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Dax-Stimmung: Warum der Anstieg heute sehr vielen sehr große Schmwerzen bereitet!

Blickt man auf das Sentiment der Deutschen Börse, wird schnell klar: der heutige Anstieg über das Jahreshoch erwischt vor allem die institutionellen Anleger auf dem falschen Fuß! Denn die Stimmung der Profis war im Vorfeld der Fed-Entscheidung und den Wahlen in Holland ausgeprochen negativ – nun sind beide Ereignisse durch, und die Märkte haussieren..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Blickt man auf das Sentiment der Deutschen Börse, wird schnell klar: der heutige Anstieg über das Jahreshoch erwischt vor allem die institutionellen Anleger auf dem falschen Fuß! Denn die Stimmung der Profis war im Vorfeld der Fed-Entscheidung und den Wahlen in Holland ausgesprochen negativ – nun sind beide Ereignisse durch, und die Märkte haussieren. Bei den Profis sind nur 32% bullisch, 1% weniger als noch in der Vorwoche. Klar dominant ist das Lager der Bären mit 46% und einem Plus von 3% zur Vorwoche, während 22% neutral sind (-2% zur Vorwoche).

Auch bei den Privatanlegern, die in der Woche zuvor noch deutlich besser gelaunt waren als die Profis, ist die Stimmung deutlich abgesackt: so verließen 6% das Bullen-Lager, das nun nur noch 39% stellt, genau so viel wie das Lager der Bären, die jedoch 2% zulegen konnten. Neutral sind bei den Privaten 22%, ein Plus von 4%.

Dazu schreibt Joachim Goldberg:

„Es sieht so aus, als ob an diesem Tag nur wenige ein wirklich großes bullishes Engagement haben möchten.
Zumindest haben die mittelfristig orientierten institutionellen Anleger, die wir allwöchentlich befragen, erneut zum Negativen tendiert: Unser Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um weitere 4 Punkte gefallen und steht nun bei -14. Ein derart negativer Index-Wert wurde zuletzt am 18. März 2015 registriert, interessanterweise notierte auch der DAX damals auf fast dem gleichen Niveau wie heute. Wir erinnern uns: Nur kurze Zeit später, am 10. April 2015, markierte der DAX sein bisheriges Allzeithoch von rund 12.390 Zählern.

Es sind aber nicht nur die für (..) anstehenden Ereignisrisiken, die das Gros der Investoren zu diesem relativ hohen Grad an Skepsis bewegen. Vielmehr lassen sich außerdem aus den USA warnende Stimmen vernehmen. Ihrer Meinung nach dauert der im Jahre 2009 begonnene Aufwärtstrend am dortigen Aktienmarkt, etwa gemessen am S&P 500 Index, schon viel zu lang an, weshalb er einer großen Korrektur bedürfe. Dass gleichzeitig der DAX seit unserer vergangenen Stimmungserhebung sich in einer noch schmaleren Zone als in der Vorwoche bewegte und ständig um die Zwölftausender Marke herum oszilliert, wird von vielen Akteuren nicht etwa als Beruhigung, sondern als Warnzeichen interpretiert.
Darüber hinaus erwarten wir nämlich, dass im gleichen Zuge der Startschuss für eine Short Squeeze um die besten Plätze im Rennen in Richtung Allzeithoch gegeben wird.“

Dazu kommt jetzt noch, dass morgen der große Verfall ansteht, der in der Regel Trend-bestätigend wirkt. Mithin zwingt das jene, die short im Markt stehen, ihre Positionen einzudecken mit der Folge eines weiteren Dax-Anstiegs. Das logische Ziel dieser Aufwärtsbewegung wäre das bisherige Allzeithoch bei 12400 Punkten – und wenn dann die Bären kapituliert haben, kann der Dax fallen, möglicherweise unter Ausbildung eines Doppel-Tops.

In den USA hat sich dagegen die zuvor recht bärische Einstellung bei den amerikanischen Privatinvestoren etwas aufgehellt laut neuester AAII-Umfrage: so sind derzeit zwar die Bären mit 38,7% nach wie vor führend, doch verlieren sie 7,8% zur Vorwoche. Davon profitieren vorwiegend die Neutralen mit einem Plus von 6,6% auf nun 30,1%, während die Bullen 1,2% gewinnen auf nun 31,2%. Also keinerlei Euphorie, die Quote der Bullen liegt deutlich unter dem historischen Druchschnitt (der liegt bei 38,4%).

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    16. März 2017 12:55 at 12:55

    Warum nennen sich Profis dann Profis, wenn sie so wenig professionell agieren?
    Dass die Zinserhöhung kam, war klar. Dass Wilders nicht auf 51% der Stimmen kommen würde, war auch klar.
    Dass es zu Aktien keine Alternative gibt, ist auch klar.
    Nur den Profis ist nichts klar. Noch nicht.

    • Avatar

      columbo

      16. März 2017 13:24 at 13:24

      @Gerd, Profi heißt doch nur, daß einer mit einer Tätigkeit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten versucht. Oft genug geht das schief bei Börsianern, bei Musikern oder Piloten.
      Die trifft man dann als Taxifahrer wieder.
      Gerade die glaubten, Aktien seien alternativlos fielen besonders tief, klar, sie hatten ja sonst nichts.

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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