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Dax-Stimmung: Profis viel skeptischer als Privatanleger! Und in USA kippt die Stimmung – Warnsignal für Bären!

Warum eingefleischte Bären jetzt besser vorsichtig werden sollten!

FMW-Redaktion

Wo wird der Markt „gemacht“? In den USA. Und an der Wall Street herrscht Verunsicherung, die Skepsis hat zuletzt deutlich zugenommen. Das sah man schon beim Verbauchervertrauen des Conference Board in dieser Woche, das zeigte, dass die Amerikaner deutlich pessimistischer für die Aktienmärkte geworden sind.

Und das wird weiter bestätigt durch die Stimmung der US-Privatanleger, die in der AAII-Umfrage ihre Sicht der Dinge äussern. Diese Sicht der Dinge blickt nun pessimistischer in die Zukunft, denn erstmals seit langer Zeit liegt in den USA das Lager der Bären wieder vorne mit 35,3% und einem Anstieg zur Vorwoche von +6,8%. Dagegen kommen die Bullen nur noch auf 31,3% (-1,3% zur Vorwoche) und liegen damit an letzter Stelle noch hinter den Neutralen (32,7%).

Damit liegt der Anteil der Bullen weit unter dem historischen Durchschnitt (38,5%) und der Anteil der Bären weit über dem historischen Durchschnitt (30,5%). Kombiniert man das mit der nun einsetzenden saisonal sehr günstigen Markt-Phase (erste Hälfte des April, die selbst in den ansonsten schwachen Midterm Elcetion-Jahren sehr stark ist!), dann könnte das also bedeuten, dass wir vor einer kurzfristigen Rally stehen, bei der die Privatanleger wieder einmal auf der falschen Seite stehen. Ist die Rally dann gelaufen, werden die Privatanleger wieder bullisch – und laufen dann im Mai bei in der Regel dann stark fallenden Märkten ins offene Messer!

In Deutschland dagegen sind die Profis nicht gerade euphorisch, wie die jüngste Umfrage der Deutschen Börse zeigt: demnach sind 38% bullisch (unverändert zur Vorwoche), 37% bärisch (-3% zur Vorwoche). Bei den Privatanlegern dagagen ist die Stimmung besser, hier gehen 47% von steigenden Kursen aus, bärisch sind 33% (-1% zur Vorwoche).

Dazu kommentiert Joachim Goldberg:

„Bereits zum zweiten Male in der derzeitigen Korrektur zeigen sich die Privatanleger also mutiger als ihre institutionellen Pendants. Beim ersten Mal ging diese Rechnung übrigens für die meisten von ihnen auf. Gut möglich, dass man gegen den Trend noch einmal so erfolgreich sein möchte. Allerdings sollte auch klar sein, dass diese Schnäppchen-Engagements wohl nicht von allzu langer Dauer waren und vermutlich schon nach Kursgewinnen in Höhe von 2 bis 3 Prozent wieder glattgestellt worden sein dürften.

Obgleich beide Sentiment-Indizes in der absoluten Betrachtung wieder in positivem Terrain notieren, zeigen die Drei- und Sechs-Monatsvergleiche, dass die relative Stimmung bei den Privatanlegern bestenfalls als neutral und bei den Institutionellen immer noch als leicht negativ bezeichnet werden muss. Gerade dass Letztere angesichts der DAX-Schwäche nicht zugreifen wollen, muss als Indiz für ein tiefer gehendes Misstrauen gewertet werden. Womöglich gehen gerade diese Akteure davon aus, dass ein Kursverlust von mehr als 13 Prozent in der Spitze nicht mehr als gesunde Korrektur eingestuft werden kann. Allerdings hat sich in diesem Panel der Pessimismus während der vergangenen Wochen aber auch nicht wirklich dramatisch erhöht. Mit anderen Worten: Vorsicht ist angebracht, aber Verzweiflung sieht anders aus.“

Dazu Goldberg auch im Video:


Leben die Bären jetzt gefährlich?
Foto: Jean-noël Lafargue – Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=262708



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4 Kommentare

  1. Für die Die Bären ist die Börse sowieso gefährlich, weil denen die EZB im Nacken sitzt und bleibt !!

    Börsen-Crash, ja woher denn ? VWL-BWL 1. Semester… Börse kann wirklich (!) einfach sein. ;)

  2. Jetzt wird es immer lustiger, der Markt ist einfach cool ! Danke schön !

    So so, der Markt schmiert also ab !

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