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Dax-Stimmung: Ratlosigkeit bei den Deutschen, US-Anleger euphorisch

Dax-Investoren ratlos, aus kontraindikatorischer Sicht droht dem Dax aber angesichts der Euphorie in den USA Ungemach von den US-Indizes!

Markus Fugmann

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am

Es herrscht allgemeine Ratlosigkeit bei Dax-Investoren darüber, wie nun die weitere Richtung des deutschen Leitindex sein wird! Vor allem die Profi-Anleger sind laut neuester Umfrage der Deutschen Börse ratlos, erstmals seit Jahren stellt das Lager der Neutralen die größte Gruppe mit 35% (+6% zur Vorwoche), dahinter folgen die Bullen mit 33% (+1% zur Vorwoche) und schließlich die Bären mit 32% (-7% zur Vorwoche). Also insgesamt die Lager fast gleich groß, es dominiert Ratlosigkeit!

Bei den Privatanlegern sind die Gewichte etwas anders verteilt: die Bären liegen noch deutlich vorne mit 42% (-7% zur Vorwoche), verlieren aber auch den gleichen Anteil wie die Pessimisten unter den Profi-Investoren. Zulegen könnten auch hier vor allem die Unentschlossenen (+6% zur Vorwoche), sie bleiben damit aber die schwächste Gruppe hinter den Bären (33%; +1% zur Vorwoche).

Wie ist die allgemeine Ratlosigkeit zu erklären? Bei den Profi-Investoren sieht Joachim Goldberg folgende Mechanismen am Werk:

„Dabei geht die Wanderung der Wechselwilligen zum Großteil ausgerechnet auf die Gruppe zurück, die während der vergangenen fünf Wochen die Mehrheit gestellt hatte: die Pessimisten. Dies ist insofern ein bisschen erstaunlich, weil zumindest von den Zentralbanksitzungen tendenziell nicht unbedingt günstige Nachrichten für die Aktienmärkte zu erwarten sind. Aber möglicherweise war der Rücksetzer des Börsenbarometers am vergangenen Freitag in Richtung 12.610 für ehemalige Bären Grund genug, ihre Sicherungen bzw. Shortpositionen, möglicherweise sogar mit Gewinn, wieder einzudecken. Indes: Eine risikoaverse Positionierung während der vergangenen drei Wochen wurde nicht gerade fürstlich belohnt. Tatsächlich waren für die Pessimisten die immer wieder aufkommenden Erholungsphasen des DAX, die jedes Mal mit einem zumindest leichten Zittern einhergingen, recht unangenehm. Offensichtlich sollte damit jetzt Schluss sein.“

Und die Stimmung unter den Privatinvestoren skizziert Goldberg so:

„Unterdessen blieben die Privatanleger überwiegend pessimistisch. In diesem Panel gab es nur geringfügige Veränderungen – interessanterweise zulasten der neutral gestimmten Marktteilnehmer -, weswegen sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index dieser Gruppe gerade einmal um einen Punkt auf einen Stand von nunmehr -9 Punkte verbessert hat.
Der mangelnde Wille vieler Akteure, sich in größerem Maße zu positionieren, und die hohe Neutralität der institutionellen Anleger sind möglicherweise nicht einmal auf bevorstehende Risikoereignisse zurückzuführen, sondern vielmehr auf die fehlende Aussicht auf einen größeren Trend. Denn egal, auf welcher Seite des Marktes man sich zuletzt gerade mittelfristig positioniert hat – vielfach musste man zwar keine großen Buchverluste hinnehmen, aber die Psyche der Akteure musste immer wieder kleine Nadelstiche erleiden.“

Viel eindeutiger dagegen ist das Stimmungsbild bei den Privatanlegern in den USA, wie die jüngste AAII-Umfrage zeigt: demnach sind nun satte 44,8% bullisch (+5,8% zur Vorwoche), neutral sind 33,5% (-0,8% zur Vorwoche) und die Bären weit abgeschlagen bei nur 21,7% (-5,0% zur Vorwoche). Aus kontraindikatorischer Sicht droht dem Dax also wohl angesichts der Euphorie in den USA Ungemach von den US-Indizes!

Abschließend die Einschätzung von Joachim Goldberg im Video:


Foto: Deutsche Börse AG

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