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Dax-Stimmung: Wieder viel Optimismus – und nicht viel Grund dazu..

Der Dax ist schwach, die Stimmung ist stark – so könnte man die Stimmungslage der Dax-Investoren zusammen fassen! Keine sehr vorteilhafte Konstellation..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax ist schwach, die Stimmung ist stark – so könnte man die Stimmungslage der Dax-Investoren zusammen fassen! Warum ist das so? Die Kursentwicklung jedenfalls gibt nicht wirklich Anlaß für diesen Optimismus, es sind vielleicht die guten Daten aus der Eurozone oder der Eindruck, der Dax sei jetzt günstig – so ist vielleicht der optische Eindruck gerade im Vergleich zu den US-Indizes. Der Dax ist im Vergleich zu den US-Indizes auh nicht gerade teuer, aber was hilft das, wenn die EZB-Musiker nicht mehr zum Tanz aufspielen sollten?

Wie auch immer: die Profis, lange sehr bärisch und mit dieser Haltung seit dem Allzeithoch eigentlich sehr gut gefahren, wechseln von Woche zu Woche jetzt mehr auf die Seite der Optimisten: so sind laut neuester Umfrage der Deutschen Börse nun 45% bullisch, ein Anstieg von +6% zur Vorwoche. Die Bären verlieren -3% auf nun nur noch 33%, die Neutralen verlieren -5% auf nun 22%.

Bei den Privatanlegern ein ähnliches Bild: auch hier legt das Bullen-Lager mit +6% recht deutlich zu auf nun 41%, die Bären verlieren -3% auf nun 38%, neutral sind nun 21% (-3%).

Was hat das zu bedeuten? Joachim Goldberg stimmen diese Werte eher skeptisch für die weitere Entwickung des Dax:

„Dass der DAX seit unserer vergangenen Erhebung temporär nicht einmal 1,4 Prozent an Wert verloren hat, dürfte indes zu großen Teilen auch den Kaufaktivitäten der von uns befragten mittelfristig orientierten institutionellen Investoren zu verdanken sein. Denn entgegen allen Unkenrufen und trotz der aktuellen Dieselkrise hat sich der bereits in der Vorwoche erkennbare leichte Optimismus nunmehr deutlich verstärkt.

Ob dabei fundamentale Erwägungen – etwa die gute Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone im zweiten Quartal – eine Rolle gespielt haben, oder aber das optisch günstig aussehende Einstiegsniveau beim DAX ausschlaggebend war, sei dahingestellt. Letztlich ist unser Börse Frankfurt Sentiment-Index um 11 Punkte auf einen Stand von +12 gestiegen Punkte. Dies ist das höchste Niveau seit Mitte Februar dieses Jahres, wobei abermals mehrheitlich zuvor neutral eingestellte Marktteilnehmer zur jüngsten Stimmungsverbesserung beigetragen haben.

(..)

Zwar ist der Optimismus absolut betrachtet noch nicht in den Gefahrenbereich vorgedrungen. Bei der Einordnung des heutigen Stimmungsergebnisses im Vergleich zum Gesamtjahr fällt bei den institutionellen Investoren jedoch auf, dass sich deren Börse Frankfurt Sentiment-Index nicht nur deutlich über dem negativen Jahresmittel bewegt. Das bisherige Stimmungshoch liegt für dieses Jahr überdies nur bei +18 Punkte, so dass sich die sentimenttechnische Verfassung des Börsenbarometers gegenüber der Vorwoche sogar verschlechtert hat.

Denn nach wie vor müssen wir bereits bei einem Anstieg des DAX auf ca. 12.450/500 Zähler mit Gewinnmitnahmen durch die Optimisten bzw. durch die Aktienkäufer der vergangenen beiden Wochen rechnen. Da sich gleichzeitig die Nachfragesituation an der Unterseite zwangsläufig verschlechtert hat, bedeutet dies, dass der DAX einer stärkeren Abgabewelle – ausgelöst etwa durch Gewinnmitnahmen ausländischer Investoren – nicht viel entgegenzusetzen hätte.“

Das Video dazu betitelt Goldberg recht treffend mit „Mit Optimismus in die Schwäche“:


Wieder zahlreicher: die Bullen
Statue von Arturo Di Modica nahe der Wall Street in New York City
Foto von Andreas Horstmann/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

In den USA ist die Stimmung unter den Privatinvestoren laut jüngster AAII-Umfrage nach wie vor positiv: die Bullen führen das Feld an mit +1,7% auf nun 36,1%, die Bären gewinnen deutlich mit +7,8% auf nun 32,1%, die Neutralen liegen bei 31,8%, ein Minus von 9,4%.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    3. August 2017 13:30 at 13:30

    Der Dax ist günstig, warum ist er das, na darum, weil der Apfel, Amazon, Facebook das Alphabet den Ami-Laden nach oben getrieben haben.
    Das sind die paar Key -Aktien , die teilweise nicht gerade günstig sind.
    Ja, das ist richtig, die EZB reagiert überhaupt nicht, und das ist eben die Bundesbankpolitik, die interessiert es NULL, dass der EUR bei 1,18 steht. Die ziehen ihren Plan durch, was der Markt sagt ? – Da haben wir in Frankfurt kein Interesse…

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