein wird?

 

Hongkong war bislang der Hub für China zu den globalen Finanzmärkten

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen