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Dax-Stimmung: Profis verkaufen, Privatanleger kaufen

Profis mißtrauen der Rally – Privatanlger dagegen haben Angst, die Rally zu verpassen und springen auf den fahrenden Zug auf..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es hat eine starke Bewegung gegeben in der letzten Woche was die Stimmung deutscher Investoren betrifft: während die Profis immer skeptischer werden, sind die Privatanleger wieder großflächig in den Markt eingestiegen, wie die neueste Umfrage der Deutschen Börse zeigt.

Die Profis haben offenkundig den Glauben an den Dax verloren: nur noch jeder Dritte ist bullisch – 8% haben das Lager der Optimisten verlassen (nun 33%). Und die Bären stellen nun das stärkste Lager mit 38% und einem Zugewinn zur Vorwoche von 4%. Ebenso viel gewinnen auch die Neutralen, die nun 29% stellen.

Völlig anders dagegen die Lage bei den Privatinvestoren: hier gewinnen die Bullen 7% auf nun 42%, das Lager der Bären büßt 3% auf nun 36% ein, neutral sind nun nur noch 22% (-4%). Die Privatanelger waren in der Vorwoche noch pessimistischer gewesen als die Profis, sprich sie haben zumindest Teile der Rally verpasst und wollen nun auf den fahrenden Zug aufspringen. Die Profis hingegen dürften Gewinne mitgenommen haben und verhalten sich nun defensiver, gerade was europäische Aktien angeht, daher auch die schlechtere Stimmung gegenüber dem Dax (das wird bestätigt von der Umfrage der Bank of Amerika Merrill Lynch, über die wir unter dem Titel „Das große Geld nach dem Brexit: Raus aus Europa!“ berichtet hatten).

Auf die Umfrage der Bank of Amerika Merrill bezieht sich auch Joachim Goldberg und kombiniert sie mit der von der Deutschen Börse ermittelten Dax-Stimmung:

„Nimmt man die Ergebnisse der Umfrage unter Fondsmanagern und die Stimmungsentwicklung der institutionellen Investoren unseres Panels zusammen, geben die jüngsten Entwicklungen vordergründig Rätsel auf. Wie kann es sein, dass sich der DAX trotz aller Befürchtungen – der Kauf von Absicherungen gegen einen starken Aktienkurs-Einbruch hat laut BofA Merrill Lynch ein Allzeithoch erreicht – dennoch in so stabiler Verfassung befindet?

Eine mögliche Erklärung könnte darin bestehen, dass die internationalen Investoren zwar keinen besonderen Appetit auf Aktien der Eurozone haben mögen, gleichzeitig aber planen (netto über weit über 30 Prozent!), deutsche Dividendenpapiere (noch stärker als im Vormonat) gegen den Trend überzugewichten. Zudem bleibt der DAX zwar in einer sehr breiten Konsolidierung, innerhalb derer im oberen Bereich nunmehr die meisten profitablen Engagements glattgestellt wurden. Und weil der DAX von der Absicht internationaler Investoren, sich zwar nicht in der Eurozone, aber hierzulande engagieren zu wollen, profitieren könnte, besteht die größte Gefahr für hiesige Anleger immer noch darin, dass ihnen der Markt plötzlich davonlaufen könnte. Damit bleibt die Möglichkeit eines Aufwärtstrends für den DAX erhalten.“

Da ist wohl was dran, auch wenn es kaum wahrscheinlich ist, dass sich der Dax wirklich so deutlich abheben sollte von anderen europäischen Indizes – vor allem dann nicht, wenn die italienische Banken-Krise wieder hochkocht oder die Märkte zu einer realistischeren Einschätzung der Brexit-Folgen gelangen sollten (derzeit wird das verdrängt, man hat „Hoffnung“..).

Insgesamt muß das also für den Dax nicht viel bedeuten, wenn die Profis nun skeptischer werden – denn die Performance der Profis ist, wenn man auf die Entwicklung seit Jahresbeginn zurück blickt, schlechter als die der Privaten, vor allem weil die Profis Anfang des Jahres mit ihrer extrem bullischen EInstellung ganz böse auf die Nase gefallen waren.

Letztlich geht es bei der aktuellen Rally weniger um den Dax, sondern vor allem um die US-Märkte und die Hoffnungen auf noch irreren Stimulus in Japan. Und solange Hoffnung da ist, dürften die Kurse weiter steigen..

In den USA dagegen – das zeigt die jüngste AAII-Umfrage – ist man etwas skeptischer geworden unter den Privatanlegern. So gewinnen die Bären 2,3% auf un 26,7%, währen dide Bullen leicht einbüßen und 1,4% verlieren auf nun 35,4% . Die Neutralen sind mit 37,9% nach wie vor das stärkste Lager (-0,9%).

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