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Dax-Stimmung: Neuer Optimismus – teuer für die Privatanleger..

Optmistische Privatanleger sind in die Falle gelaufen!

Markus Fugmann

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am

Nach dem recht großen Pessimismus in den letzen Wochen hat sich die Stimmung der Dax-Investoren wieder etwas aufgehellt, wie die jüngste Umfrage der Deutschen Börse zeigt. Das gilt vor allem für die Privatanleger, bei denen der Anteil der Bullen mit +10% zur Vorwoche auf nun 43% deutlich gestiegen ist, während die Pessimisten -6% auf nun nur noch 36% einbüßen. Allerdings dürften eben diese Privatanleger bei dem gestrigen Fall des Dax etwas „geblutet“ haben!

Die Profis dagegen kommen kaum aus der Deckung: zwar stieg der Anteil der Bullen +2% zur Vorwoche, bleibt aber mitnun 31% noch deutlich unter dem Wert der Bären, die es auf 42% bringen (unverändert zur Vorwoche). Hier scheint man skeptischer zu sein aufgrund der sich eintrübenden deutschen Konjunkturdaten einerseits, und der sich bildenden neuen italienischen Regierung andererseits. Man scheint auf aktuellem Kursniveau noch nicht bereit zu sein, wieder zu kaufen und wartet daher erts einmal ab, wie auch Joachim Goldberg konstatiert:

„Allerdings hat sich die Stimmungs-Diskrepanz zwischen Privatanlegern und institutionellen Investoren wieder deutlich vergrößert. Erstere zeigen sich nun wieder leicht optimistisch, aber auf Monatssicht keinesfalls bullisher. Und in der Betrachtung auf sechs Monate muss man immer noch von einem relativen Pessimismus sprechen, was auch für die institutionellen Marktteilnehmer gilt. Bei Letzteren fällt übrigens auf, dass das Bärenlager ausgesprochen robust ist. Allerdings haben sich die erhofften Kursverluste des DAX bislang nicht wirklich eingestellt, weswegen mit Rückkäufen durch diese Akteure wahrscheinlich erst bei einem Niveau zwischen 12.600 und 12.650 Zählern zu rechnen ist. Diese zu erwartende Nachfrage auf niedrigerem Niveau würde dem DAX per se eigentlich positive Aussichten bescheren. Allerdings ist gut vorstellbar – der schwache Euro spricht dafür – dass zunehmend ausländisches Kapital aus der Eurozone abgezogen werden könnte, weswegen unser Ausblick für den DAX nicht mehr so positiv wie in der Vorwoche ausfällt.“

Dazu Goldberg auch im Video:

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In den USA ist die Stimmung bei den von der AAII-Umfrage befragten Privatinvestoren dagegen deutlich besser: hier sind die Optimisten mit 38,6% und einem Zuwachs zur Vorwoche von +1,9% wieder das stärkste Lager und haben nun die Neutralen überholt, die -6,5% zur Vorwoche einbüßen auf nun 36,3%, während die Bären zwar +4,6% auf nun 25,2% zulegen können, aber damit die deutlich klenste Gruppe bleiben.


Foto: Deutsche Börse AG

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Hinterfrager

    24. Mai 2018 15:14 at 15:14

    Anders als sonst bzw. in früheren Zeiten können nun nicht einmal angekündigte Massenentlassungen bei der Deutschen Bank (+/- 7.000 Beschäftigte) den Aktienkurs in nördliche Richtung treiben. Vielmehr gelangt man allmählich wieder in die Sichtweite der psychologisch wichtigen 10-Euro-Grenze…

    http://finanzen.handelsblatt.com/96929/dt-bank-aktie#wt_eid=2152716738522944967&wt_t=1527167394499

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Finanznews

Inflation und das Paradox der Erwartungen! Marktgeflüster (Video)

Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation. Aber das wäre besonders schlecht für den Reflations-Trade!

Markus Fugmann

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Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation – deshalb spielen alle Investoren den „Reflations-Trade“ und kaufen vor allem Aktien aus den Sektoren Energie, Industrie und Materialien. Es sind aber vor allem diese Sektoren, die eine besonders hohe Verschuldung aufweisen – und aufgrund der Politik der Notenbanken dennoch derzeit extrem günstig Schulden machen können. Aber wenn die Inflation wirklich steigt, dann beginnen die Kapitalmarkt-Zinsen zu steigen – und das erschwert die Tragfähigkeit der Schulden jener Unternehmen, die derzeit im Reflations-Trade gekauft werden. Im Grunde ist das ein Paradox: wenn die Inflation wirklich käme, wären diejenigen Aktien die Verlierer, die im Reflations-Trade derzeit immens nach oben gekauft werden..

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Indizes

Rüdiger Born: Nachbesprechung für Nasdaq-Szenario

Rüdiger Born

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Gestern hatte ich im Video und im Trade des Tages ein Aufwärtsszenario im Nasdaq besprochen. Heute folgt sozusagen die Nachbesprechung. Wie geht es weiter im Nasdaq? Mehr dazu in diesem Video.

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Biden sei dank: Märkte glauben an die große Rettung – Risiko war gestern

Claudio Kummerfeld

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Joe Biden tritt heute sein Amt als US-Präsident an. In Windeseile wird er sich offenkundig daran machen sein 1,9 Billionen US-Dollar schweres Stimulus-Paket durch den US-Kongress zu bekommen. Die dortige Mehrheit ist zwar hauchdünn. Aber die Märkte sind frohen Mutes. Woran man das sieht? Schauen wir auf den folgenden Chart im Tweet. Er zeigt die Rendite für US-Schrottanleihen (Junk Bonds). Dies sind Anleihen, bei denen das Ausfallrisiko besonders hoch ist. Da Anleger für ein hohes Risiko entschädigt werden wollen und müssen, erhalten sie höhere Renditen als Inhaber von (vermeintlich sicheren) Staatsanleihen. Die Rendite fungiert hier also als Risikoprämie.

Die Höhe der Risikoprämie zeigt an, für wie ausfallgefährdet der Markt diese Anleihen hält. Je höher die Rendite, desto höher ist in den Augen des Kapitalmarkts das Risiko, dass die begebende Firma dahinter pleite geht, und somit die Anleihe nicht zurückzahlen kann. Im Chart sehen wir seit dem Jahr 2010 den Verlauf der Rendite bei US-Schrottanleihen. Zum Start der Coronakrise im März 2020 schoss die Rendite von 5 Prozent auf über 11 Prozent in die Höhe. Und danach beruhigte sich die Lage wieder, aktuell auf nur noch 4,13 Prozent – ein Rekordtief! In den letzten Monaten kamen die Impfstoff-Hoffnungen auf. Und jetzt seit einigen Tagen wird der große Stimulus in den USA immer konkreter. Wie gesagt, Joe Biden wird heute vereidigt. Und wie seine neue Finanzministerin Janet Yellen gestern klar machte, wird man die US-Volkswirtschaft kräftig mit Geld fluten.

Und wie sie sagte, sei das kräftige Schuldenmachen im Augenblick wichtiger als der Blick auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Die müsse man zwar später mit höheren Unternehmenssteuern wieder abbauen, aber kurzfristig müsse man sich stark neu verschulden und die Konjunktur anfeuern. Und ja, der Kapitalmarkt scheint fest daran zu glauben, dass somit die Schrottunternehmen weiterhin im Spiel bleiben, und ihre Schulden weiterhin bedienen können. Wenn nur genug frisches Geld vom Staat kommt, geht die Party also weiter? Dieser Chart zeigt es jedenfalls an. Die Risikoprämie sinkt immer weiter, auf wie gesagt ein Rekordtief von nur noch 4,13 Prozent.

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Blick nach Deutschland

Aber schauen wir auch mal nach Deutschland. Hier sehen wir im folgenden Langfristvergleich seit dem Jahr 2010, wie die Rendite für deutsche Staatsanleihen immer weiter fällt, und der Dax (orange) immer weiter steigt. Das immer weiter sinkende Zinsniveau (in Deutschland dank hoher Bonität deutliche Negativrendite) treibt die Anleger in Aktien, Immobilien etc. Aktuell notieren die Aktienmärkte an ihren Allzeithochs. Heute hat auch der deutsche Staat mal wieder für 30 Jahre laufende Anleihen verkauft, mit einem Bruttovolumen von 1,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage lag bei einem Volumen von 1,79 Milliarden Euro.

Und (wie gesagt 30 Jahre Laufzeit) die Emissionsrendite lag bei minus 0,13 Prozent, nach minus 0,06 Prozent im November. Immer weiter sinkende Zinsniveaus, immer mehr Stimulus – da wird die Lücke doch gut aufgefangen oder besser gesagt aufgefüllt, die Corona gerissen hat? Und diese Rettungsorgie wird vor allem in den USA kräftig weiter gehen, davon darf man ausgehen. Und so könnte man glatt sagen, dass „Risiko“ bei Anleihen irgendwas war, dass man mal kannte – aber heute gibt es das nicht mehr?

Chart zeigt Vergleich von Dax gegen Anleiherenditen

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