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Dax-Stimmung: Privatanleger euphorischer, Profis vorsichtiger

Die Stimmung der Anleger zum Dax zum Dax hat sich in der letzten Woche verschoben: die Privatanleger werden euphorischer, die Profi-Anleger skeptischer! In den USA dagegen gibt es in Sachen Stimmung interessante Phänomene!

FMW-Redaktion

Die Stimmung der Anleger zum Dax zum Dax hat sich in der letzten Woche verschoben: die Privatanleger werden euphorischer, die Profi-Anleger skeptischer! So sind gemäß jüngster Umfrage der Deutschen Börse die Privatanleger mit 52% (+3% zur Vorwoche) in der absoluten Mehrheit optimistisch, während bei den Profis die Stimmung etwas skeptischer geworden ist: hier sind nur noch 42% bullisch (-6% zur Vorwoche). Dabei sind diejenigen Profis, die das Bullenlager verlassen haben nach den Anstiegen des Dax nun an die Seitenlinie gewechselt, wie der Zuwachs von +7% auf nun 28% des neutralen Lagers ausweist!

Joachim Goldberg sieht in der derzeitigen Stimmungslage gute Voraussetzungen für den Dax:


„Tatsächlich könnte der deutliche Anstieg des Börsenbarometers während des Berichtszeitraums auch auf das Konto ausländischer Kapitalzuflüsse gehen. Zumindest hat sich durch die heutige Erhebung die Gefahr einer sogenannten Bias, also eine sich verschlechternde Stimmung bei gleichzeitig steigenden Kursen unter den institutionellen Anleger ergeben. Sollte das Börsenbarometer tatsächlich unter Druck geraten, wäre auf jeden Fall genügend Nachfrage durch einen Neueinstieg mancher Investoren in die Schwäche vorhanden, womit um größere Korrekturen vermieden werden dürften. Noch interessanter würde sich das Geschehen indes gestalten, falls der DAX sein bisheriges Allzeithoch bei 13.525 Zählern knacken sollte. Dann würden auch die letzten Skeptiker in Erklärungsnöte kommen. Stimmungstechnisch sind wir also für den DAX nach wie vor positiv eingestellt.“

Dazu Goldberg auch im Video:

In den USA dagegen ist die extrem optimistische Stimmung der amerikanischen Privatinvestoren etwas abgekühlt, wie die neueste AAII-Umfrage zeigt: waren in der Vorwoche noch 59,8% und damit so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr im Bullenlager gewesen, so haben sich nun satte 11,1% aus eben diesem Lager verabschiedet auf nun nur noch 48,7% (damit jedoch liegt das Lager der Optimisten jedoch noch immer weit über dem historischen Durchschnitt von 38,5%!).

Demgegenüber steht jedoch noch eine extrem optimistische Stimmung der amerikanischen Börsenbriefe (Investors Intelligence), bei denen historisch sehr hohe 61,9% dieser Börsenbriefe bullisch sind, nur 15,2% bärisch. Gleichzeitig haben die US-Privathaushalte 36,3% ihres zur Verfügung stehenden Geldes in Aktien investiert – die zweithöchste je verzeichnete Rate (das Top war mit 42% im ersten Quartal des Jahres 2000).

Dazu passt, dass die Cash-Quoten bei amerikanischen Retailbrokern extrem gering sind – so etwas bei Charles Schwab auf dem niedrgsten je verzeichneten Stand (sprich: man hält kaum Cash und ist stark in Aktien investiert). Ähnliches gilt nach Aussagen von Morgan Stanley auch für Profi-Investoren: sie hätten sich mit Risiken vollgesogen („loading the boat with risk“), alles extrem gehebelt („long/short net and gross leverage as high as we have ever seen it“).


Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)



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